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Reza Pahlavi

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Reza Pahlavi (2023)
Unterschrift von Reza Pahlavi, 2023
Unterschrift von Reza Pahlavi, 2023

Cyrus Reza Pahlavi,<ref>Irans ehemaliger Thronfolger Cyrus Reza Pahlavi fordert Sanktionen. auf finanznachrichten.de.</ref><ref>Vgl. www.adelswelt.de</ref><ref>Vgl. auch Unruhen in Iran: „Mehrheit will ein säkulares Regierungssystem.“ auf zeit.de</ref> kurz Reza Pahlavi (traditionell {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); persisch رضا پهلوی, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɾeˌzɑː pʰæɦlæˈviː]; * 31. Oktober 1960 in Teheran) ist ein iranischer Politiker. Er ist der älteste Sohn des ehemaligen Schahs von Iran, Mohammad Reza Pahlavi, und der ehemaligen Kaiserin Farah Pahlavi. Seit seiner Geburt bis zur Islamischen Revolution von 1978/79 war er der Kronprinz und ist seither der Thronprätendent des Hauses Pahlavi.

Prinz Reza Pahlavi ist der Enkelsohn von Reza Schah Pahlavi, dem Begründer der Pahlavi-Dynastie. Seit dem Verlust des Pfauenthrons während der Islamischen Revolution im Jahre 1979 lebt Reza Pahlavi, der bereits zuvor im Rahmen seiner Ausbildung Iran verlassen hatte, im Exil. Nach Aufenthalten in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie in Marokko und Ägypten lebt er seit 1984 erneut in den Vereinigten Staaten – zunächst in Great Falls (Virginia)<ref>Andrew Friedman: U.S. Imperial Tehran in Exile: Reza Pahlavi in the CIA’s Northern Virginia Suburbs. Paper presented at the annual meeting of the American Studies Association Annual Meeting, San Antonio (TX) 26. November 2014.</ref> und später in Potomac, Maryland.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, 15. Mai 2024. Abgerufen am 1. März 2026 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

2013 war er einer der Mitgründer und ist seither Sprecher des Iran National Council, einem Dachverband iranischer Exil-Oppositionsgruppen, die in Konkurrenz zum ebenfalls unter Exiliranern agierenden Nationalen Widerstandsrat Iran der marxistischen Volksmudschahedin stehen.<ref>Website des Iran National Council</ref><ref>Wer könnte den Iran aus der Krise führen?, Überblick über die politischen Alternativen, 8. März 2026, diplo.news</ref> Politisch repräsentiert er die bürgerlich-liberalkonservative Opposition und hat Anhänger auch innerhalb Irans.<ref>Shir Perets, Tobias Holcman: Reza Pahlavi calls on Iranians to escalate protests. The Jerusalem Post, 12. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":7">Proteste im Iran: Der Kronprinz wird zum Symbol der Proteste gegen das Mullah-Regime. In: Merkur.de. 12. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026.</ref> Er wird von Israel<ref>2023 besuchte Reza Pahlavi Israel auf Einladung der Ministerin für Geheimdienste Gila Gamliel und traf auch mit Premierminister Benjamin Netanjahu zusammen (siehe unten).</ref> und Saudi-Arabien sowie von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt<ref>Iran International, ein exil-iranischer Fernseh- und Nachrichtenkanal, der Pahlavi unterstützt, wird von saudi-arabischen Investoren aus dem Umfeld von Kronprinz Mohammed bin Salman finanziert. Pahlavis Tochter Noor Pahlavi schreibt Kolumnen für die Online-Version des Nachrichtensenders al-Arabiya aus Dubai sowie für die Tageszeitung Asharq al-Awsat, die der saudischen Königsfamilie gehört. Artikel vom 08.03.2020</ref> und hat auch Fürsprecher im US-Senat.<ref>Graham says he'll try to hold Senate meeting for Pahlavi to present his plan, 02.03.2026, Iran International</ref> Im Irankrieg 2026 wurde er zum bekanntesten Anführer der Opposition.<ref>Crown prince Reza Pahlavi on US military intervention in Iran and how a post Islamic Republic 'transition' would work, 26.02.2026, abc.net.au</ref>

Leben

Datei:Standard of the Crown Prince of Iran.svg
Die Standarte des iranischen Kronprinzen

