Schwiederstorf
Schwiederstorf Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(922)&title=Schwiederstorf 53° 25′ N, 9° 48′ O
{{#coordinates:53,421944444444|9,7975|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Schwiederstorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 46–67 m | |||||
| Einwohner: | 922 (1. Dez. 2016)<ref name="Faltblatt2017">Wissenswertes über die Gemeinde Neu Wulmstorf. Stand der Einwohnerzahlen: Dezember 2016, Faltblatt der Gemeinde Neu Wulmstorf, Januar 2017</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 21629 | |||||
| Vorwahl: | 04168 | |||||
| <imagemap>
Bild:Schwiederstorf in Neu Wulmstorf.svg|rahmenlos|268x335px|zentriert|Karte poly 240 78 235 78 246 40 238 37 231 41 229 29 224 29 197 9 182 4 164 80 135 71 129 78 116 74 111 76 89 68 79 78 75 97 54 92 52 102 48 103 55 110 65 113 72 107 81 110 93 111 103 109 97 148 133 147 142 153 149 156 144 176 179 167 180 173 179 185 193 181 193 174 191 166 197 165 205 165 219 159 229 171 233 170 230 164 230 158 226 153 225 145 218 136 225 129 221 118 223 115 223 107 227 99 236 97 Rübke (Neu Wulmstorf) poly 211 322 194 336 177 244 194 241 188 182 193 181 193 174 188 168 194 164 204 165 221 159 230 174 233 169 230 163 228 155 225 152 225 143 219 135 225 127 220 118 223 114 225 100 237 96 282 80 308 87 319 82 324 83 323 111 315 121 319 138 312 145 316 165 312 191 306 216 314 214 311 254 326 258 327 274 338 271 344 286 343 304 371 305 472 387 552 492 552 499 566 504 567 512 576 533 571 543 560 551 552 551 547 564 547 575 538 580 523 599 515 601 512 613 506 620 491 614 488 613 483 601 471 594 410 571 397 555 397 550 390 550 387 548 384 548 382 551 352 547 352 545 327 537 325 540 319 540 319 534 306 533 305 526 307 522 302 513 283 513 283 506 279 504 278 491 255 487 253 480 251 477 250 467 244 466 244 460 246 442 234 442 236 426 239 424 243 424 248 429 230 344 Neu Wulmstorf poly 387 951 421 789 271 737 268 737 268 743 263 743 241 721 195 740 188 753 184 749 178 761 184 762 177 773 168 772 169 782 159 783 160 793 166 801 163 810 167 817 176 817 174 837 181 839 183 857 187 854 189 862 226 870 228 915 242 918 237 933 328 980 342 973 347 995 391 1000 Rade (Neu Wulmstorf) poly 440 722 431 723 355 698 337 727 376 773 271 737 272 703 264 704 263 690 275 684 273 590 285 591 282 582 288 579 289 560 302 559 298 541 309 533 320 534 319 540 326 540 326 537 352 546 380 552 384 548 387 547 393 550 397 550 407 569 471 592 484 606 488 614 468 621 457 617 450 636 464 652 493 650 502 699 486 700 474 705 447 703 Schwiederstorf poly 268 746 269 738 272 736 273 705 264 705 263 688 275 684 273 591 284 592 283 582 287 579 288 559 302 559 298 542 305 533 304 527 307 521 302 515 284 513 283 506 280 503 282 489 255 488 256 481 251 477 250 467 245 466 242 461 233 459 230 467 216 463 219 470 211 475 212 484 209 489 190 492 190 488 172 494 141 489 135 494 131 492 134 484 127 482 125 487 120 484 119 477 115 475 112 486 103 473 100 475 96 474 89 479 88 477 71 489 64 480 49 513 5 590 137 611 180 670 198 704 217 697 Elstorf desc top-right </imagemap>Lage von Schwiederstorf in Neu Wulmstorf
| ||||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>Reinhard Dzingel: Begründung für die Schreibweise der niederdeutschen Ortsnamen der Gemeinde Neu Wulmstorf, Kreis Harburg. (PDF; 82 kB) Schwiederstorf, 31. Oktober 2010, S. 3</ref>) ist Teil der Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf im Landkreis Harburg im nordöstlichen Niedersachsen in der Metropolregion Hamburg. Die Einwohnerzahl Schwiederstorfs beläuft sich auf ca. 922 Personen.
