Publik-Forum
| Publik-Forum
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| Datei:Publik-Forum-Logo.svg | |
| Beschreibung | deutsche Zweiwochenzeitung |
| Verlag | Publik-Forum Verlagsgesellschaft mbH |
| Erstausgabe | 1972 |
| Erscheinungsweise | 14-täglich |
| Verkaufte Auflage | 31.828 Exemplare |
| (IVW 1/2026) | |
| Verbreitete Auflage | 33.441 Exemplare |
| (IVW 1/2026) | |
| Chefredakteur | Matthias Drobinski<ref>Matthias Drobinski, publik-forum.de, abgerufen am 26. Oktober 2022</ref> |
| Herausgeber | Leserinitiative Publik-Forum e. V. |
| Weblink | publik-forum.de |
| ISSN (Print) | 0343-1401 |
Publik-Forum ist eine 14-täglich erscheinende Zeitschrift mit Schwerpunkt auf kirchlichen, religiösen und gesellschaftlichen Themen. Sie steht dem Kirchenvolks-Begehren und der Initiative Kirche von unten nahe.
Verlagsgesellschaft
Das Magazin erscheint in der Publik-Forum Verlagsgesellschaft mbH mit dem Geschäftssitz in Oberursel. Die Gesellschafteranteile werden zu 55 % mehrheitlich von dem gemeinnützigen Verein Leserinitiative Publik-Forum e. V. gehalten. Der Trägerverein, der rund 800 Mitglieder<ref>Vereinsinformation. Abgerufen am 5. Dezember 2024.</ref> hat, wird durch den Vereinsvorsitzenden Hans-Jürgen Günther aus Rudolstadt vertreten.<ref>Vereinsmitteilung. Abgerufen am 5. Dezember 2024.</ref> Weitere Gesellschafter der Verlagsgesellschaft sind der Verlag selbst (vertreten durch Geschäftsführer Richard Bähr), die Redaktion (vertreten durch den Chefredakteur) und die Herausgeber (vertreten durch Mit-Herausgeber Norbert Copray) (Stand: 2010).<ref>Leserinitiative Publik-Forum e. V. Geschäftsbericht für das Jahr 2010, in: Mitgliederrundbrief April 2012 (PDF; 707 kB)</ref>
Geschichte
Vorgängerin von Publik-Forum war die Wochenzeitung Publik, die 1968 von der Katholischen Kirche in Deutschland gegründet und bis November 1971 finanziert wurde. Publik sollte die damalige Idee einer – durch das Zweite Vatikanische Konzil – erneuerten Kirche symbolisieren, die sich im Aufbruch befindet und einen offenen Dialog mit der gesamten Gesellschaft führt. Das Experiment wurde nach drei Jahren beendet, da die Redaktion und die Deutsche Bischofskonferenz<ref>Verlautbarung des Sekretariates der Deutschen Bischofskonferenz: Publik ist tot. In: Gesellschaft für Publizistik GmbH (Hrsg.): Publik. Frankfurt am Main 19. November 1971, S. 1.</ref> unterschiedlicher Meinung über die Inhalte der Zeitung waren. Die finanzielle Unterstützung wurde gestrichen; das hatte zur Folge, dass die Zeitung Publik eingestellt werden musste.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Würzburger Synode: Pressearbeit ( vom 27. Februar 2016 im Internet Archive)</ref>
Den neue Start für Publik-Forum<ref name=":0">Florian Bock: Der Fall „Publik“ – Katholische Presse in der Bundesrepublik Deutschland um 1968 (= Kommission für Zeitgeschichte [Hrsg.]: Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte. Reihe B / Forschungen. Band 128). Ferdinand Schöningh, Paderborn 2015, ISBN 978-3-506-76642-7, Die Geburt von Publik-Forum, S. 451–472.</ref> kam am 28. Januar 1972 von der (damals) römisch-katholischen Leserinitiative Publik (seit 2013: Leserinitivative Publik-Forum e. V.).<ref>Leserinitiative – Publik – Forum.de – christlich, kritisch, unabhängig – Kommentare. Abgerufen am 13. August 2021.</ref> Verantwortlich laut Impressum waren für die ersten sieben Ausgaben (Januar – Mai 1972) Heinz-Wilhelm Brockmann und Werner Schwaderlapp.<ref>Impressum. In: Leserinitiative Publik (Hrsg.): Publik-Forum. Jahrgang 1, Nr. 1–7. Frankfurt 1972, S. 2.</ref> Ab Nr. 8 fungierten sie als Herausgeber. Verantwortlich war nun der ehemalige Publik-Redakteur Harald Pawlowski<ref name=":1">Impressum. In: Leserinitiative Publik (Hrsg.): Publik-Forum. Jahrgang 1. Nr. 8, Frankfurt, 2. Juni 1972, S. 2.</ref>, Gründungsredakteur und bis 1999 Chefredakteur, später auch Herausgeber sowie Ehrenherausgeber. Die „Ständigen Mitarbeiter“ von Publik-Forum kamen aus der ehemaligen Publik-Redaktion: „Leopold Glaser, Peter Hertel, Thomas Jordan, Ernst Klee, Friedhelm Merz, Gisela Strack, Franz-Josef Trost und Günter Walter“.<ref name=":1" /> Der Wirtschaftsjournalist Wolfgang Kessler war von 1999 bis 2019 Chefredakteur.
Heute versteht sich Publik-Forum als ökumenische Zeitung. Knapp 60 Prozent der Leser sind laut einer Leserbefragung katholisch, etwa ein Drittel evangelisch (Stand 2009).<ref>Publik-Forum: Mediadaten und Leseranalyse (PDF; 2,91 MB)</ref> Prägend ist nach wie vor ein ausgesprochen linkskatholisches Profil.
Weitere Produkte des Verlags sind
- das Publik-Forum EXTRA, das monatlich im Wechsel als EXTRA Thema und EXTRA Leben erscheint,
- der wöchentlich per E-Mail verschickte Weisheitsletter,
- der kostenlose tägliche Spiritletter.
- Ein Versandbuchhandel mit ausgewählten Produkten – wie handsignierten Büchern prominenter Autoren – rundet das Angebot ab.
Die Buchproduktionen zu kirchlich-religiösen und sozialen Themen wurden 2017 mangels Rentabilität weitgehend eingestellt.<ref>Leserinitiative Publik-Forum: Mitgliederrundbrief Dezember 2017 (PDF; 475 kB)</ref> Die Jugendzeitschrift provo, die teilweise von Jugendlichen selbst verfasst wurde, war bereits 2012 eingestellt worden.
Der langjährige Claim Zeitung kritischer Christen wurde 2010 durch kritisch – christlich – unabhängig ersetzt.
Publik-Forum liefert der schweizerischen Zeitschrift Aufbruch – Zeitung für Religion und Gesellschaft achtmal jährlich den 32 Seiten umfassenden Kernteil, während die Zeitschrift Aufbruch ihren Mantelteil von 16 Seiten jeweils selber erstellt.
Auszeichnungen
- 1989: Herbert-Haag-Preis
- 2007: Bremer Friedenspreis in der Kategorie Öffentlicher Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung<ref>Friedenspreis 2007 | die schwelle. Abgerufen am 13. August 2021.</ref>
- 2011: Integrationspreis der Stiftung Apfelbaum
Weblinks
Einzelnachweise
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