Kurz vor seinem siebten Geburtstag wurde Reza Pahlavi am 26. Oktober 1967 während der Krönung seines Vaters Mohammad Reza Pahlavi, der den Thron bereits 1941 bestiegen hatte, zum Kronprinzen investiert. Aufgezogen wurde er im Niavaran-Palast von einer französischen Gouvernante.<ref name=":0">Nick Tabor: Reza Pahlavi | Exiled Crown Prince, Life in the U.S., Ties to Iran, Relationship with Trump and Netanyahu, & Biography | Britannica. In: Encyclopedia Britannica. 10. Januar 2026 (britannica.com [abgerufen am 10. Januar 2026]).</ref> Neben seiner Muttersprache Persisch spricht er fließend Englisch und Französisch. In seiner Jugend war er ein begeisterter Fußballspieler und Anhänger des Fußballvereins Esteghlal Teheran, der jeweils an seinem Geburtstag ein großes Spiel veranstaltete.<ref>Kausik Bandyopadhyay, Sabyasachi Mallick: Fringe Nations in World Soccer. 2013, Routledge. S. 87. ISBN 978-1-317-99810-5</ref>

Datei:رضا پهلوی در حال فوتبال بازی کردن - کاخ نیاوران (02).png
Reza Pahlavi beim Fußballspielen

Reza Pahlavi verließ Iran im Sommer 1978,<ref>spiegel.de</ref> um seine Ausbildung in den USA fortzusetzen. Nach der Ausbildung als Kampf-Jet-Pilot an der Reese Air Force Base in Lubbock (Texas), und dem Besuch des Williams College in Williamstown (Massachusetts), absolvierte er das Studium im Bereich Politikwissenschaft an der University of Southern California.

Nach dem Tod seines Vaters Mohammad Reza Pahlavi wäre Reza Pahlavi am 31. Oktober 1980, mit seinem 20. Geburtstag, nach der nicht mehr geltenden iranischen Verfassung von 1979 Nachfolger seines Vaters geworden. Aus diesem Anlass hielt er in Kairo eine Rede an die iranische Nation,<ref>Former Iranian Crown Prince Reza Pahlavi will proclaim himself... In: UPI. 17. Oktober 1980, abgerufen am 10. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in der er sich als neuer Schah verkündete und sich Reza Pahlavi II. nannte.<ref>Crown Prince Reza, fighting back tears, proclaimed himself shah... In: UPI. 31. Oktober 1980, abgerufen am 12. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Familie

Datei:خانواده پهلوی - کاخ نیاوران.png
Reza Pahlavi als Jugendlicher (rechts) mit seiner Familie
Datei:Mohammad Pahlavi Coronation (cropped version).jpg
Bei der Krönung des Vaters zum Schah 1967 (vorn)

Er ist seit 1986 verheiratet mit Yasmine Pahlavi, geborener Etemad-Amini (* 1968)<ref>Reza Pahlavi. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2018; abgerufen am 30. März 2022.</ref>, der Tochter eines iranischen Kaufmanns und führenden Mitglieds der liberaldemokratischen Iranischen Konstitutionalistischen Partei, die 1994 von Monarchisten im Exil gegründet wurde. Er hat mit seiner Frau drei Töchter und lebt heute, wie viele andere Exil-Iraner auch, in einem Vorort von Washington DC im Bundesstaat Maryland. Er hat seine älteste Tochter, Noor Zahra Pahlavi<ref>Siehe englischen Artikel: Noor Pahlavi</ref> (* 1992), zu seiner künftigen Nachfolgerin als Familienoberhaupt bestimmt. Diese betätigt sich, nachdem sie zeitweise Partnerin in einer Kommunikationsagentur im Bereich der Biowissenschaften war, als Aktivistin und schreibt Blog-Beiträge auf Medium sowie Artikel in der Tageszeitung Asharq al-Awsat und dem Nachrichtenkanal al-Arabiya.<ref>Siehe etwa: Artikel vom 08.03.2020 auf Asharq al-Awsat.</ref>

Er hatte er einen jüngeren Bruder, Ali Reza Pahlavi (1966–2011), sowie zwei Schwestern, Farahnaz Pahlavi und Leila Pahlavi. Ali Reza Pahlavi und Leila Pahlavi starben durch Suizid. Zudem hat er eine ältere Halbschwester, Schahnaz Pahlavi.<ref>K. Petersen: Reza Pahlavi: Iran’s ex-crown prince dreaming of homecoming. In: Berliner Tageszeitung. 12. Januar 2026, abgerufen am 1. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Politische Aktivitäten

