Zum Inhalt springen

Antennenwelse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. Februar 2026 um 19:19 Uhr durch imported>Ulanwp (Fehlenden Sprachparameter eingefügt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein <templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Antennenwelse
Datei:Pseudoplatystoma tigrinum1.jpg

Tiger-Spatelwels (Pseudoplatystoma tigrinum)

Systematik
Überkohorte: Clupeocephala
Kohorte: Otomorpha
Unterkohorte: Ostariophysi
Otophysa
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Familie: Antennenwelse
Wissenschaftlicher Name
Pimelodidae
Bonaparte, 1838

Die Antennenwelse (Pimelodidae) sind in den Flüssen Mittel- und Südamerikas, vom äußersten Süden Mexikos bis in den Norden Argentiniens und auf Inseln der Karibik heimisch. Mit über 110 Arten in über 30 Gattungen sind sie eine sehr artenreiche Welsfamilie.

Merkmale

Namensgebend für die Familie sind drei Paare langer dünner Barteln, von denen die Oberkieferbarteln am längsten sind und über die Schwanzflosse hinausragen können. In der Regel werden sie nach vorne gestreckt. Der Kopf ist groß und kann stark abgeplattet sein. Er ist bei vielen Arten nur von einer sehr dünnen Haut bedeckt, so dass die Schädelknochen gut zu sehen sind. Das Maul ist endständig. Der Körper ist schuppenlos, gestreckt und oft sehr lang. Die Seitenlinie ist meist vollständig, gerade oder leicht gebogen. Die kleinste Art Megalonema pauciradiatum wird nur 3,8 Zentimeter groß<ref>Megalonema pauciradiatum auf Fishbase.org (englisch)</ref>, während Brachyplatystoma filamentosum eine Länge von 3,6 Metern erreicht<ref>Brachyplatystoma filamentosum auf Fishbase.org (englisch)</ref>. Die Rückenflosse sitzt relativ weit vorne. Sie und die Brustflossen weisen in den meisten Fällen einen Flossenstachel auf. Die Schwanzflosse ist meist tief gegabelt, manchmal mit ausgezogenen Spitzen, oder abgerundet. Die Fettflosse ist gut entwickelt, oft sehr groß und bei wenigen Arten mit der Schwanzflosse verbunden.

Lebensweise

Antennenwelse besiedeln große Ströme, Urwaldseen und Bäche. Besonders häufig sind sie in den trüben Weißwasserflüssen des Amazonasbeckens. Sie sind meist dämmerungs- und nachtaktiv. Die meisten Arten sind Einzelgänger, viele leben aber auch in kleinen Gruppen. Antennenwelse ernähren sich von Fischen, Krebstieren und anderen Wirbellosen. Große Arten können auch kleinere Säuger bis zur Größe eines Affen erbeuten. Einige Arten fressen auch Früchte. Die Fortpflanzung ist weitgehend unbekannt. Viele Arten unternehmen Laichwanderungen.

Äußere Systematik

Die Antennenwelse bilden mit den Großmaul-Antennenwelsen (Pseudopimelodidae), den Heptapteridae und der keiner Familie zugeordneten Art Conorhynchos conirostris die Überfamilie Pimelodoidea<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>.

Innere Systematik

Es gibt etwa 110 Arten, die etwa 30 Gattungen zugeordnet werden.<ref>Lundberg, John G., Akama, Alberto (2005): Brachyplatystoma capapretum: a New Species of Goliath Catfish from the Amazon Basin, with a Reclassification of Allied Catfishes (Siluriformes: Pimelodidae). Copeia 2005 (3): 492–516. doi:10.1643/CI-04-036R1</ref><ref>Stewart, Donald J. (1986): Revision of Pimelodina and Description of a New Genus and Species from the Peruvian Amazon (Pisces: Pimelodidae). Copeia 1986 (3): 653–672. doi:10.2307/1444947</ref><ref>Fishbase list of species</ref>

Literatur

  • Joseph S. Nelson: Fishes of the World. 4th edition. John Wiley & Sons, Hoboken NJ 2006, ISBN 0-471-25031-7.
  • Peter Bucher: Zootierhaltung 5. Fische. Deutsch Harri GmbH, 2005, ISBN 3-8171-1352-8
  • Günther Sterba: Süßwasserfische der Welt. Weltbild Verlag, Augsburg 2004, ISBN 3-89350-991-7.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Antennenwelse (Pimelodidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien