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Kleinwittenberg

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Kleinwittenberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(780)&title=Kleinwittenberg 51° 52′ N, 12° 37′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(780) 51° 51′ 58″ N, 12° 36′ 33″ O
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Höhe: 72 m
Fläche: 1,15 km²
Einwohner: 780 (31. Dez. 2019)<ref>Statistischer Bericht 2019. (ODF; 2,5 MB) Stadt Wittenberg, S. 14, abgerufen im September 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 677 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Postleitzahl: 06886
Vorwahl: 03491
Kleinwittenberg (Sachsen-Anhalt)
Kleinwittenberg (Sachsen-Anhalt)
Lage von Kleinwittenberg in Sachsen-Anhalt

Kleinwittenberg ist ein Ortsteil von Lutherstadt Wittenberg. Er liegt etwa zwei Kilometer westlich des Stadtzentrums direkt am Elbufer.

Geschichte

Kleinwittenberg wurde 1817 gegründet. In den Befreiungskriegen wurden 1813 die Vorstädte Wittenbergs zerstört und brannten ab, als die von den Franzosen besetzte Festung durch preußische Truppen beschossen wurde. Um den dort ausgesiedelten Menschen eine neue Heimstatt zu schaffen, entstanden neue Bauplätze in den Wittenberger Vorstädten.

In einer zeitgenössischen Zeitung heißt es: „Die neue Vorstadt soll den Namen Kleinwittenberg erhalten. Sie liegt am linken Elbufer, 1800 Schritte weit von der Stadt, dem schönen Eichenwäldchen, das unsre Rothemark umschließt, in einiger Entfernung südlich gegenüber, reicht nördlich bis an die anhaltische Poststraße, und wird auf der Abendseite von dem pistritzer Bach begrenzt.“<ref>Nationalzeitung der Deutschen. Jahrgang 1816. Becker, Gotha 1816, S. 633.</ref>

Durch Gräben und Pappelanpflanzungen wurden eine Hauptstraße und mehrere Querstraßen abgegrenzt, es entstanden 63 Baustellen mit Hof- und Gartenräumen. Ein Platz für eine Schule für die neue Vorstadt und das nahegelegene Dorf Piesteritz wurde festgelegt.

In Kleinwittenberg befand sich während des Ersten Weltkriegs ein Kriegsgefangenenlager, das aus 55 Baracken, einem Lazarett und Wirtschaftsgebäuden auf 12 ha Fläche bestand. Hier waren 16.000 russische, französische, englische und italienische Gefangene untergebracht. Das Lager befand sich zwischen Dessauer Straße und Bahnlinie.<ref>Heinrich Kühne: Vom Kriegsgefangenenlager 1914–18 in Kleinwittenberg. In: Heimatkalender 1998. Drei Kastanien Verlag, Lutherstadt Wittenberg 1997, S. 100–101.</ref>

Kleinwittenberg war jahrzehntelang ein vorwiegend von Fischern und Elbschiffern bewohnter Vorort Wittenbergs. Durch die abnehmende Bedeutung der Elbschifffahrt wurden die einstigen Hafenanlagen zum größten Teil nicht mehr benötigt und verfielen. Heute sind nur noch der Schutzhafen und zwei Anleger für Fahrgastschiffe in Betrieb.

Kleinwittenberg war eine selbstständige Gemeinde im Landkreis Wittenberg. Am 1. Juli 1950 wurde sie nach Lutherstadt Wittenberg eingemeindet.

Bevölkerung

Jahr Einwohner
1933 1.919
1939 1.874
Jahr Einwohner
1992 1.037
2003 1.000
2006 979
Jahr Einwohner
2009 918
2012 898
2015 888

Quellen:<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lutherstadt Wittenberg. Statistischer Informationsdienst. Nr. 12/2004 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. November 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wittenberg.de (PDF; 776 kB), S. 26.</ref><ref>Lutherstadt Wittenberg. Statistischer Informationsdienst. Nr. 14/2006 (PDF; 695 kB), S. 14.</ref><ref>Trendwende? Wittenberg freut sich wieder über mehr Bewohner. In: Mitteldeutsche Zeitung. 16. Dezember 2016.</ref>

Datei:Christuskirche Wittenberg.jpg
Christuskirche

Sehenswürdigkeiten

Datei:2001-01-13 Lutherstadt-Wittenberg-West.jpg
Ehemaliger Haltepunkt Lutherstadt Wittenberg West

Verkehr

2015 entstand der neue Bahnhof Lutherstadt Wittenberg-Piesteritz zwischen den Haltepunkten Lutherstadt Wittenberg West und Lutherstadt Wittenberg-Piesteritz Werkbf,<ref>Neuer Haltepunkt Lutherstadt Wittenberg-Piesteritz. In: Bahnhofsprogramm Sachsen-Anhalt.</ref> sodass der ursprüngliche Haltepunkt in Kleinwittenberg aufgegeben wurde.<ref>Ende der Haltestelle Wittenberg West. Es war einmal in West. In: Mitteldeutsche Zeitung. 3. August 2015.</ref>

Söhne und Töchter von Kleinwittenberg

Literatur

  • Karl Jüngel: Kleinwittenberg: ein geschichtlicher Rückblick. Drei Kastanien Verlag, Lutherstadt Wittenberg 2014, ISBN 978-3-942005-41-8.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

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