Die kleine eigentlich namenlose „Schwiederstorf-Siedlung“ befindet sich etwa einen Kilometer östlich des Dorfes im Harburger Forst (Harburger Berge). Obwohl die Entfernung vernachlässigbar ist, hat man den Eindruck es handle sich um zwei Ortsteile, wie z. B. Neu-Wulmstorf-Tempelberg. Etwas weiter südöstlich liegt das Naturdenkmal Karlstein in den Harburger Bergen.
Zusammen mit Elstorf bildet Schwiederstorf in etwa die geographische Mitte der Gemeinde Neu Wulmstorf. Die landwirtschaftliche Prägung Schwiederstorfs hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen.
|
Nachbarortschaften
Im Süden grenzt Schwiederstorf an Elstorf-Bachheide, im Südwesten an Eversen-Heide, im Norden an Daerstorf, im Osten an die Harburger Berge und im Westen an Elstorf. Naturräumlich liegt Schwiederstorf am Übergang der Apenser Lehmgeest (Ortskern) zu den Schwarzen Bergen (Waldsiedlung).
Geschichte
Schwiederstorf sowie die anderen südlichen Dörfer der Gemeinde sind mehrere hundert Jahre alt. Die erste urkundliche Erwähnung Schwiederstorfs fand im Jahre 1355 statt.
Spuren der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur, wie zum Beispiel das 2 km östlich liegende Großsteingrab Elstorf oder das Großsteingrab Daerstorf belegen eine frühere Besiedlung der Umgebung.
Während der Franzosenzeit zählte Schwiederstorf 124 Einwohner und gehörte zum Département des Bouches de l’Elbe.<ref name="Kissling1813">Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Großen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 57 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Am 1. Dezember 1910 zählte Schwiederstorf 163 Einwohner.<ref name="GemVerz1910">M. W. Ehrenreich (Zusammensteller): Regierungsbezirk Lüneburg: Landkreis Harburg. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Januar 2014; abgerufen am 11. Januar 2026 (Einwohner Dezember 1910).</ref>
Elstorf und Schwiederstorf wurden erst kurz vor Kriegsende am Morgen des 20. April 1945 durch die A-Companie der 1st Rifle Brigade und die 8th King’s Royal Irish Hussars der British Army ohne größere Kampfhandlungen eingenommen. Sie zerstörten Flakstellungen und zogen weiter auf Daerstorf und Wulmstorf, die nach schweren Kämpfen am Nachmittag eingenommen wurden. Die Truppen blieben bis zu Hamburgs Kapitulation am 3. Mai auch in Schwiederstorf stationiert.<ref>Dieter Pintatis: Ein Bericht zusammengestellt aus deutschen Quellen und Zeitzeugenberichten und militärischen Aufzeichnungen der Engländer. (PDF; 1,7 MB) In: nicolai-kirche-elstorf.de. 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. April 2016; abgerufen am 8. April 2016.
Dieter Pintatis: Ein Bericht zusammengestellt aus deutschen Quellen und Zeitzeugenberichten und militärischen Aufzeichnungen der Engländer. (PDF) In: nicolai-kirche-elstorf.de. September 2022, abgerufen am 3. September 2023.</ref>
Eingemeindung
Am 1. Juli 1972 wurden die früher selbstständigen Gemeinden Schwiederstorf, Elstorf, Rade und Rübke eingemeindet<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref><ref>NI GVBl., 23. Juni 1972, Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Harburg. In: Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt, 1972, Nr. 30, S. 320–322</ref> nachdem sich Daerstorf bereits im Jahre 1970 der Gemeinde Neu Wulmstorf angeschlossen hatte.