Pahlavi äußert sich regelmäßig zur Situation in seinem Heimatland und kritisiert dabei das Regime der Islamischen Republik deutlich.<ref>Exil-Iraner: „Das ist unser Berliner-Mauer-Moment“. welt.de, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref> Er gehört zu den zentralen Initiatoren und Unterstützern des Iran Prosperity Projects (IPP), das einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fahrplan für die Zukunft Irans entwickeln<ref name=":2" /> und den Menschen in Iran nach einer Übergangsphase durch ein Referendum eine freie Wahl über ihre zukünftige Staatsform ermöglichen soll.<ref name=":3">Iran Prosperity Project. In: National Union for Democracy in Iran (NUFDI). März 2026, abgerufen am 8. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Pahlavi selbst erklärt, er wolle im Rahmen des Iran Prosperity Projects<ref name=":3" /> als leitende Figur für eine mögliche Übergangsphase nach einem politischen Systemwechsel fungieren, betont jedoch, darüber hinaus keine eigenen politischen Ambitionen zu verfolgen.<ref name=":5" /><ref name=":6" />

Den 2015 unter Barack Obama geschlossenen Atomdeal mit dem Iran kritisierte er. Nach der ersten Amtszeit von Donald Trump rief er ihn dazu auf „maximalen Druck“ auf das Regime auszuüben.<ref name=":0" />

Während bereits bei den Protesten im Iran 2017/2018 erste Rufe Reza Shah, deine Seele sei gesegnet!“ erklangen,<ref>Reza Pahlavi, the exiled son of Iran's last shah at centre of protest chants, 09.01.2026, BBC</ref> verstärkten sich die Rufe nach dessen Enkel, dem heutigen Reza, während der Proteste im Iran 2022/2023, die durch die Tötung einer nicht verschleierten Frau ausgelöst worden waren und bei denen auch die Parole Frau, Leben, Freiheit aufkam, und nochmals erheblich in den Protesten im Iran 2025/2026, als er wesentlich mehr Zustimmung aus unterschiedlichen Lagern erhielt und zur wohl prominentesten Oppositionsfigur aufstieg.<ref name=":4" /> Es kursieren zahlreiche Videos, in denen der Ruf „Lang lebe der Schah!“ auf Demonstrationen zu hören ist oder durch nächtliche Straßen von Teheran hallt.<ref>Reza Pahlavi, the exiled son of Iran's last shah at centre of protest chants, 09.01.2026, BBC</ref>

Pahlavi bemühte sich jahrzehntelang darum, dauerhafte Bündnisse mit anderen Exil-Gruppen zu schmieden – darunter Linken, Nationalisten und reformorientierten Dissidenten –, von denen viele 1979 am Sturz seines Vaters beteiligt waren. Die meisten scheiterten an internen Meinungsverschiedenheiten und wirkten auch kaum in den Iran hinein. Viele der anderen Oppositionsgruppen hegen historische Ressentiments gegen die Pahlavis. Insbesondere im Exil lebende linke Iraner<ref>Massenproteste in Iran: Weder Mullah noch Schah!, Noshin Shahrokhi in: TAZ, 13.1.2026</ref> verweigerten bei den weltweiten Protesten 2022/2023 bei der Organisation von Demonstrationen eine Zusammenarbeit mit Pahlavis Iran National Council, obwohl dessen Anhänger dort deutlich in der Mehrheit waren.<ref>Iranische Autorin über die Proteste: „Für jemanden wie den Sohn des Schahs wollen die Leute nicht ihr Leben riskieren“, 14.01.2026, Interview mit der Autorin Shadi Amin, Der Tagesspiegel</ref> Mit Blick auf die Historie verweisen Kritiker vor allem auf den Sturz des Premierministers Mohammad Mossadegh im Jahr 1953, der weithin als von der CIA unterstützter Putsch gilt und die Macht des Schahs wiederherstellte. Sie kritisieren zudem den autokratischen Charakter der Monarchie, die Rolle des Geheimdienstes SAVAK und die Unterdrückung politischer Freiheiten sowie ethnischer Minderheiten im Iran. Befürworter entgegnen, die Monarchie habe den Staatsaufbau und die Modernisierung ermöglicht, säkulare Kultur erlaubt, Waren- und Wissensaustausch mit der westlichen Welt begonnen und argumentieren, die Islamische Republik habe seither eine weitaus stärkere Repression und Isolation zu verantworten. Zudem beabsichtige Reza Pahlavi ausdrücklich nicht, die absolute Monarchie seines Vaters wieder zu errichten. Er wolle vielmehr eine parlamentarische Demokratie, wie es alle Oppositionsgruppen fordern. Doch bedürfe es einer Identifikations- und Führungsfigur, um die (mehrheitlich eher konservativ geprägte) Bevölkerung in solchen Massen zu mobilisieren, dass sie das Regime stürzen können, und um anschließend mithilfe einer respektierten, vielleicht auch nur symbolischen Autorität den Aufbau einer Demokratie in die Wege zu leiten. Pahlavi habe eingesehen, dass der größte Irrtum seines Vaters darin bestand, die seinerzeit von der Sowjetunion unterstützte linke Guerillabewegung in Iran für seinen Hauptgegner zu halten, während er den Islamismus unterschätzt und die Ajatollahs und Mullahs für relativ harmlose Nostalgiker gehalten habe. Er setze sich daher für eine repräsentative Demokratie ein, an der auch linke oder islamische Strömungen teilhaben können.<ref>Why Pahlavi divides opinion, 14.01.2026, BBC</ref> Die Gefahr, dass die Macht eines frei gewählten Parlaments und der von ihm gewählten Regierung, wie beim irakischen Parlament, dadurch verringert werden könnte, dass Teile des Landes unter die Kontrolle verschiedener ethnisch oder religiös geprägter Milizen geraten, sieht Pahlavi nicht. Der Iran habe – anders als Irak – eine jahrtausendealte staatliche Tradition, ein Nationalbewusstsein sowie gefestigte Verwaltungsstrukturen.

