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Der Held der westlichen Welt

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The Playboy of the Western World
Originaltitel: The Playboy of the Western World
Autor: John Millington Synge
Uraufführung Abbey Theatre Dublin, 26. Januar 1907
Theaterform Irisches Volksstück, Drama
deutsche Titel: Der Held der Westlichen Welt
Ein wahrer Held
Der Held des Westerlands
Der Gaukler von Mayo
Personen des Stückes
Christopher Mahon genannt Christy
Der alte Mahon sein Vater, ein Pächter
Michael James Flaherty genannt Michael James (ein Wirt)
Marggret Flaherty genannt Pegeen Mike (seine Tochter)
Witwe Quin eine Frau von etwa dreißig
Shawn Keogh Peegens Cousin, ein junger Bauer
Philly Cullan Kleinbauern
Jimmy Farrel
Sarah Tansey Dorfmädchen
Susan Brady
Honor Blake
Nelly

Der Held der westlichen Welt (Originaltitel englisch: The Playboy of the Western World) ist ein Theaterstück von John Millington Synge. Es wurde am 26. Januar 1907 im Abbey Theatre in Dublin uraufgeführt.

Handlung

Das Stück spielt Anfang des 19. Jahrhunderts im Wirtshaus des Michael James Flaherty an der Küste von Mayo, einer Grafschaft in Connacht im Nordwesten Irlands. Hier trifft Christy Mahon ein, ein junger Mann, der behauptet, seinen Vater getötet zu haben. Aus Verzweiflung hatte Christy seinen tyrannischen Vater geschlagen und war in panischer Angst geflohen, als der alte Mahon leblos liegen blieb. Nächtelang irrte er umher. Seine Geschichte, die er im Wirtshaus des Flaherty nur zögernd erzählt, reizt die Vorstellungskraft der Dorfbewohner. Solch ein „mutiger“ Mann war noch nie vorbeigekommen und „echte“ Männer gibt es kaum noch. Besonders Pegeen Mike, die Tochter des Wirts, zeigt sich an dem jungen Mann interessiert und möchte ihn erstmal als Schankburschen im Haus behalten, was ihrem Cousin Shawn überhaupt nicht gefällt. Er ist der einzige der Gäste, der in Christys Handeln eine Straf-, keine Heldentat sieht, doch findet seine Meinung kein Gehör.

Die Nachricht über das Erscheinen eines Mannes, der seinen Vater ermordet hat, verbreitet sich schnell und Christy sieht sich Anerkennung und Bewunderung mehrerer Dorfmädchen sowie der etwa dreißigjährigen Witwe Quin ausgesetzt, sehr zum Missfallen Pegeens.

Aufführung

Die auf einer wahren Begebenheit beruhende Tragikomödie wurde am 26. Januar 1907 im Dubliner Abbey Theatre uraufgeführt. Sie löste beim Publikum, das sich in seiner Ehre gekränkt sah, einen Theaterskandal aus. Zeugen berichten von stampfenden, buhrufenden Zuschauern, von betrunkenen Trinity-Studenten, die „God Save the Queen“, und Nationalisten auf der anderen Seite, die „God save Ireland“ und „A Nation once again“ grölten.<ref>Regina Standun: John Millington Synges „The Playboy of the Western World“, in: Stefan Neuhaus, Johann Holzner (Hrsg.): Literatur als Skandal. Fälle – Funktionen – Folgen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007.</ref> Die Kämpfe spielten sich zunächst im Theatersaal, später auf den umliegenden Straßen ab und mussten von der Polizei beendet werden. Irische Nationalisten meinten, dass das Stück nicht politisch genug sei und durch seine unmoralische Sprache die Würde Irlands, insbesondere der irischen Frauen verletze. Die Darstellung des ländlichen katholisch-irischen Unterschichtmilieus wurde von irischen Nationalisten wie dem Sinn-Féin-Führer Arthur Griffith als Verhöhnung empfunden. Synge selber schrieb in dem 21. Januar 1907 datierten Vorwort der Buchausgabe hingegen, er habe in The Playboy of the Western World wie in seinen anderen Stücken nur ein oder zwei Worte verwendet, die er nicht in der Landbevölkerung Irlands oder schon in seiner eigenen Kinderstube gehört habe, noch bevor er Zeitung lesen konnte.<ref name="bartleby-1010100">Preface. Synge, J.M. 1911. The Playboy of the Western World. In: bartleby.com. Abgerufen am 20. Januar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Schirmherr des Theaters, William Butler Yeats, sah sich in der Folge veranlasst, eine Verteidigungsrede zur Freiheit des Theaters zu halten. Obwohl die Pressemeinung bald gegen die Kritiker war und die Proteste (bekannt geworden als die Playboy Riots) verebbten, war das Abbey Theatre erschüttert und Synges nächstes (und letztes vollendetes) Stück The Tinker’s Wedding (1908) wurde aus Furcht vor neuen Störungen nicht aufgeführt. Heute zählt das Stück zu den Klassikern der Anglo-Irischen Literatur und zeichnet sich besonders durch die Verwendung des hiberno-englischen Dialekts aus.

Deutsche Übersetzungen

Moritaten

Hanns Eisler vertonte folgende Moritaten aus dem Stück: Lied von den Helden Irlands, Moritat, Volksmoritat, Choral und Caitrin und John.

Adaptionen (Film, Musical, Oper)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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