Das Tropenhaus unterscheidet sich von anderen Gewächshäusern durch seine hohe Durchschnittstemperatur und den hohen Luftfeuchtegrad. Es wird aufgrund dieser Eigenschaften auch als Warmhaus bezeichnet.
Das Tropenhaus ist Heimat für Pflanzen und Tiere, die ein tropisches oder subtropischesKlima benötigen. Um möglichst optimale Lebensbedingungen zur Verfügung zu stellen, haben zoologische und botanische Gärten schon im 19. Jahrhundert begonnen, Gebäude mit künstlich aufgezogenen Ökosystemen zu errichten. Tropenhäuser sind meist als Stahlskelettbau ausgeführt und mit Glas- oder Kunststofffenstern ausgestattet. Neben einer schlank wirkenden Konstruktion ist so hauptsächlich der benötigte Lichteinfall gesichert. Zur optimalen Bewässerung, Beregnung und Belüftung der Anlage muss eine eigene, aufwendige Steuerung eingerichtet werden.
Das Innere des Gebäudes wird dem tropischen Regenwald nachempfunden und mit Vögeln, Reptilien und Amphibien bevölkert. Der Besucher hat die Möglichkeit, auf festgelegten Wegen das künstliche Ökosystem zu durchschreiten und die Zusammenhänge genauer kennenzulernen.<ref>Brockhaus Enzyklopädie, Ausgabe 2006, Artikel Tropenhaus.</ref>