Wolfgang Maria Bauer
Wolfgang Maria Bauer (* 9. Juni 1963 in München) ist ein deutscher Schauspieler, Autor und Regisseur. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er durch die Rolle des Kommissars Viktor Siska in der ZDF-Krimiserie Siska, welche er von 2004 bis 2008 verkörperte.
Leben und Karriere
Wolfgang Maria Bauer wurde als Sohn eines Gymnasialprofessors und einer Sportlehrerin geboren.<ref name="munzinger">Wolfgang Maria Bauer im Munzinger-Archiv, abgerufen am 5. Juli 2022 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Er studierte Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und besuchte anschließend von 1986 bis 1990 die Staatliche Schauspielschule Stuttgart.<ref>Wolfgang Maria Bauer bei Crew United, abgerufen am 1. September 2021</ref> Danach spielte er in verschiedenen Theaterhäusern, u. a. gehörte er drei Jahre lang zum Ensemble des Residenztheaters München und spielte in der Romeo und Julia-Inszenierung von Leander Haußmann den Mercutio. Zu seinen weiteren Stationen gehörten Berliner Ensemble, Deutsches Theater Berlin, Schauspielhaus Hamburg, Zürich, Burgtheater Wien und Salzburger Festspiele.
Von 2000 bis 2005 war er Oberspielleiter am Theater in Heidelberg.<ref>Wolfgang Maria Bauer beim Anhaltischen Theater, abgerufen am 20. November 2024</ref> Seit 2014 ist er erneut Oberspielleiter, am Stadttheater Landshut. Als Regisseur hat er mittlerweile etwa 50 Inszenierungen an deutschsprachigen Theatern erarbeitet.
Wolfgang Maria Bauer hat 10 Theaterstücke verfasst, die im S. Fischer Verlag erschienen und im deutschsprachigen Raum und auch im Ausland gespielt wurden. 2025 erschien sein Debütroman Kaltblut im C. Bertelsmann Verlag.<ref>Wolfgang Maria Bauer, Schauspieler: Mit „Kaltblut“ sein Debütroman. Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 10. November 2025 (Radio).</ref>
Engagement
Wolfgang Maria Bauer ist aktives Mitglied der deutschen Autorennationalmannschaft (Autonama) im Fußball. In seiner Jugend spielte er u. a. beim TSV 1860 München<ref>Andreas Hilliger: Wolfgang Maria Bauer: Mann mit vielen Talenten. Mitteldeutsche Zeitung, 11. Januar 2011, abgerufen am 7. Januar 2025.</ref> und im späteren Verlauf als Mittelstürmer bei der Spielvereinigung Unterhaching<ref name="munzinger" /> und beim TSV München Großhadern.
Er arbeitet zudem mit Kindern in Guadalajara, Mexiko, für seine Organisation „Theater ohne Grenzen“ (Egidius Braun Stiftung DFB).
Filmografie (Auswahl)
<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />
- 1992: Zum Greifen nah<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Veit Helmer: Zum Greifen nah ( vom 2. Juli 2011 im Internet Archive)</ref>
- 1993–2015: Tatort (Fernsehreihe)
- 1993: Ein Sommernachtstraum
- 1995: Rückfällig
- 2010: Nie wieder frei sein
- 2012: Der tiefe Schlaf
- 2013: Die Fette Hoppe
- 2015: Der Irre Iwan
- 1995: Kabel und Liebe<ref>www.imdb.de</ref>
- 1995: Rückfällig<ref>www.daserste.de</ref>
- 1996: Irren ist männlich
- 1996: Und keiner weint mir nach<ref>www.dieterwunderlich.de</ref>
- 1997: Die Musterknaben
- 1998: Der Schnapper<ref>www.wunschliste.de</ref>
- 1998: Der Alte – Episode 240: Schlagt ihn tot
- 1999: Der Solist – Kein Weg zurück
- 2000: Ein starkes Team: Bankraub (Fernsehfilm)
- 2000: Der Alte – Der Schatten des Todes
- 2002: Die Rosenheim-Cops – Hopfen und Malz
- 2002: 666 – Traue keinem, mit dem du schläfst!
- 2003: Polizeiruf 110 – Tiefe Wunden<ref>www.daserste.de</ref>
- 2005: Der Bulle von Tölz: Kochkünste
- 2004–2008: Siska (Fernsehserie)
- 2008: Die Rosenheim-Cops: Eine Mordsrechnung (Fernsehserie)
- 2009: Pfarrer Braun – Glück auf! Der Mörder kommt!
- 2010: Das Traumschiff – Indian Summer (Fernsehfilm)
- 2010: Die Zeit der Kraniche (Fernsehfilm)
- 2011, 2017: SOKO 5113
- 2011: Die Dienstagsfrauen … auf dem Jakobsweg zur wahren Freundschaft
- 2011: Marie Brand und der Moment des Todes
- 2012: Die Wand
- 2013: München 7
- 2013: Der große Schwindel
- 2013: Borgia (Fernsehserie)
- 2014: Pfarrer Braun: Brauns Heimkehr
- 2014: Crossing Lines: Undercover (Fernsehserie)
- 2015: Letzte Spur Berlin – Monster (Fernsehserie)
- 2015: Kommissarin Lucas – Der Wald (Fernsehreihe)
- 2016: Polizeiruf 110 – Und vergib uns unsere Schuld
- 2016: Das Verschwinden (TV-Film)
- 2016: Großstadtrevier (Fernsehserie, 1 Folge)
- 2017: Hindafing (Fernsehserie)
- 2017–2019, 2022–2024: Marie fängt Feuer (Fernsehreihe, 14 Folgen)
- 2018: Kill Me Today, Tomorrow I’m Sick! (Kinofilm)
- 2019: Hubert ohne Staller (Fernsehserie, 1 Folge)
- 2019: In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte – Ganz in Weiß (Fernsehfilm)
- 2020: Unter Verdacht: Evas letzter Gang
- 2020: In aller Freundschaft (Fernsehserie, Folge Achterbahn)
- 2020: Wilsberg (Fernsehserie, Folge Alles Lüge)
- 2020: Frühling – Liebe hinter geschlossenen Vorhängen
- 2021: Nie zu spät
- 2022: SOKO Stuttgart (Fernsehserie, Folge Vater gesucht)
- 2022: Die Kanzlei (Fernsehserie, Folge Der Wert des Lebens)
- 2024: Halb Zehn<ref>https://cultcritic.co/boxoffice/titles/362810/halb-zehn</ref>
Werke (Auswahl)
- Der Räuber Kneißl
- Bayernsonate
- Der Brandner Kaspar kehrt zurück<ref>Wolfgang Maria Bauer u. a.: Theater Theater - Aktuelle Stücke 28. 2017 (fischerverlage.de [abgerufen am 4. November 2023]).</ref>
- Der kleine Wolperdinger (7+)
- Der Schatten eines Fluges - Die Geschichte von Mathias Kneißl
- Der Zikadenzüchter
- Fata Morgana
- In den Augen eines Fremden<ref>Wolfgang Maria Bauer u. a.: Theater Theater - Aktuelle Stücke 3. 1993 (fischerverlage.de [abgerufen am 4. November 2023]).</ref>
- Julie, Traum und Rausch (nach Motiven August Strindbergs …)<ref>Wolfgang Maria Bauer: Julie, Traum und Rausch. 1996 (bib-bvb.de [abgerufen am 15. Februar 2023]).</ref>
- Kirsche in Not!
