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Zyklon

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Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Zyklon brasilien.jpg
Datei:Tropical Cyclone 4B (1999).jpg
Zyklon vor der indischen Küste

Als Zyklon (<templatestyles src="IPA/styles.css" />[t͡syˈkloːn]; von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) werden in der Meteorologie die tropischen Wirbelstürme im Indischen Ozean (Golf von Bengalen und Arabisches Meer) und im Südpazifik bezeichnet. Auch die im Indischen Ozean südlich des Äquators vorkommenden heftigen Wirbelstürme im Bereich von Mauritius, La Réunion, Madagaskar und der afrikanischen Ostküste sowie in der australischen Region werden als Zyklone bezeichnet. In Australien werden die Zyklone traditionell auch „Willy-Willy“ genannt. Ebenfalls als Zyklon bezeichnet wurden die bislang äußerst selten entstandenen tropischen Wirbelstürme im Südatlantik, sofern sie Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke erreichten.

Entstehungsgebiete von Zyklonen

Zyklone haben drei Hauptentstehungsgebiete:

Nördlicher Indik

Die Hauptgefahr der tropischen Zyklone im Nordindik entsteht in den niedrigen Küstengebieten Ostindiens, Bangladeschs und Myanmars durch die mitunter mehr als zehn Meter hoch auflaufenden Wellen. Hinzu kommen Überschwemmungen durch die oft sehr hohen Niederschlagsmengen, die ein tropischer Wirbelsturm mit sich führt. Als folgenschwerster Zyklon überhaupt gilt der Zyklon in Ostpakistan 1970, bei dem 300.000 bis 500.000 Menschen ums Leben kamen. Einer der schwersten Zyklone in den vergangenen Jahren traf am 29./30. Oktober 1999 mit Windgeschwindigkeiten über 260 km/h auf das Festland von Ostindien. Über 50 Schiffe sanken im Hafen von Paradeep (einem der Hauptseehäfen des indischen Staats Odisha), über 10.000 Menschen starben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DRK-Hilfen nach Wirbelsturm in Indien (Memento vom 28. März 2008 im Internet Archive)</ref><ref>Stürme, Hochwasser und Dürre (tagesschau.de-Archiv) – Nicht erreichbar am 20. Februar 2016.</ref><ref>Helfer rechnen mit noch mehr Toten (tagesschau.de-Archiv wordpress.com) 7. Mai 2008, nicht erreichbar am 20. Februar 2016.</ref>

Signifikante Zyklone im nördlichen Indik (Auswahl)
Datei:Mocha 2023-05-13 1640Z-2110Z.gif
Satelliten-Track Mocha vom 13. Mai 2023
Datei:2023 JTWC 01B forecast map.io0123.gif
Zugbahn-Vorhersage Mocha 14. Mai 2023

Naturkatastrophen Sturm, geographixx.de, Christian Renner, 2006–2012, zuletzt abgerufen am 20. Februar 2016. – Listet Stürme vom 10. August 1856 bis 21. Oktober 2000</ref>

  • 25. Oktober–3. November 1999, Ostindien: Namenlos, über 10.000 Tote
  • 11.–16. November 2007, Bangladesch: Sydr, min. 3.447 Tote
  • 7. April–3. Mai 2008, Myanmar: Nargis, Kategorie 2, rund 130.000 Tote
  • 21. Februar 2016: Winston
  • 17.–21. Mai 2016, Sri Lanka, Indien, Bangladesch: Roanu
  • Anfang Dezember 2017, Sri Lanka, Indien: Ockhi, 16 Tote am 1. Tag<ref>Zyklon fordert 16 Menschenleben in Indien und Sri Lanka. In: news.orf.at. 1. Dezember 2017, abgerufen am 2. Dezember 2017.</ref>
  • 26. April bis 5. Mai 2019, Indien: Fani, Kategorie 4, mind. 56 Tote
  • 20.–21. Mai 2020, Indien, Bangladesch: Amphan
  • Mitte Mai 2023, Golf von Bengalen, Bangladesch, Myanmar: Mocha, mindestens 400 Tote oder Vermisste, vor allem Angehörige der Rohingya<ref>Mindestens 400 Tote nach Zyklon "Mocha" in Myanmar. In: tagesschau.de. 16. Mai 2023, abgerufen am 16. Mai 2023.</ref><ref name=":0" />
    • Landgang am 14. Mai bei Sittwe im Grenzgebiet von Bangladesch und Myanmar, schließlich Kat. 5 mit Windstärken über 315 km/h und Wellenhöhen von bis zu 15 Metern.<ref>z. B. „Kachelmannwetter“ gemäß Satelliten-Radar</ref> Im Vorfeld waren aus den betreffenden Küstenregionen Bangladeschs und Myanmars 400.000 Menschen evakuiert worden. Auch das „größte Flüchtlingslager der Welt“ war betroffen, Kutupalong in Bangladesch.<ref>deutschlandfunk.de: Golf von Bengalen - Zyklon "Mocha" erreicht Küste - Drei Tote. 14. Mai 2023, abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> Mocha wurde als schlimmster in der Region aufgetretener Zyklon der letzten 20 Jahre bezeichnet.<ref>Z. B. 20:00-ARD-Tagesschau vom 13. Mai 2023 abends</ref><ref name=":0">Mindestens 400 Tote nach Zyklon »Mocha« in Myanmar, Der Spiegel, 16. Mai 2023, abgerufen am 16. Mai 2023.</ref>

Südwestlicher Indik

Im südwestlichen Indik führen Zyklone vor allem durch ergiebige, andauernde Steigungsregen in dem schroffen Bergland von Réunion und Madagaskar zu Erdrutschen und Sturzfluten. In der flachen Küstenregion Mosambiks kommt es zu weitflächigen Überschwemmungen.

Bedeutende Zyklone im südwestlichen Indik (Auswahl)

Gewässer um Australien

Südlicher Pazifik

Im südlichen Pazifik besteht Gefahr vor allem durch die oft nur geringe Höhe über dem Meeresspiegel der Inselwelt Ozeaniens:

  • Zyklon Pam: März 2015, Vanuatu<ref>https://www.tagesschau.de/ausland/fidschi-zyklon-101.html Zyklon „Winston“ wütet über Fidschi-Inseln, tagdesschau.de, 20. Februar 2016</ref>
  • 20. Februar 2016: Zyklon Winston, Fidschi-Inseln: Kategorie 5, Spitzen bis zu 300 km/h, tausende Häuser und einige Brücken zerstört oder beschädigt, meldete die Luftwaffe Neuseelands nach Überflügen. Die meisten Hotelanlagen wurden nicht so schwer beschädigt:

„Der Strom wurde in Teilen der Hauptinseln wiederhergestellt, aber viele […] Inseln […] von der Außenwelt abgeschnitten. […] Wege durch Erdrutsche verschüttet.“ 21 Tote laut Nachrichtenportal FijiVillage.<ref>Zyklon "Winston" mit 325 km/h über Fidschi - news.ORF.at. In: newsv2.orf.at. 20. Februar 2016, abgerufen am 15. März 2024.</ref><ref>Mehr als 20 Tote nach Zyklon auf Fidschis - news.ORF.at. In: newsv2.orf.at. 22. Februar 2016, abgerufen am 15. März 2024.</ref>

Sonstiges

Vielfach werden die Bezeichnungen für einen tropischen Wirbelsturm im Indischen Ozean (der Zyklon, Pl. die Zyklone) und ein Tiefdruckgebiet im Allgemeinen (die Zyklone, Pl. die Zyklonen) verwechselt.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Zyklone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Zyklon – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.

Einzelnachweise

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