Ortswappen
| Blasonierung: „Im Blau auf goldenem Boden einen silbernen Fildlingsstein mit je vier schwarzen Trittsiegeln eines Pferdes und eines Hundes. Über dem Stein eine goldene Kaiserkrone.“<ref name="Leonhardt2023S165">1900 – 2000, Ein Jahrhundert Schwiederstorf, Teil 1: Dorfchronik, Konrad Leonhardt, 2023, Seite 165</ref> | |
|
Das Wappen zeigt den Karlstein und die Reichskrone. In einer Sage wird Karl der Große im Rahmen einer Schlacht gegen die Sachsen mit dem Karstein und der Umgebung in Verbindung gebracht. Es wurde von Rolf Sander aus Nenndorf angefertigt und am 27. August 1977 zum 60. Geburtstag des letzten Schwiederstorfer Bürgermeisters Helmut Cohrs vorgestellt.<ref name="Leonhardt2023S165" /> |
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1812 | 1910 | 1925 | 1933 | 1939 | (?) | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 124<ref name="Kissling1813" /> | 163<ref name="GemVerz1910" /> | 171<ref name="Rademacher">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> | 174<ref name="Rademacher" /> | 248<ref name="Rademacher" /> | 850 | 922<ref name="Faltblatt2017" /> |
Politik
Ortsvorsteher der Ortschaft Schwiederstorf ist Heinrich Prigge.<ref>Ortsvorsteher. Abgerufen am 4. August 2022.</ref>
Natur
Schwiederstorf liegt direkter Nachbarschaft zu folgenden Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten:
Brauchtum
Bereits seit dem 17. Jahrhundert wird in Schwiederstorf das „Faslam“ gefeiert, welches die norddeutsche Form des Karnevals darstellt, allerdings seinen Ursprung in den Feierlichkeiten der auf den Höfen angestellten Knechte hat.
Das Faslam, welches jedes Jahr im Februar über drei Tage hinweg gefeiert wird, endet am Sonntag mit einem traditionellen Eierschnorren, wobei meist verkleidete Faslamsbrüder und -schwestern mit lauter Musik durch den Ort ziehen und an den Haustüren Eier und Geld sammeln.
Wirtschaft und Verkehr
Die bahntechnische Anbindung wird in Neu Wulmstorf durch die Bahnstrecke Hamburg-Harburg-Cuxhaven gewährleistet, die seit 2008 bis Stade als Hamburger S-Bahn betrieben wird. Für den Straßenverkehr besteht im Süden der Gemeinde über die Anschlussstelle Rade eine Anbindung an die A 1. Mit der geplanten A 26 von Stade nach Hamburg wird der Ortsteil weiter erschlossen. Weitere Fernverkehrsstraßen sind die Bundesstraße 73 und die Bundesstraße 3. Durch die Busunternehmen HVV und KVG erreicht man innerhalb der Gemeinde jeden Ort.
Kommunikation
Schwiederstorf ist über DSL mit maximal 100 Mbit/s über Glasfaser (FTTN) erschlossen, der Kommunikationsdienstleister EWE legte im Jahr 2016 in vielen Straßen Glasfaserkabel aus. Kabelfernsehen ist im gesamten Ort nicht vorhanden. Offenes WLAN ist nur sehr begrenzt verfügbar.
Weblinks
- Karte Buxtehude, 1951, Reichsamt für Landesaufnahme, Blatt 2524
- Reinhard Dzingel: Flurnamen und ihre Bedeutung am Beispiel des Timmersbarchs in Schwiederstorf. (PDF; 2,8 MB) Moisburg, 16. Dezember 2011
Einzelnachweise
<references />
Ardestorf | Elstorf-Bachheide | Daerstorf | Elstorf | Mienenbüttel | Neu Wulmstorf | Ohlenbüttel | Rade | Rübke | Schwiederstorf | Wulmstorf