Besuch in Israel

Am 18. April 2023 besuchte Reza Pahlavi Israel auf Einladung der Ministerin für Geheimdienste Gila Gamliel.<ref>Arash Azizi: Persian Gamble in Jerusalem | What Was the Son of the Last Shah of Iran Really Doing in Israel? In: Haʾaretz. 19. April 2023, abgerufen am 27. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er traf auch mit Premierminister Benjamin Netanjahu zusammen<ref>Son of Iran’s deposed Shah visits Israel, meets with Netanyahu, 18.04.2023</ref> und betete an der Westmauer in Jerusalem. Er bekundete Freundschaft zum jüdischen Staat, distanzierte sich vom iranischen Regime und ehrte die Holocaust-Opfer. Kritikern seiner Nähe zu Israel wird entgegengehalten, dass Exilpolitiker stets Allianzen mit Verbündeten eingegangen seien, um ihre Ziele zu erreichen.

Pahlavi spricht sich für eine säkulare Demokratie in Iran aus, die Freiheit, Menschenrechte und den Einsatz moderner Technologien – etwa gegen die Wasserkrise im Iran – fördert.<ref name=":5">Daniel Block: The Son of the Last Shah Wants to Be the Next Leader of Iran. 24. Juni 2025, abgerufen am 27. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2023 unterzeichneten in wenigen Tagen mehr als 300.000 Auslands-Iraner eine Onlinepetition, die Pahlavi die Vollmacht übertragen soll, in einer Übergangszeit bis zu einem Referendum im Namen der Opposition Irans über die Zukunft Irans zu sprechen. Pahlavi gab dazu auf Twitter an, dass er nur drei Grundsätze anerkenne und für sie kämpfe: für die territoriale Integrität Irans, für eine säkulare Demokratie auf Grundlage der Menschenrechte sowie für das Recht der Menschen, über das nächste politische System in freien Wahlen zu entscheiden. Er wolle ein demokratisches System und habe stets auf das Wiederbeleben der Monarchie in Iran verzichtet, sofern nicht das iranische Volk mehrheitlich die Einführung einer konstitutionellen Monarchie nach europäischem Vorbild wünsche.<ref name=":6">Rainer Hermann: Onlinepetition für Reza Pahlawi als Sprecher der Opposition Irans. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. Januar 2023.</ref>

Israelisch-iranischer Krieg

Den israelischen Angriff auf das Atomprogramm der Islamischen Republik von 2025 verurteilte Reza Pahlavi nicht. In einer Videobotschaft äußerte er sich abwertend über Ali Chamenei und versicherte, dass wenn das Regime fallen werde, das Land nicht im Chaos versinken werde. Außerdem versicherte er, dass es einen 100-tägigen Übergangsplan zum Aufbau einer demokratischen Regierung gebe.<ref name=":0" />

Proteste in Iran 2025/2026

Reza Pahlavi bezog als Exilfigur bei den iranischen Protesten 2025/2026 deutlich Stellung, indem er über Social Media und Interviews zu koordinierten Aktionen aufrief. Er positionierte sich als Übergangsführer für eine demokratische Zukunft Irans und mobilisierte verbal Demonstranten sowie Diaspora. So forderte er ab Anfang Januar 2026 zu täglichen Abendprotesten um 20 Uhr auf, um die Bewegung diszipliniert zu eskalieren; der Aufruf hatte in vielen iranischen Städten überraschend großen Effekt. Er rief zu Generalstreiks, Besetzung öffentlicher Plätze und dem Einsatz der Löwen-und-Sonne-Flagge auf.<ref>Shir Perets, Tobias Holcman: Reza Pahlavi calls on Iranians to escalate protests. The Jerusalem Post, 12. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1">Alex Winston: Reza Pahlavi evolves into leader as Iran’s protests grow. The Jerusalem Post, 11. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":7">Proteste im Iran: Der Kronprinz wird zum Symbol der Proteste gegen das Mullah-Regime. In: Merkur.de. 12. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026.</ref><ref>Alex Winston: Reza Pahlavi urges Iranians to join nationwide Iran strike | The Jerusalem Post. 31. Dezember 2025, abgerufen am 12. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 8. Januar gingen 1,5 Millionen Demonstranten in Teheran auf die Straße und am 9. Januar waren es landesweit 5 Millionen. Pahlavi appellierte an die Demonstranten, während der Proteste Gruppen zu bilden, auf den Hauptstraßen zu bleiben und abgeschiedene Routen zu meiden. Er appellierte an die Sicherheitskräfte, sich dem Regime zu widersetzen.<ref name=":1" /> Zudem regte er internationale Unterstützung, etwa durch US-Präsident Trump, an<ref>Irans Exil-Prinz Pahlavi: Trump ein Vorbild für Europa. In: Fr.de. 12. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026.</ref><ref>Rachel Wolf: Exiled Iranian crown prince urges Trump to help as protests against Islamic regime intensify: 'Man of peace'. Foxconn News, 9. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und kündigte seine Rückkehr nach Iran an.<ref>n-tv.de: Welche Rolle Schah-Sohn Reza Pahlavi bei den Protesten im Iran spielt. In: ntv.de. 10. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026.</ref> Pahlavis Rhetorik führte zu wachsender Popularität unter einigen Demonstranten, andere bezweifeln seine Eignung als Führungsfigur.<ref>Reza Pahlavi, exiled son of Iran’s last shah, at centre of protest chants. In: bbc.com. 9. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Mahtab Qolizadeh: Proteste gegen das islamische Regime: Irans Sehnsucht nach dem Schah. In: Die Tageszeitung: taz. 9. Januar 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 12. Januar 2026]).</ref>

Krieg der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran 2026

Die Israelisch-US-amerikanische Angriffe auf den Iran befürwortet er. In seiner Botschaft an Trump bedankte er sich für die Unterstützung und richtete einen Appell an die Vereinigten Staaten und die internationale Gemeinschaft, ihre Hilfe für das iranische Volk fortzusetzen.<ref>„Der endgültige Sieg wird unser sein“. In: t-online.de. 28. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026.</ref> In den letzten Monaten seien Iranische Demonstranten „abgeschlachtet“ worden und Präsident Trump habe darauf reagiert. Trump sei derjenige, der für das Iranische Volk einstand, als es am wichtigsten war.<ref>Reza Pahlavi: Iran to have elections, close ties with Israel | The Jerusalem Post. In: Jerusalem Post. 1. März 2026, abgerufen am 1. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Pahlavi in Berlin April 2026.jpg
Reza Pahlavi in Berlin (2026)

