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Arithmeum

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Datei:Arithmeum von Norden.jpg
Fassade des Arithmeums, im August 2007

Das Arithmeum ist ein Ausstellungsgebäude im Forschungsinstitut für Diskrete Mathematik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, welches zur Vermittlung von wissenschaftlichen und technischen Fakten dient. Die Bezeichnung stellt eine Zusammensetzung aus den Begriffen „Arithmetik“ und „Museum“ dar. Es wurde vom Institutsdirektor Bernhard Korte gegründet, der hier auch seine private Sammlung von Rechenmaschinen einbrachte. Im Jahr 2008 gehörten 4500 Rechenmaschinen, 2000 Bücher, 800 Kunstwerke und 500 historische Computer zur Sammlung.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (vom 24. Juni 2008).</ref> Das Gebäude liegt an der südwestlichen Ecke des Hofgartens. Seit 2003 ist Ina Prinz die Direktorin des Museums.

Gebäude

Der Museumsbau aus dem Jahre 1998 (Architekten: Wilfried Pilhatsch, Sepp Rössle)<ref>Ingeborg Flagge (Hrsg.); Ingeborg Flagge, Anette Hellmuth: Gothaer Architekturführer Bonn: Stadtführer zeitgenössischer Architektur. Verlag Das Beispiel, Darmstadt 2001, ISBN 978-3-935243-07-0, Objekt Nr. 18.</ref> wurde mit einer Stahl-Glas-Fassade versehen mit der Intention, die „Transparenz der Wissenschaft“ zu verdeutlichen. Zusätzliche schattenspendende Elemente und Fluchtbalkone bilden den Übergang zum umgebenden Luftraum.

Das Gebäude drückt eine Symbiose von Wissenschaft, Technik und Kunst aus.

Ausstellungen

Datei:Arithmeum Calculating Machines.jpg
Rechenmaschinen im Arithmeum (an einer senkrechten Wand befestigt) (2008)

Die ständige Ausstellung „Rechnen einst und heute“ liefert anschauliche Beispiele für die Entwicklung des maschinellen Rechnens. Gezeigt werden neben historischen Rechenmaschinen auch Rechenhilfsmittel wie der Abakus, historische Rechenbücher und die legendäre Chiffriermaschine Enigma aus dem Zweiten Weltkrieg sowie nautische und astronomische Messwerkzeuge. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Exponate aus den Anfängen des Computerzeitalters, wie beispielsweise die Lochkartenmaschine von Herman Hollerith. Der Museumsgründer hatte selbst an der Entwicklung moderner Logik-Chips mitgewirkt.

Das Museum besitzt eine von IJzebrand Schuitema (1929–2013) angelegte Sammlung von ca. 4000 Rechenschiebern aus vier Jahrhunderten.<ref>Ina Prinz (Hrsg.): Rechenschieber im Arithmeum - Die Sammlung Schuitema. In: Shop des Arithmeums: Kataloge. Abgerufen am 15. März 2021.</ref><ref>Ijzebrand Schuitema: My collection has a new home. Abgerufen am 15. März 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Slide Rules in the Arithmeum. Bibliografische Angaben. In: amazon.de. Abgerufen am 15. März 2021.</ref><ref>The Schuitema Collection. Bibliografische Angaben zum Katalog. Abgerufen am 15. März 2021.</ref>

Ergänzt wird die Dauerausstellung durch regelmäßig stattfindende Konzerte, so z. B. die seit 2006 etablierte Sendereihe „concerto discreto“ mit den Preisträgern des Förderpreises Deutschlandfunk, sowie wechselnde Ausstellungen von geometrisch-konstruktiven Bildenden Künstlern aus aller Welt. Die museumseigene Kunstsammlung enthält Arbeiten von Max Bill, Camille Graeser, Richard Paul Lohse, Charmion von Wiegand und weiteren Vertretern der Konkreten Malerei.

Seit 2022 hat das Museum das historische Arithmomètre von Pius IX. in seiner Sammlung.

Weblinks

Commons: Arithmeum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 50° 43′ 50,09″ N, 7° 6′ 17,7″ O

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