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Strauchiges Hasenohr

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Strauchiges Hasenohr
Datei:Bupleurum fruticosum (aka).jpg

Strauchiges Hasenohr (Bupleurum fruticosum)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Hasenohren (Bupleurum)
Art: Strauchiges Hasenohr
Wissenschaftlicher Name
Bupleurum fruticosum
L.

Das Strauchige Hasenohr (Bupleurum fruticosum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hasenohren (Bupleurum) innerhalb der Familie der Doldenblütler. Sie kommt im westlichen und zentralen Mittelmeerraum vor.

Beschreibung

Datei:Bupleurum fruticosum - Flora Graeca - vol. 3 - t. 263.jpg
Illustration aus Flora Graeca, Volume 3, Tafel 263
Datei:Bupleurum fruticosum in Jardin des plantes de Montpellier 02.jpg
Blütenstand
Datei:Bupleurum fruticosum - blossom (aka).jpg
Ausschnitt eines abgeblühten Blütenstandes, mit fleischigem, gelbem Stylopodium

Vegetative Merkmale

Das Strauchige Hasenohr ist ein immergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 2,5 Metern erreichen kann.<ref>Spence spricht von 2 bis 2,5 Metern</ref> Die sehr kurz gestielten Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Der Blattstiel ist halbstängelumfassend. Die ganzrandige, spitze bis rundspitzige oder stumpfe, öfters feinstachelspitzige Blattspreite<ref>Bupleurum fruticosum in der Flora Vascular.</ref> ist im Gegensatz zum Großteil der Doldenblütler ungeteilt. Die ledrige Blattspreite ist bei einer Länge bis ungefähr 12 Zentimetern lanzettlich bis verkehrt-eiförmig, -eilanzettlich. Die Blattoberseite ist glänzend, während die Unterseite mattgrün ist.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von April bis September. Die gelben, zwittrigen Blüten wachsen in 5 bis 25 Strahlen umfassenden Doppeldolden mit Hüllen und Hüllchen.<ref name="gartenpflanzen" /> Jede Blüte verfügt über fünf sehr kleine Kronblätter, Kelchblätter existieren nicht.

Die rippige Teilfrucht am Karpophor der Spaltfrucht ist bei einer Länge von bis zu 8 Millimetern eiförmig und schmal geflügelt.<ref name="kosmos" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14, seltener 24.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Das Strauchige Hasenohr ist im westlichen und zentralen Mittelmeerraum verbreitet,<ref name="kosmos" /> dort besonders in Südeuropa, Syrien und im westlichen Nordafrika. Es gibt Fundortangaben für Marokko, Algerien, Tunesien, Spanien, Gibraltar, Portugal, Frankreich, Korsika, Sardinien, Sizilien, Italien, Griechenland und den Libanon.<ref name="Euro+Med" /> In Großbritannien ist sie ein Neophyt.<ref name="Euro+Med" /> Das Strauchige Hasenohr wächst bevorzugt in Garigues oder Felsfluren, dort meist auf Kalkstein. Verbunden mit ihrem Habitat kann die Pflanze salzhaltige Winde gut tolerieren.<ref name="gartenpflanzen" />

In Spanien ist Bupleurum gibraltarium endemisch, welches mit Bupleurum fruticosum nah verwandt ist und sich von diesem hauptsächlich durch kleineren Wuchs und schmalere Laubblätter unterscheidet.<ref name="kosmos" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Bupleurum fruticosum erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 238.<ref name="Tropicos" />

Verwendung

Das Strauchige Hasenohr wird häufig als Gartenpflanze kultiviert.<ref name="kosmos" /> Es eignet sich bevorzugt für Hanglagen oder Küstengärten.<ref name="gartenpflanzen" />

Literatur

  • Robert Zander: Zander Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Fritz Encke, Günther Buchheim, Siegmund Seybold. 15. Auflage, korrigierter Nachdruck der 14. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-5072-7.
  • Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Was blüht am Mittelmeer? 3. Auflage. Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08104-4.
  • Marilena Idžojtić: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-444-64175-5, S. 104.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Bupleurum fruticosum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Bupleurum fruticosum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Euro+Med"> Ralf Hand (2011): Apiaceae. Bupleurum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="kosmos"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Was blüht am Mittelmeer? 3. Auflage. Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08104-4, S. 161. </ref> <ref name="gartenpflanzen"> </ref> </references>