- Madam Bäurin
- Nanou
- Späte Wut
- Wir hätten gewinnen müssen
Theaterstücke als Regisseur (Auswahl)
- 1999: Don Carlos von F. Schiller am Deutschen Nationaltheater Weimar<ref>harald_schwaiger.castforward.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )</ref>
- 1999: Die Räuber von F. Schiller am Theater der Stadt Heidelberg<ref name="Holzheim">AGENTUR MONICA HOLZHEIM. In: agentur-holzheim.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 15. Februar 2023.</ref>
- 2000: Gespenster von Henrik Ibsen am Theater der Stadt Heidelberg<ref name="Holzheim" />
- 2001: Caligula von Albert Camus am Theater der Stadt Heidelberg<ref name="Holzheim" />
- 2001: Hamlet von William Shakespeare am Theater der Stadt Heidelberg<ref>Fischer Theater Medien. Abgerufen am 15. Februar 2023.</ref>
- 2001: Glaube Liebe Hoffnung von Ödön von Horváth am Münchner Volkstheater<ref>Verena Richter: Der Mensch als Bestie. In: Welt am Sonntag. 25. März 2001, abgerufen am 30. Dezember 2018.</ref>
- 2002: Die Jungfrau von Orleans von F. Schiller am Theater der Stadt Heidelberg
- 2006: Die Möwe von A. Tschechow am Luisenburg-Festspiele<ref name="Luise"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wolfgang Maria Bauer ( vom 16. Mai 2014 im Internet Archive)</ref>
- 2007: Im weißen Rößl von Ralph Benatzky am Theater Heilbronn<ref>Karel Spanhak, Im weißen Rössl. Abgerufen am 15. Februar 2023.</ref>
- 2008: Bunbury von O. Wilde am Theater Heilbronn
- 2011/2012: Tolles Geld oder Armut ist keine Schande von Alexandr N. Ostrowskis am Anhaltischen Theater Dessau
- 2012: Preparadise sorry now von Rainer Werner Fassbinder am Schauspiel Leipzig<ref>Leipzig in Sachsen. Abgerufen am 15. Februar 2023.</ref>
- 2014: Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang von Goethe am Luisenburg-Festspiele<ref name="Luise" />
- 2023: Leben des Galilei von Bertolt Brecht am Landestheater Niederbayern<ref>http://www.landestheater-niederbayern.de</ref>
- 2023: Der Brandner Kaspar 2 – Er kehrt zurück von Wolfgang Maria Bauer am Luisenburg-Festspiele<ref>Der Brandner Kaspar 2. Abgerufen am 15. Februar 2023.</ref>
- 2025: "Der Räuber Kneißl" von Wolfgang Maria Bauer am Landestheater Niederbayern<ref>[1]</ref>
Theaterstücke als Schauspieler (Auswahl)
- 1993: Mercutio in Romeo und Julia von William Shakespeare am Residenztheater München inszeniert von Leander Haußmann
- 1998: St. Just in Dantons Tod von Georg Büchner am Salzburger Festspiele und Berliner Ensemble inszeniert von Robert Wilson<ref>danton07. Abgerufen am 15. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 1999: Edmund in König Lear von William Shakespeare am Deutschen Schauspielhaus Hamburg inszeniert von Dimiter Gotscheff<ref name="spiegel-10630236">Urs Jenny: Brütender Riese. In: Der Spiegel. Nr. 13, 1999 (online).</ref>
- 2005: Adam Brant in Trauer muss Elektra tragen von Eugene O’Neill am Theater Bonn inszeniert von Klaus Weise<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
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Auszeichnungen
- 1993: Dr.-Otto-Kasten-Preis
- 1994: Dramatikerpreis des Deutschen Goethe-Instituts im Rahmen der 19. Mülheimer Theatertage STÜCKE 94 für „In den Augen eines Fremden“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mülheimer Theatertage NRW ( vom 9. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref>
- 1995: Bayerischer Staatspreis Schauspiel
- 1998: Bayerischer Kunstförderpreis für Literatur<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kunstförderpreise in der Sparte Literatur ( vom 20. Oktober 2010 im Internet Archive)</ref>
- 2025: Gewinner des Debütantensalons der Erfurter Herbstlese (mit dem Roman „Kaltblut“)
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Wolfgang Maria Bauer bei Crew United
- Wolfgang Maria Bauer bei filmportal.de
- Wolfgang Maria Bauer bei castupload.com
- Wolfgang Maria Bauer bei der Agentur unit|one
- Leseprobe – In den Augen eines Fremden (PDF; 152 kB) Deutscher Theaterverlag
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bauer, Wolfgang Maria |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 9. Juni 1963 |
| GEBURTSORT | München |