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Remoxiprid

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Strukturformel
Datei:Remoxipride Structural Formulae.png
Allgemeines
Freiname Remoxiprid
Andere Namen

(S)-3-Brom-N-(1-ethyl-2-pyrrolidinylmethyl)-2,6-dimethoxybenzamid (IUPAC)

Summenformel
  • C16H23BrN2O3 (Remoxiprid)
  • C16H23BrN2O3 (Remoxiprid·Hydrochlorid·Monohydrat)
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 54477
ChemSpider 49195
DrugBank DB00409
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N05AL04

Wirkstoffklasse

Atypisches Neuroleptikum

Eigenschaften
Molare Masse
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

173 °C<ref name="MerckIndex">The Merck Index. An Encyclopaedia of Chemicals, Drugs and Biologicals. 14. Auflage. 2006, ISBN 0-911910-00-X, S. 1401.</ref>

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="SDS">Sicherheitsdatenblatt Remoxipride Hydrochloride bei Santa Cruz Biotechnology. (PDF) Abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="SDS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Remoxiprid ist ein atypisches Neuroleptikum, das Anfang der 1990er Jahre in der Psychiatrie eingesetzt wurde. Von der chemischen Struktur ist es ein Benzamid.

Geschichte

Remoxiprid war von 1990 (Erstzulassung in Dänemark;<ref name="buschmann2007">H. Buschmann, J. Holenz, A. Párraga, A. Torrens, J. M. Vela, J. L. Díaz (Hrsg.): Antidepressants, Antipsychotics, Anxiolytics. From Chemistry and Pharmacology to Clinical Application. Wiley & Sons, 2007. S. 544</ref> Zulassung in Deutschland ab 1991<ref name="aebl1994" />) bis Ende 1993 für die Therapie schizophrener Psychosen zugelassen. Der Handelsname des Originalpräparats war Roxiam; die tägliche Dosis betrug 150–450 mg (max. 600 mg) in Form von Kapseln zum Einnehmen, auch eine Injektionslösung war verfügbar.

Marktrücknahme

Ende 1993 wurde Roxiam durch die Herstellerfirma weltweit vom Markt genommen,<ref name="buschmann2007" /> als der Widerruf der behördlichen Zulassung für Remoxiprid drohte.<ref name="aebl1994">Remoxiprid-haltige Arzneimittel. Bundesgesundheitsamt: Abwehr von Arzneimittelrisiken (Stufe II). In: Deutsches Ärzteblatt, 91, Heft 1/2, 10. Januar 1994.</ref> Anlass waren tödlich verlaufene Fälle von aplastischer Anämie, einer Schädigung der Blutbildung im Knochenmark, die durch Remoxiprid verursacht wurden (Risiko 1 zu 2000). Der begründete Verdacht auf das schlechte Nutzen-Risiko-Verhältnis dieses niedrigpotenten Neuroleptikums rechtfertigte die Verwendung nicht länger, auch vor dem Hintergrund, dass Remoxiprid in allen Therapiesituationen als durch andere Antipsychotika ersetzbar angesehen wurde.<ref name="aebl1994" />

Einzelnachweise

<references />

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