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Steatopygie

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Steatopygie ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) pygē ‚Gesäß‘) oder Fettsteiß bezeichnet eine Fettablagerung am Steiß bzw. Gesäß.<ref>Steatopygie, die. duden.de; abgerufen am 17. Dezember 2013.</ref><ref>A. Hüter-Becker: Physikalische Therapie, Massage, Elektrotherapie und Lymphdrainage. Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 3-13-136871-3, S. 301. books.google.de</ref>

Begriffsgeschichte

Datei:Hotentoci-zOrgelbranda.jpg
Frau und Mann der Khoi Khoi. (Illustration aus der Encycklopedia Powszechna von Samuel Orgelbrand 1900).

In der deutschen Sprache wurde der Begriff in der Zeit des Kolonialismus geprägt, so definierte Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon 1911:

„Steatopygīe (grch.), Fettsteiß, übermäßige Fettanhäufung am Gesäß der Hottentottinnen und Buschweiber.“<ref></ref>

sowie Meyers Großes Konversations-Lexikon 1909:

„Steatopygīe (griech.), übermäßige Fettanhäufung am Gesäß bei verschiedenen Rassen, namentlich den weiblichen Hottentotten […], soll nach Piette auch den vorgeschichtlichen Bewohnern Frankreichs (Solutrézeit) eigentümlich gewesen sein. […]“<ref></ref>

Otto Dornblüth definierte Steatopygie in seinem klinischen Wörterbuch 1927 als:

„die bei Frauen ohnehin schon vorhandene Neigung zu Fettansatz an dieser Stelle findet sich bei manchen wilden Stämmen (Hottentotten- und Buschweibern) ganz bes. entwickelt. Aber auch an e. Elfenbeinfigürchen der Urmenschen von Moustiers (alt. Steinzeit), genannt Venus von Moustiers.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Otto Dornblüth: Klinisches Wörterbuch. 13./14. Auflage. 1927.<ref>textlog.de abgerufen am 21. Dezember 2013.</ref>

Eine größere Berühmtheit erhielt Sarah Baartman, die als „Hottentot Venus“ in Europa zur Schau gestellt sowie nach ihrem Tode medizinisch seziert wurde.<ref>Wie ein wildes Tier begafft: Das Schicksal der Sarah Baartman. FAZ.net, 31. Januar 2006.</ref>

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Medizin und Zoologie

Das medizinische Lexikon Roche definiert Steatomerie als „zonale Fettsucht, Adipositas“; im engeren Sinne auch als „der Fettsteiß (= Steatopygie)“ und „die femorale Adipositas (= Steatotrochanterie)“.<ref>Steatomerie. In: Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Urban & Fischer, 2003, abgerufen am 22. Dezember 2013.</ref> In der Pathologie nennt man eine Fettvermehrung (Fettsteiß) in der Sakralregion auch Pygopegie,<ref>Hans Bankl: Arbeitsbuch Pathologie. Band 2: Allgemeine Pathologie. Facultas, 2002, S. 65.</ref> in der Zoologie wird im Fettsteiß auch das isolierende Unterhautfett als Höcker oder in einzelnen Körperregionen konzentriert.<ref>Lothar Dittrich: Tiere in menschlicher Obhut: Grundlagen Zootierhaltung. 2007.</ref>

Einzelnachweise

<references />