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Circus Flaminius

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Datei:Circus Flaminius by Giacomo Lauro (5798907).jpg
Circus Flaminius, Phantasiebild des Pietro Santi Bartoli, 1699.

Der Circus Flaminius war eine Platzanlage und Rennbahn auf dem südlichen Marsfeld im antiken Rom.<ref>Cassius Dio 55.2; Cicero: Epistulae ad Atticum, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />1.14 (Memento vom 4. Mai 2016 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Er wurde 222–220 v. Chr. vom Zensor Gaius Flaminius erbaut und – ebenso wie die gleichzeitig erstellte Via Flaminia – nach ihm benannt. Er befand sich nahe dem Marcellus-Theater, zwischen der Tiberinsel und dem Kapitol-Hügel. Belegt ist, dass der Circus keine baulichfest gestaltete Spielstätte war, sondern eine rechteckige Freifläche entlang des Tibers.<ref name="Bernstein" /> Daher kam dem Versammlungsort die Eigenschaft eines lokalen Zentrums und einer Gebietsbezeichnung zu.<ref>Jon Albers: Campus Martius. Die urbane Entwicklung des Marsfeldes von der Republik bis zur mittleren Kaiserzeit. Reichert, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-89500-921-1, S. 62–77</ref> Lange Zeit ging man davon aus, dass die Bogenstrukturen des Balbustheaters mit dem Circus Flaminius gleichzusetzen sei, bis Gatti dies 1960 überzeugend widerlegen konnte.<ref>Giuseppe Gatti: Dove erano situati il Teatro di Balbo e il Circo Flaminio? (PDF) In: archiviocapitolinorisorsedigitali.it. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. April 2016; abgerufen am 8. Januar 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.archiviocapitolinorisorsedigitali.it In: Capitolium. Jahrgang 15, Heft 7, 1960, S. 3–12.</ref> Architektonisch definiert wurde das Areal später durch die Portiken und Siegestempel entlang der Außenseiten, nachgewiesen durch Fragmente der Forma Urbis Romae für die Umgebungsbebauung.

Er war Austragungsort der plebejischen Spiele (ludi plebeii).<ref name="Bernstein">Frank Bernstein: Ludi publici. Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung der öffentlichen Spiele im republikanischen Rom. Franz Steiner Verlag Stuttgart, 1998, S. 158–161.</ref> Bei einem solchen hat Kaiser Augustus 36 Krokodile erlegen lassen. Nachdem der Circus bei einem Brand zerstört worden war, baute man ihn wieder auf, sodass bereits ein halbes Jahr später wieder Spiele stattfanden. Das Gelände wurde 19 n. Chr. als Standort eines Ehrenbogens für den verstorbenen Germanicus vorgesehen, wie der Tabula Siarensis zu entnehmen ist. Bis zum 4. Jahrhundert war der Circus noch in Gebrauch. Hier befand sich auch der Haupttempel des Neptun. Heute ist von dem Circus nichts mehr zu sehen, wenngleich sich Spuren der Form in der Neubebauung finden.

Literatur

  • Jon Albers: Campus Martius. Die urbane Entwicklung des Marsfeldes von der Republik bis zur mittleren Kaiserzeit. Reichert, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-89500-921-1, S. 62–77.
  • Frank Bernstein: Ludi publici. Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung der öffentlichen Spiele im republikanischen Rom. Franz Steiner Verlag Stuttgart, 1998, S. 158 f.
  • Filippo Coarelli: Rom. Ein archäologischer Führer. Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2685-8.
  • Giuseppe Gatti: Dove erano situati il Teatro di Balbo e il Circo Flaminio? In: Capitolium. Jahrgang 15, Heft 7, 1960, S. 3–12.

Weblinks

Commons: Circus Flaminius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 41° 53′ 33,9″ N, 12° 28′ 38,7″ O

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