Zum Inhalt springen

Residualvolumen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Mai 2023 um 10:50 Uhr durch imported>Uwe Gille.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Das Residualvolumen oder Restvolumen (RV) ist das Luftvolumen, das nach maximaler Ausatmung in der Lunge zurückbleibt<ref>Reinhard Larsen: Anästhesie und Intensivmedizin in Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie. (1. Auflage 1986) 5. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg/New York u. a. 1999, ISBN 3-540-65024-5, S. 472–476 (Lungenvolumina und Spirometrie); hier: S. 472 f.</ref> und bezeichnet somit die Menge Atemluft, die permanent in der Lunge vorgehalten wird (d. h. nicht willkürlich ausgeatmet werden kann) und je nach Alter ca. 1,5 Liter (bei einem erwachsenen Menschen) beträgt. Hierbei stehen die entgegengesetzt wirkenden Kräfte von Brustkorbwand und Lunge im Gleichgewicht.<ref>Thomas Pasch, S. Krayer, H. R. Brunner: Definition und Meßgrößen der akuten respiratorischen Insuffizienz: Ventilation, Gasaustausch, Atemmechanik. In: J. Kilian, H. Benzer, F. W. Ahnefeld (Hrsg.): Grundzüge der Beatmung. Springer, Berlin u. a. 1991, ISBN 3-540-53078-9, 2., unveränderte Aufl. ebenda 1994, ISBN 3-540-57904-4, S. 93–108; hier: S. 101.</ref> Erst im Falle des Ablebens (bzw. bei äußerer Gewalteinwirkung oder bei Auftreten eines Pneumothorax unterschiedlicher Ursache) kann die der Lungenkapazität zugerechnete Lungenluft entweichen.

Das Residualvolumen kann nicht mittels Spirometrie gemessen werden. Für seine Bestimmung eignen sich indirekte Messmethoden, wie die Heliumverdünnungsmethode oder Messung mittels Ganzkörperplethysmographie.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />