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Blauaugen haben einen schlanken, seitlich stark zusammengedrückten Körper mit großer zweiter Rücken- und Afterflosse, beim Männchen teilweise großer und aufstellbarer Rückenflosse. Die Brustflossen sind teilweise hoch angesetzt, die Spitzen reichen oft über den Körper. Der Körper ist oft durchsichtig oder wenig gefärbt, die Flossen oft farbig. Die relativ großen Augen sind nahezu bei allen Arten kräftig blau. Einige Arten erreichen bis 8 Zentimeter Länge (Männchen). Die unscheinbareren Weibchen bleiben kleiner.
Lebensweise
Die natürlichen Lebensräume der Blauaugen sind klare oder teefarbene Gewässer, bei wenigen Arten auch brackige Mangrovenwälder. Blauaugen ernähren sich von Stechmückenlarven und anderen Insekten von der Wasseroberfläche.
Blauaugen sind Dauerlaicher, die Weibchen legen oft über einen längeren Zeitraum täglich einige Eier. Die bis zu 2 mm großen Eier besitzen Haftfäden, mit denen sie sich am Substrat oder an Pflanzen festheften. Die Larven schlüpfen nach etwa zwei bis drei Wochen.
Systematik
Die Pseudomugilidae wurden früher als Unterfamilie in die Familie der Regenbogenfische (Melanotaeniidae) gestellt. Sie unterscheiden sich jedoch von diesen durch einen anderen Bau im Bereich der Schädelknochen, was Saeed, Ivantsoff & Allen 1989 veranlasste die eigene Familie der Blauaugen (Pseudomugilidae) aufzustellen.<ref>B. Saeed, W. Ivantsoff, G. R. Allen: Taxonomic revision of the family Pseudomugilidae (Order Atheriniformes). In: Australian Journal of Marine and Freshwater Research. 40, 1989, S. 719–787.</ref> Seit 2004 gehören sie zusammen mit den Bedotiidae, Telmatherinidae und Melanotaeniidae in die Unterordnung Regenbogenfischverwandte (Melanotaenioidei).<ref>John S. Sparks und W. Leo Smith: Phylogeny and biogeography of the Malagasy and Australasian rainbowfishes (Teleostei: Melanotaenioidei): Gondwanan vicariance and evolution in freshwater. Molecular Phylogenetics and Evolution 33, 3, S. 719–734, 2004</ref> Neben den aufgeführten wissenschaftlich beschriebenen Arten sind einige Arten noch unbeschrieben.<ref>Heiko Bleher: A Pseudomugil account. In: Fishes of Sahul. Band22, Nr.4, 2008, S.466–470.</ref>
Das Pazifik-Blauauge oder Schmetterlingsblauauge (Pseudomugil signifer) ist in seinem Vorkommen aufgrund einer Biogeographischen Grenze in mindestens zwei verschiedene Unterarten gespalten.<ref>B.B. Wong, J.S. Keogh, D.J. McGlashan: Current and historical patterns of drainage connectivity in eastern Australia inferred from population genetic structuring in a widespread freshwater fish Pseudomugil signifer (Pseudomugilidae). In: Molecular Ecology. Band13, Nr.2, 2004, S.391–401, PMID 14717894.</ref>
Quellen
Einzelnachweise
<references />
Literatur
Hans Herbert Boeck: Blauaugen. »Schmetterlinge« im Aquarium. Natur und Tier-Verlag, 2012, ISBN 978-3-86659-166-0
Harro Hieronimus: Regenbogenfische und verwandte Familien. ACS, Mörfelden-Walldorf 2002, ISBN 3-931702-80-4.
Hans J. Mayland: Blauaugen und Regenbogenfische. Dähne, Ettlingen 2000, ISBN 3-921684-82-X.