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Bernard Fellay

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Februar 2026 um 21:59 Uhr durch imported>Str1977 (diese Rede auf eines seiner Feindbilder (wobei es hier um die Religion ging) geht an der Stoßrichtung der Rede vorbei - er & Kollegen spenden Sakramente in der SSPX nicht "weil" sie die Exkommunikation nicht anerkennen).
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Datei:Bernard Fellay FSSPX.jpg
Bernard Fellay (2012)
Datei:Brasão de fellay.png
Wappen

Bernard Fellay (* 12. April 1958 in Sierre, Schweiz) ist Bischof der Priesterbruderschaft St. Pius X. Im Jahr 1988 geriet er wegen seiner unerlaubten Bischofsweihe durch Marcel Lefebvre in die Kritik. Von 1994 bis 2018 war er Generaloberer der Priesterbruderschaft.

Leben

Von Oktober 1977 an absolvierte Bernard Fellay seine Priesterausbildung im Priesterseminar der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) in Écône. Am 29. Juni 1982 empfing er durch den Gründer der FSSPX, Erzbischof Marcel Lefebvre, die Priesterweihe. Im selben Jahr wurde er Ökonom im Generalhaus und übernahm verschiedene pastorale Aufgaben. Ab 1988 war er auch Ökonom für den Schweizer Distrikt seines Ordens und führte zahlreiche apostolische Reisen, unter anderem in die Länder der Dritten Welt, durch.

Bischof der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Am 30. Juni 1988 wurde er mit drei anderen Priestern durch den Gründer der FSSPX, Erzbischof Marcel Lefebvre, für die Priesterbruderschaft St. Pius X. zum Bischof geweiht. Weil diese Weihen aber ohne Zustimmung des Papstes erfolgten, erliess Papst Johannes Paul II. ein Dekret, mit dem festgestellt wurde, dass sich die Weihespender (Erzbischof Marcel Lefebrve und Bischof Antônio de Castro Mayer) die Tatstrafe der Exkommunikation zugezogen hätten. Die Priesterbruderschaft bestreitet das Eintreten der Exkommunikation mit Berufung auf „einen existierenden Kirchennotstand“.

Am 21. Januar 2009 hob die Bischofskongregation im Auftrag von Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation von Bischof Fellay und der drei 1988 mit ihm geweihten Bischöfe mit Wirkung für die Zukunft (ex nunc) auf, nachdem ein entsprechendes Ansuchen Fellays und seiner Mitbischöfe vorausgegangen war, in dem dieser erklärt hatte, der katholischen Kirche in Einheit mit dem Papst weiterhin angehören und ihren Lehren treu sein zu wollen.

Sowohl nach der Exkommunikation als auch nach deren Aufhebung spendete Fellay trotz weiterhin bestehender Suspension in Einrichtungen der Priesterbruderschaft St. Pius X. weiterhin Sakramente, vor allem Firmungen und Priesterweihen.

Generaloberer (1994–2018)

Ab 1994 war Fellay, der fünf Sprachen spricht, Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X. und wurde im Juli 2006 durch das Generalkapitel der Priesterbruderschaft für weitere zwölf Jahre in diesem Amt bestätigt. Unterstützt wurde er durch die Assistenten Niklaus Pfluger und Alain-Marc Nély.

2009 sah Fellay eine Koalition von Linken und Progressiven im Vatikan, denn, so seine Ansicht, das Zusammentreffen der Aufhebung der Exkommunikation der vier Traditionalisten-Bischöfe mit der Ausstrahlung eines Interviews mit einem dieser Bischöfe, Richard Williamson, in dem dieser den Holocaust geleugnet hatte, könne kein Zufall sein.<ref>Der Papst bittet um Vergebung für den Holocaust. In: FAZ.NET. 12. Februar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. April 2016; abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>

Während einer Rede am 28. Dezember 2012 an der Our Lady of Mount Carmel Academy in New Hamburg (Ontario) bezeichnete Fellay „die Juden, die Freimaurer, die Modernisten“ als „die Feinde der Kirche“.<ref>Jews Branded ‘Enemies of Church’ by Catholic Sect. In: The Forward. 7. Januar 2013, abgerufen am 13. Juli 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bezüglich der Juden wies Vatikansprecher Federico Lombardi Fellays Behauptung zurück.<ref>Lombardi: „Juden sind unmöglich Feinde der Kirche“. In: ORF.at. 7. Januar 2013, abgerufen am 13. Juli 2018.</ref>

Nach dem Generalkapitel 2018

Beim Generalkapitel der Piusbruderschaft im Juli 2018 wurde Bernard Fellay nicht wiedergewählt.<ref>Björn Odendahl: Piusbrüder haben neuen Generaloberen. In: katholisch.de. 9. Oktober 2024, abgerufen am 13. Juli 2018.</ref> Sein Nachfolger als Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X wurde Davide Pagliarani.<ref>Neuer Generaloberer. In: fsspx.ch. 11. Juli 2018, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref> Fellay gehört jedoch noch dem Generalrat der Bruderschaft an.

Im Jahr 2020 wurde berichtet, Fellay verlasse das Generalhaus in Menzingen und ziehe in das Priesterseminar St. Thomas Aquinas in den USA.

2024 wurde der emeritierte Bischof von Chur, Vitus Huonder, der seine letzten Lebensjahre in Écône verbracht hatte, dort beigesetzt. Bischof Fellay leitete die Zeremonie und hielt die Predigt.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Franz SchmidbergerGeneraloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X.
1994–2018
Davide Pagliarani

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Marcel Lefebvre
(† 1991)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bernard Fellay
 
Alfonso de Galarreta
 
Bernard Tissier de Mallerais
(† 2024)
 
Richard Williamson
(Ausschluss 2012; † 2025)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Licínio Rangel
(† 2002)
 
 
 
 

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