Als nach zweieinhalb Wochen die militärischen Kapazitäten Irans durch Luftangriffe erheblich geschwächt, zahlreiche Politiker des Regimes getötet und auch der Sicherheitsapparat der Islamischen Revolutionsgarde und der Basidsch-Miliz durch gezielte Angriffe dezimiert waren, erwähnte Pahlavi Mitte März 2026 in einem Interview neben dem Druck von außen auch Aktivitäten eines verdeckt organisierten Netzwerks im Inland, das er die „Unsterbliche Garde“ nennt. Laut Pahlavi operiere dieses Netzwerk innerhalb des Irans und führe koordinierte Aktionen durch, die darauf abzielten, die staatlichen Repressionsinstitutionen zu untergraben. „Diese Gruppen im Land sind durch koordiniertes Vorgehen in der Lage, weitere Schläge von innen heraus zu verüben“, sagte Pahlavi. „Viele der Entwicklungen, die wir im Land erlebt haben, sind nicht spontan entstanden, sondern das Ergebnis organisierter Arbeit.“<ref>Pahlavi says Islamic Republic’s weakening grip brings return to streets closer, Iran International, 17. März 2026</ref> Es wird vermutet, dass Israel und möglicherweise auch Saudi-Arabien diese Gruppen finanziell und wohl auch mit Waffen unterstützen. Pahlavi warnte gleichzeitig, die iranische Regierung zögere nicht, die Bevölkerung zu unterdrücken und sei bereit, Hunderttausende zu töten, um an der Macht zu bleiben. Daher müsse die Bewegung „mit Bedacht vorgehen. Der letzte Aufruf wird zum richtigen Zeitpunkt erfolgen.“<ref>Iran's regime collapse approaching, but 'final call' must come at right moment, Pahlavi says, 18. März 2026, The Jerusalem Post</ref> Er erwarte, dass dann Millionen Iraner auf die Straßen gehen und letztlich den Umsturz bewirken würden.<ref>Iranians ‘weeks away’ from another uprising, Israeli security insider says, 23.03.2026, Iran International</ref> Er selbst sei bereit, trotz aller Risiken in den Iran zurückzukehren, „sobald das erste Gebiet befreit sein wird, und es muss nicht unbedingt Teheran sein“. Er deutete an, dass seine Anwesenheit im Land Überläufer aus staatlichen Institutionen und der iranischen Armee beschleunigen könnte. Militär und Polizei bot er eine künftige Zusammenarbeit an und versicherte ihnen eine Rolle in der Zukunft: „Ich stamme aus einer Militärfamilie<ref>Die Pahlavi waren eine Offiziersfamilie. Erst sein Großvater Reza Schah Pahlavi ist als Kommandeur der Armee 1925 vom Parlament zum neuen Schah von Persien gewählt worden, nachdem er die kurzlebige Sozialistische Sowjetrepublik Iran niedergeschlagen und separatistische Gebiete wieder unter die Kontrolle der Regierung gebracht hatte.</ref> und war selbst Pilot“, sagte Pahlavi. „Ich weiß den Wert derer zu schätzen, die ihr Land verteidigen. Ob beim Heer, der Polizei oder der Gendarmerie – wir brauchen diese Menschen, um die Sicherheit unseres Landes zu gewährleisten.“ Im Iran Prosperity Project planten Experten auch Vorschläge, wie das Land unmittelbar nach einem politischen Übergang regiert werden könnte. Er nannte Bereiche wie Justiz, Wirtschaftspolitik, Gesundheitswesen und Bildung als Diskussionspunkte. Pahlavi forderte die Mitglieder der iranischen Streitkräfte und der Polizei erneut auf, sich von den Machthabern zu distanzieren: „Sie haben noch die Möglichkeit, sich dem Volk anzuschließen und sich vom System und seinen repressiven Kräften zu lösen. Sie können Teil der Lösung für die Zukunft des Landes sein.“ Er warnte, dass diejenigen, die die Regierung weiterhin unterstützen, im Falle eines politischen Wandels zur Rechenschaft gezogen werden könnten.<ref>Pahlavi says Islamic Republic’s weakening grip brings return to streets closer, Iran International, 17. März 2026</ref> Er hat bislang die Bombardierung iranischer Gasfelder durch Israel nicht kritisiert. Das Kalkül dahinter ist, die militärischen und zivilen Kräfte des Regimes zu spalten, indem bei knappen Mitteln nur noch die elitäre und regimetreue Revolutionsgarde (ca. 150.000 Mann) besoldet würde, was die ursprünglich von seinem Vater gegründete reguläre Armee (ca. 350.000 Mann, davon 220.000 Wehrpflichtige), die seit jeher in Konkurrenz zur Garde steht und von dieser teils sogar behindert wird, dazu bewegen könnte, sich gegen das Regime zu wenden. Auch zivile Beamte könnten bei Ausfall ihres Gehalts zum Umsturz bereit sein.<ref>What is the South Pars gas field and why is Israel’s attack an escalation?, CNN 19.03.2026</ref><ref>Iranische Revolutionsgarden - kommt nun der Kollaps?, Deutsche Welle, 17.03.2026</ref> Pahlavi rief die Iraner dazu auf, zivile Nachbarschaftspatrouillen zu bilden, um gefährdete Kultur- und Naturgüter wie das Welterbe in Iran sowie kleinere Museen u. ä. vor möglichen Plünderungen und Verwüstungen im Fall eines Zusammenbruchs der staatlichen Ordnung zu schützen, wie es etwa in der Revolution in Ägypten 2011 geschehen war.<ref>Iran International, 19.03.2026</ref>

Pahlavis politische Aktivitäten werden publizistisch unterstützt durch Iran International, einen in London und im Nahen Osten basierten mehrsprachigen oppositionellen privaten Nachrichtensender einschließlich Online-Zeitung, der von saudi-arabischen Investoren aus dem Umfeld von Kronprinz Mohammed bin Salman finanziert wird.<ref>Die Muttergesellschaft von Iran International, Volant Media UK Ltd, befand sich zur Zeit ihrer Gründung 2016 zu über 75 % im Besitz von Fahad Ibrahim Aldeghither, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des drittgrößten saudiarabischen Telekommunikationsunternehmens Zain. [1]. Rezas Tochter Noor Pahlavi schreibt Kolumnen für die Online-Version des Nachrichtensenders al-Arabiya aus Dubai sowie für die Tageszeitung Asharq al-Awsat, die der saudischen Königsfamilie gehört. Artikel vom 08.03.2020</ref> Darin erscheinen regelmäßig Interviews mit ihm und wird fast täglich über ihn berichtet. Auch der in London basierte TV-Kanal Manoto, der über YouTube im Iran erreichbar ist, unterstützt Pahlavi.<ref>Siehe englischen Artikel: Manoto.</ref>

Einen Fürsprecher hat er auch in dem amerikanischen Senator Lindsey Graham<ref>Graham says he'll try to hold Senate meeting for Pahlavi to present his plan, 02.03.2026, Iran International</ref>, einem engen Vertrauten von Präsident Donald Trump. Obwohl Pahlavi über Steve Witkoff im Kontakt mit der US-Regierung steht<ref>Iran’s exiled crown prince says he’s been in contact with Trump administration, The Hill, 14.03.2016</ref>, hat ihn Trump bisher nicht getroffen und setzt für den Fall eines Regimewechsels eher auf Abtrünnige oder Moderate des bisherigen Regimes.<ref>Donald Trump sieht Sohn des Schahs nicht an Spitze des Iran, 3. März 2026, Die Zeit</ref> Er habe jedoch nichts gegen Pahlavi, sofern dieser die Unterstützung des iranischen Volkes erhalte.<ref>Trump expresses doubts over Iran's exiled crown prince, 3. März 2026, BBC</ref> Graham, der – neben dem israelischen Premierminister Netanjahu – großen Einfluss auf Trumps Entscheidung zum Krieg gehabt haben soll<ref>Lindsey Graham got his war. He has no idea what comes next, 11. März 2026, The Arab Weekly</ref>, tritt in Talkshows mit Pahlavi auf und reicht ihn im Senat herum. Seiner Ansicht nach werde Pahlavi künftig auf jeden Fall eine bedeutende Rolle im Iran spielen.

Öffentliche Auftritte im Exil (2025–2026)

München-Konferenz und Sicherheitskonferenz-Debatte

Im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz 2025 kam es zu öffentlichen Diskussionen über eine mögliche Teilnahme von Reza Pahlavi, nachdem ihm zunächst eine Einladung ausgesprochen worden war, die später jedoch zurückgezogen wurde.<ref>Reza Pahlavi : Eklat bei Sicherheitskonferenz. 14. Februar 2025, abgerufen am 12. Februar 2026.</ref> Pahlavi kritisierte die Entscheidung als Einschränkung der Stimme der iranischen Opposition und äußerte sich im Zusammenhang mit einem Paralleltreffen iranischer Oppositionsvertreter in München zur politischen Lage in Iran.<ref>Münchner Sicherheitskonferenz: „In Berlin wurde eine Entscheidung getroffen, um das iranische Volk zum Schweigen zu bringen“ - WELT. Abgerufen am 12. Februar 2026.</ref>

Vorstellung des Iran Prosperity Project

Im April 2025 stellte Reza Pahlavi in Washington, D.C. das Iran Prosperity Project (IPP) vor, einen wirtschaftlichen Entwicklungsplan, der von der National Union for Democracy in Iran (NUFDI) initiiert wurde.<ref>About the project. In: NUFDI Fund. Abgerufen am 12. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Plan sieht einen dreiphasigen Fahrplan für die wirtschaftliche Stabilisierung, den Aufbau demokratischer Institutionen sowie die langfristige Integration Irans in die globale Wirtschaft vor. Er richtet sich sowohl an die iranische Bevölkerung als auch an internationale Partner und betont die Bedeutung von Stabilität und Wohlstand in einem freien Iran. Die Initiative umfasst eine Reihe von Arbeitspapieren und Präsentationen, die als Richtlinie für die wirtschaftliche Zukunft nach einem möglichen politischen Übergang dienen sollen.<ref name=":2">Reza Pahlavi: Iran Prosperity Project (IPP) Keynote Remarks. National Union for Democracy in Iran (NUFDI), 30. April 2025, abgerufen am 12. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Kolumnist David Ignatius beschrieb das Konzept in einem Kommentar als detaillierte Übergangsstrategie.<ref>Opinion | How Trump can begin an Iran transition after the bloodbath. In: The Washington Post. 15. Januar 2026, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 10. März 2026]).</ref>

