Halfagras
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| Halfagras | ||||||||||||
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| Datei:Stipa tenacissima.jpg
Halfagras (Macrochloa tenacissima) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Macrochloa tenacissima | ||||||||||||
| (L.) Kunth |
Das Halfagras (Macrochloa tenacissima, Syn.: Stipa tenacissima), auch Espartogras genannt, ist eine im westlichen und südlichen Mittelmeergebiet heimische Grasart, deren Blattfasern zur Herstellung von Seilen und Papier (Alfapapier) verwendet werden.
Beschreibung
Das ausdauernde Gras bildet 60 bis 150 Zentimeter hoch werdende Horste. Die Blätter sind nur während der Vegetationsperiode entfaltet und grün. Während Trockenperioden sind sie eingerollt und erscheinen grau. Auf der Oberseite sind die Blätter dicht behaart. Das Blatthäutchen ist kurz und gewimpert.
Die Ährchen stehen in Rispen, die 25 bis 35 Zentimeter lang sind. Sie sind einblütig und stehen dicht. Die Hüllspelzen sind häutig und lang zugespitzt. Ihre Länge ist 2,5 bis 3 Zentimeter. Die Deckspelze ist ebenfalls häutig. Sie ist an der Spitze zweispaltig. An der rund 1 Zentimeter langen Deckspelze sitzt eine 4 bis 6 Zentimeter lange Granne, die im unteren Bereich behaart ist.
Die Blütezeit ist März bis Juni.<ref name="Schönfelder2008" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24, 66 oder 72.<ref name="Tropicos" />
Vorkommen
Das Halfagras ist auf der südlichen Iberischen Halbinsel, in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und auf den Balearen beheimatet.<ref name="WCSP" /> Es wächst in Steppen, auf Weideland und in offenen Kiefernwäldern.<ref name="Schönfelder2008" />
Verwendung
Die Blätter des Halfagrases werden, wie die des Espartograses (Lygeum spartum), für Flechtarbeiten (Hüte, Schuhe, Taschen, Matten), Seile und die Herstellung von hochwertigem Papier (Alfapapier) verwendet.
Taxonomie und Systematik
Das Halfagras wurde 1755 durch Carl von Linné in Centuria I. Plantarum ... Seite 6 als Stipa tenacissima erstbeschrieben. Die Art wurde 1826 durch Karl Sigismund Kunth in Révision des Graminées Band 1, Seite 59 als Macrochloa tenacissima <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Kunth in die Gattung Macrochloa gestellt. Synonyme für Macrochloa tenacissima <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Kunth sind Stipa tenacissima <templatestyles src="Person/styles.css" />L. und Lasiagrostis tenacissima <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Trin. & Rupr.
Man kann folgende drei Unterarten unterscheiden:
- Macrochloa tenacissima subsp. gabesensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Moraldo, Raffaelli & Ricceri) H.Scholz & Valdés: Sie kommt im Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen vor.<ref name="WCSP" />
- Macrochloa tenacissima subsp. tenacissima: Sie kommt im westlichen und im südlichen Mittelmeergebiet vor und zwar in Portugal, Spanien, auf den Balearen, in Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen.<ref name="WCSP" /> Auf den Kanaren und Zypern ist sie ein Neophyt.<ref name="WCSP" />
- Macrochloa tenacissima subsp. umbrosa <templatestyles src="Person/styles.css" />F.M.Vázquez: Sie kommt in Spanien vor.<ref name="WCSP" />
Literatur
- W. D. Clayton, K. T. Harman, H. Williamson GrassBase - The Online World Grass Flora. Stipa tenacissima. Royal Botanic Gardens, Kew 2006–, abgerufen am 27. Oktober 2007.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Tropicos"> Tropicos. [1]</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Schönfelder2008"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 406.</ref> </references>