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Michael Kerr (Jurist)

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. April 2026 um 15:11 Uhr durch imported>Kompetenter (Leben: Adelsstanderhebung belegt).
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Sir Michael Robert Emanuel Kerr PC (* 1. März 1921 in Berlin-Charlottenburg; † 14. April 2002 in London) war ein britischer Jurist und Buchautor deutscher Herkunft. Seine Kindheitserfahrungen in der Emigration aus dem nationalsozialistischen Deutschland wurden durch die autobiografisch motivierten Bücher Als Hitler das rosa Kaninchen stahl und Warten bis der Frieden kommt seiner Schwester Judith Kerr bekannt.

Datei:Michael Kerr Naturalization 1946.jpg
Einbürgerung (1946)
Datei:Michael Kerr Bundesverdienstorden 1991.jpg
Großes Bundesverdienstkreuz (1991)

Leben

Michael Kerr war der Sohn des Theaterkritikers Alfred Kerr und der Komponistin Julia Kerr, geborene Weismann. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 floh seine Mutter mit ihm und seiner Schwester in die Schweiz und später nach Frankreich und England. Der Vater war schon vorher über Prag in die Schweiz geflüchtet.

Dank eines Förderers seines Vaters konnte Michael Kerr in England Privatschulen besuchen. Kerr hatte den Wunsch, sich in nichts von der Oberklasse seines Gast- und neuen Heimatlandes England zu unterscheiden.<ref>Joachim Becker: Auf Knopfdruck Ihrer Majestät, Rezension in der FAZ, Nr. 195, 23. August 2005, S. 6.</ref> Während des Zweiten Weltkriegs war er zunächst als Enemy Alien auf der Isle of Man interniert, flog später jedoch als Pilot der Royal Air Force. Nach dem Krieg absolvierte er dann am Clare College in Cambridge sein Jurastudium. Über den High Court (1972)<ref name=":0">SIR MICHAEL ROBERT EMMANUEL KERR (1921–2002). In: commercialcourt.london. The Commercial Court Of England & Wales, abgerufen am 9. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> – er war dessen erster Richter, der nicht in England geboren war – und den Court of Appeal (1981)<ref name=":0" /> führte ihn seine Karriere zum International Arbitration Court (1989)<ref name=":0" /> in London. Er wurde als einer der führenden Juristen in Großbritannien 1972 als Knight Bachelor mit dem Prädikat Sir in den persönlichen Adelsstand erhoben.<ref>Sir Michael Kerr. In: The Telegraph. 23. April 2002, abgerufen am 18. April 2026.</ref>

In seiner Autobiografie As Far As I Remember berichtet er einerseits über seine familiären Hintergründe, die der Leserschaft aus Judith Kerrs Büchern allerdings schon recht vertraut sind, andererseits über seine Erfahrungen mit dem englischen Rechtswesen. Seine knappe, analytische Sprache nähert sich stellenweise der seines Vaters an.

Werk

Datei:Michael Kerr As Far as I Remember 2002 title.jpg
Autobiografie (2002)
  • As far as I remember. Hart Publishing, Oxford 2002, ISBN 1-901362-87-6

Literatur

  • Kerr, Sir Michael R. E., in: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. München: Saur 1980, S. 362

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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