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Guatiza

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Guatiza
Gemeinde Teguise
Datei:Guatiza village on Lanzarote, June 2013 (5).jpg
Guatiza, Blick von Westen
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Vorlage:Platzhalterbild
Hilfe zu Wappen
Basisdaten
Land: SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien
Autonome Gemeinschaft: Kanarische InselnDatei:Flag of the Canary Islands.svg Kanarische Inseln
Provinz: Las Palmas
Insel: Lanzarote
Comarca: Vorlage:Metadaten Comarca ES
Gerichtsbezirk: Vorlage:Metadaten Gerichtsbezirk ES
Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city(888) 29° 4′ N, 13° 29′ WKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city(888) 29° 4′ N, 13° 29′ W
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Einwohner: 888 (2023) INE
Postleitzahl(en): 35544
Ortskennzahl: 35024000600

Guatiza ist ein Ort auf der zu Spanien gehörenden Kanareninsel Lanzarote in der Gemeinde Teguise. Das Dorf ist vor allem wegen seiner ausgedehnten Opuntienfelder und einem Kaktusgarten bekannt. Guatiza hat 888 Einwohner (Stand: 2023).<ref>Instituto Nacional de Estadística</ref>

Geschichte

Datei:Teguise Guatiza - Avenida Garafia - Cochenille 07 ies.jpg
Opuntienfelder nördlich von Guatiza
Datei:Teguise Guatiza - Calle Ramirez Cerda - Iglesia Santo Gusto 07 ies.jpg
Kirche Santo Cristo de las Aguas
Datei:Jardín de cactus pano.jpg
Kakteengarten

Oberhalb des Ortes Guatiza gab es bereits im 16. Jahrhundert erste Ansiedlungen, diese lagen westlich der heutigen Ortsumgehungsstraße, dort wo sich der Friedhof am Hang des Berges befindet. Die Siedlung war vom Meer aus sichtbar und wurde mehrfach von Piraten geplündert. Daher zogen die Bewohner ins tieferliegende heutige Ortsgebiet um, wo die Vulkankegel Volcan de Guenia, Tinamala, La Caldera und Las Calderetas Sichtschutz boten.

Wirtschaft

In und um Guatiza und dem zwei Kilometer nördlich gelegenen Nachbarort Mala, liegen hinter niedrigen Mauern ausgedehnte Opuntienfelder. Einst waren sie ein bedeutender Erwerbungszweig auf der Insel: Auf den Kakteenscheiben züchtete man die Cochenille-Schildlaus, um daraus den begehrten roten Farbstoff Karminsäure zu gewinnen. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Lanzarote ein wichtiger Lieferant dieses Rohstoffs. Seit der Erfindung synthetischer Farbstoffe verlor das Cochenille-Rot an Bedeutung, in kleinem Umfang wird es unter anderem noch in Kosmetika verwendet, auch der bekannte Campari verdankte einst seine intensive rote Farbe aus der Läusezucht. Für ein Kilogramm Karminrot müssen rund 150.000 Larven von den Kakteen geschabt werden. Die weiblichen Schildläuse wurden in kleinen Säckchen auf die Blätter der Kakteen übertragen<ref>https://www.guatiza.com/la-cochinilla/, Homepage der Gemeinde, spanisch</ref>.

Sehenswürdigkeiten

Guatiza hat sich hauptsächlich entlang einer Eukalyptusallee ausgebreitet. Etwas östlich davon steht die einschiffige Parroquia Santo Cristo de las Aguas. Die Kirche wurde 1915 erbaut und wird auch von den Gläubigen des Nachbarortes Mala zu den Gottesdiensten besucht.<ref>Baedeker Reiseführer Lanzarote. Karl Baedeker Verlag, Ostfildern 2019, ISBN 978-3-8297-4655-7, S. 81.</ref> Sie verfügt über einen zwiebelturmförmigen Aufsatz und eine kleine Laterne. Ecken und Kanten des weißen Gotteshauses sind mit schwarzem Vulkanstein abgesetzt.

Der 1990 eröffnete Kakteengarten Jardín de Cactus am nördlichen Ortsrand wurde von dem Künstler César Manrique gestaltet. Er beherbergt eine rund 1400 Arten umfassende Sammlung Kakteen aus aller Welt. Der wie ein Amphitheater angelegte Garten wird von einer restaurierten Windmühle überragt, die als Wahrzeichen von Guatiza fungiert.

Barranco de Tenegüime

Datei:Campylanthus salsoloides kz2.JPG
Kanaren-Krummblüte
Datei:Barranco de Tenegüime, Guatiza.jpg
Barranco de Tenegüime

Westlich von Guatiza ist der Barranco de Tenegüime für seine endemische Flora bekannt, zu der u. a. die Kanaren-Krummblüte (Campylanthus salsoloides) gehört, die dort zahlreich am Wegrand steht.<ref>Rolf Goetz: Flora der Kanarischen Inseln. Rother Naturführer, München 2017, ISBN 978-3-7633-6102-1, S. 104.</ref> Auch Kanaren-Sonnenröschen (Helianthemum canariense) und Kanaren-Lavendel (Lavandula canariensis) können hier entdeckt werden. Die Erosionsschlucht ist seit 1987 als Naturschutzgebiet ausgewiesen<ref>Paisaje Protegido de Tenegüime</ref>, sie kann auf einem mitunter etwas felsigen Pfad erwandert werden.<ref>Rolf Goetz: Rother Wanderführer Lanzarote. 8. Auflage. Bergverlag Rother, München 2025, ISBN 978-3-7633-4896-1, S. 77 ff.</ref>

Sport

In Guatiza ist der 1987 gegründete Fußballverein Guatiza atlético beheimatet.

Weblinks

Commons: Guatiza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />