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Drachenfische

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Drachenfische

Veraltete systematische Gruppe

Das hier behandelte Taxon ist nicht Teil der in der deutschsprachigen Wikipedia dargestellten Systematik. Näheres hierzu findet sich im Artikeltext.

Datei:Tobiasz.JPG

Tobiasfisch (Ammodytes tobianus)

Systematik
Acanthomorpha
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Polyphyletisches Taxon:
Unterordnung: Drachenfische
Wissenschaftlicher Name
Trachinoidei
Bertin & Arambourg, 1958

Die Drachenfische (Trachinoidei<ref name="Nelson">Joseph S. Nelson: Fishes of the World, Seite 360–362, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7</ref>) sind eine nicht mehr als natürliche Verwandtschaftsgruppe anerkannte Unterordnung, die traditionell zu den Barschartigen (Perciformes) gestellt wurde. Die Mehrzahl der Arten lebt in tropischen Meeren.

Merkmale

Für die Drachenfische konnten kaum Synapomorphien bestimmt werden. Zweifelhafte Merkmale, die für die Monophylie der Gruppe angegeben wurden, sind:

  1. ein Sporn an den Bauchflossen,
  2. kurze und breite Brustflossenstrahlen.<ref name="Wiley & Johnson"> E. O. Wiley & G. David Johnson: A teleost classification based on monophyletic groups. Joseph S. Nelson, Hans-Peter Schultze & Mark V. H. Wilson: Origin and Phylogenetic Interrelationships of Teleosts. 2010, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München, ISBN 978-3-89937-107-9</ref>

Systematik

Datei:Northern Stargazer.JPG
Nördlicher Elektrischer Sterngucker

Zu ihnen gehörten zwölf Familien, über 50 Gattungen und fast 250 Arten:<ref name="Nelson"/>

Die Drachenfische gelten heute als polyphyletisch.<ref name="Nelson"/> Nach neueren molekularbiologischen Untersuchungen sind die Sandfische mit den Groppenverwandten (Cottoidei), die Petermännchen mit den Sägebarschen (Serranidae)<ref name="Smith & Craig">Leo Smith & Matthew Craig: Casting the Percomorph Net Widely: The Importance of Broad Taxonomic Sampling in the Search for the Placement of Serranid and Percid Fishes. Copeia 2007(1):35–55. 2007 doi:10.1643/0045-8511(2007)7[35:CTPNWT]2.0.CO;2</ref> oder den Antarktisfischen (Notothenioidei)<ref name="Li et al.">Blaise Li, Agnès Dettaï, Corinne Cruaud, Arnaud Couloux, Martine Desoutter-Meniger, Guillaume Lecointre: RNF213, a new nuclear marker for acanthomorph phylogeny. Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 50, Issue 2, February 2009, Pages 345–363 doi:10.1016/j.ympev.2008.11.013</ref> verwandt. Auch für die Schnabelfische wird eine Verwandtschaft mit den Antarktisfischen angenommen.<ref name="Smith & Craig"/> Die tiefseebewohnenden Chiasmodontidae sollen dagegen Verwandte der Makrelenartigen (Scombroidei) und der Medusenfischartigen (Stromateoidei) sein.<ref>Wei-Jen Chen, Celine Bonillo, Guillaume Lecointre: Repeatability of clades as a criterion of reliability: a case study for molecular phylogeny of Acanthomorpha (Teleostei) with larger number of taxa. Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 26, Number 2, Februar 2003, Seite 262–288(27), PDF</ref>

Für die monophyletische Kerngruppe der Drachenfische, bestehend aus Sandaalen, Cheimarrhichthyidae, Sandbarschen und Himmelsguckern, wurde deshalb von einigen Ichthyologen des Muséum national d’histoire naturelle in Paris eine neue Unterordnung, die Paratrachinoidei, vorgeschlagen.<ref name="Li et al."/> Betancur-R. und Kollegen stellten diese Taxa in ihrer Revision der Knochenfischsystematik in die Ordnung Uranoscopiformes.<ref Name="Betancur-R">Ricardo Betancur-R, Edward O. Wiley, Gloria Arratia, Arturo Acero, Nicolas Bailly, Masaki Miya, Guillaume Lecointre und Guillermo Ortí: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Phylogenetic classification of bony fishes (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. November 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bmcevolbiol.biomedcentral.com. BMC Evolutionary Biology, BMC series – Juli 2017, DOI: 10.1186/s12862-017-0958-3</ref>

Auch für die Familien der Schlankhimmelsgucker, der Sandhöhlenfische, der Sandtaucher und die Unterfamilie Hemerocoetinae aus der Familie der Schnabelfische konnte eine enge Verwandtschaft nachgewiesen werden.<ref>Kenji Odani & Hisashi Imamura: New Phylogenetic Proposal for the Family Leptoscopidae (Perciformes: Trachinoidei). Bull. Fish. Sci. Hokkaido Univ. 61(2 / 3), 49–63, 2011.</ref>

Weblinks

Commons: Drachenfische (Trachinoidei) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>