Zum Inhalt springen

Wegefarth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Dezember 2025 um 14:15 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wegefarth
Gemeinde Oberschöna
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Wegefarth 50° 55′ N, 13° 15′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 55′ 8″ N, 13° 14′ 35″ O
 {{#coordinates:50,91901|13,242932|primary
dim=10000 globe= name=Wegefarth region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 335–355 m
Fläche: 7,91 km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Postleitzahl: 09600
Vorwahl: 037321
Lage von Wegefarth in Sachsen

Wegefarth ist ein Ortsteil der Gemeinde Oberschöna im sächsischen Landkreis Mittelsachsen in Deutschland.

Geografie

Lage

Wegefarth liegt am Nordrand des Osterzgebirges an der Mündung des Schirmbachs in die Große Striegis. Südlich des Orts befindet sich der Frankensteiner Viadukt der Bahnstrecke Dresden–Werdau. An dieser liegt die zur Wegefarther Gemarkung gehörige, südwestlich des Hauptortes gelegene Eisenbahnsiedlung Bahnhof Frankenstein.

Nachbarorte

Bräunsdorf Langhennersdorf
Wingendorf Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Kleinwaltersdorf
Bahnhof Frankenstein Oberschöna Kleinschirma

Geschichte

Datei:20170703500DR Wegefarth (Oberschöna) Rittergut Herrenhaus.jpg
Rittergut Wegefarth, Herrenhaus 2017
Datei:20150610320DR Wegefarth (Oberschöna) Kirche.jpg
Kirche Wegefarth 2015

Das Waldhufendorf Wegefarth im Tal der Großen Striegis wurde wahrscheinlich vor 1162 begründet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1292, doch scheint es auch schon früher eine bedeutende Rolle als Befestigungsanlage zum Schutze einer Furt über die Große Striegis, am Wege zwischen der Sachsenburg und Freiberg, eingenommen zu haben. In einer Urkunde von 1185, in der die Grenzen der östlich gelegenen Besitzungen des Klosters Altzella beschrieben werden, wird auch der vier Eckhardschen Dörfer gedacht. Diese waren Lehen des hessischen Klosters Hersfeld. Später schlussfolgerte man sicher, dass Oberschöna, Linda, aber auch Wegefarth und vermutlich St. Michaelis zu diesen Dörfern gehörten. Ein Herrensitz ist in Wegefarth bereits im Jahr 1340 belegt, das Rittergut Wegefarth ist 1551 urkundlich nachgewiesen.<ref>Das Rittergut Wegefarth. In: www.sachsens-schloesser.de. Abgerufen am 4. September 2025.</ref> Für 1939 ist ein Kurt Fickendey als Besitzer des Ritterguts nachgewiesen.<ref name=":0">Adressbuch Freiberg etc. 1940</ref>

Wegefarth wurde über die Jahrhunderte besonders durch das örtliche Rittergut bestimmt, welches neben Land- und Forstwirtschaft auch Gewerbebetriebe umfasste, so unter anderem eine Baumwollspinnerei. Bergbau wurde nur in geringem Umfang betrieben.

1939 hatte der Ort 750 Einwohner.<ref name=":0" />

Wegefarth lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Freiberg.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 72 f.</ref> Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Freiberg und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Freiberg.<ref>Die Amtshauptmannschaft Freiberg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Dezember 2024; abgerufen am 11. August 2025.</ref>

Im Zuge des im Jahr 1869 erfolgten Baus der Bahnstrecke Dresden–Werdau entstand um den neu eröffneten Bahnhof Frankenstein (Sachs) eine Eisenbahnsiedlung mit dem Namen „Bahnhof Frankenstein“. Obwohl der Bahnhof in der südwestlichen Gemarkung des 1,8 km entfernten Orts Wegefahrt liegt, erhielt er die Bezeichnung des näher liegenden Orts Frankenstein (0,5 km westlich). Auch der östlich des Bahnhofs liegende Ort Oberschöna liegt mit 1 km näher an der Station als Wegefarth.

Am 1. Juli 1950 wurde Wegefarth mit seinem Gemeindeteil Bahnhof Frankenstein nach Oberschöna eingemeindet.<ref>Wegefarth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Wegefarth als Ortsteil von Oberschöna im Jahr 1952 zum Kreis Freiberg im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Freiberg fortgeführt wurde und 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging.

Verkehr

Datei:Bahnhof Frankenstein (4).jpg
Bahnhof Frankenstein (Sachs) (2016)

Wegefarth ist über Ortsverbindungsstraßen von Oberschöna, Kleinschirma und Bräunsdorf bzw. Langhennersdorf aus erreichbar. Weiterhin besteht über den Siedlerweg eine teilweise unbefestigte Anbindung ins benachbarte Wingendorf. Die Siedlung Bahnhof Frankenstein liegt an der Staatsstraße 203.

Der Bahnhof Frankenstein (Sachs) an der Bahnstrecke Dresden–Werdau liegt zwar auf der Gemarkung von Wegefahrth, ist jedoch nach dem benachbarten und deutlich näher liegenden Frankenstein benannt. Er ist Verkehrshalt für die Regionalbahn RB 30 (Dresden–Zwickau), die im Stundentakt verkehrt und seit Juni 2016 von der Bayerischen Oberlandbahn unter der Marke Mitteldeutsche Regiobahn betrieben wird. Der Regionalexpress RE 3 Dresden–Hof passiert den Bahnhof Frankenstein (Sachs) ohne Halt.<ref>Bilder des Bahnhofs Frankenstein (Sachs) auf www.sachsenschiene.net</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Wegefarth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Bahnhof Frankenstein | Bräunsdorf | Kleinschirma | Langhennersdorf | Oberschöna | Wegefarth Vorlage:Klappleiste/Ende