Paris-Konferenz

Am 23. Juni 2025 trat Pahlavi auf einer Pressekonferenz in Paris an die Öffentlichkeit. Anlass waren die israelischen Luftangriffe auf iranische Nuklearanlagen Mitte Juni 2025 sowie die daraus resultierende regionale Eskalation.<ref>Exil-Iraner: „Das ist unser Berliner-Mauer-Moment“ - WELT. Abgerufen am 12. Februar 2026.</ref>

In seiner Ansprache erklärte er, er sei bereit, im Falle eines Zusammenbruchs der Islamischen Republik eine Rolle in einer demokratischen Übergangsphase zu übernehmen, und stellte einen 100-Tage-Plan für eine interimistische Verwaltung in Aussicht. Medienberichte zufolge kündigte er institutionelle Schritte an, darunter die Einrichtung sicherer Kommunikationskanäle für regimekritische Angehörige staatlicher und militärischer Strukturen, und forderte den Obersten Führer Ali Chamenei öffentlich zum Rücktritt auf.<ref>Kim Hjelmgaard: Iran’s 'crown prince' calls for supreme leader to 'face justice'. Abgerufen am 12. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Internationale Medien wiesen darauf hin, dass einzelne von ihm geäußerte Einschätzungen zur inneren Lage Irans nicht unabhängig belegt wurden.<ref>New York Post: Live: Iran’s crown prince Reza Pahlavi holds news conference. 23. Juni 2025, abgerufen am 12. Februar 2026.</ref>

Washington-Konferenz

Im Januar 2026 hielt Pahlavi in Washington, D.C. eine Pressekonferenz im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten in Iran ab.<ref>Robert Tait: Son of former shah says he is ‘uniquely positioned’ to lead Iran as he predicts end of regime. In: The Guardian. 16. Januar 2026, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 12. Februar 2026]).</ref> Dabei wandte er sich sowohl an die iranische Bevölkerung als auch an die internationale Gemeinschaft und forderte eine verstärkte politische Unterstützung für die Protestbewegung. Medien zufolge bekräftigte er seine Bereitschaft, in einer möglichen Übergangsphase Verantwortung zu übernehmen, und verwies erneut auf einen geplanten 100-tägigen Übergangsprozess, der die Grundlage für eine demokratische Neuordnung schaffen solle.

Demonstration in München

Am 14. Februar 2026 sprach er auf einer Großdemonstration mit etwa 250.000<ref>www.orf.at.</ref> Teilnehmern am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz.<ref name=":4">München: Hunderttausende protestieren gegen das Regime im Iran. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref> Auf der Konferenz traf er mit zahlreichen internationalen Politikern zusammen, unter anderem dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, mit dem er am 13. März 2026 erneut in Paris konferierte. Er erhofft sich von der Ukraine militärische Beratung für iranische Partisanengruppen.<ref>Zelensky meets exiled Iranian opposition figure Reza Pahlavi, The Kyiv Independent, 13. März 2026</ref>

Auftritt in der Berliner Bundespressekonferenz

Am 23. April 2026 stellte sich Reza Pahlavi in Berlin den Fragen der Bundespressekonferenz.<ref name="Wurzel_Berlin">Steffen Wurzel: Zukunft des Iran: Sohn des letzten iranischen Schahs Pahlavi vor der Presse in Berlin. In: deutschlandfunk.de. 23. April 2026, abgerufen am 23. April 2026.</ref> Pahlavi forderte einen politischen Wandel im Iran und rief Deutschland sowie Europa zu einem härteren Kurs gegen das herrschende Regime in Teheran auf, um die von ihr seit 1979 unterdrückte Bevölkerung des Landes zu befreien. Pahlavi äußerte sich positiv zu den Bemühungen, den Einfluss des Regimes zu schwächen, und betonte, als Vertreter des iranischen Volkes zu sprechen. Auf kritische Fragen reagierte Pahlavi wehrhaft. Er warf den deutschen Journalisten vor, nicht genug über die Situation in Iran zu berichten und die propagandistischen Narrative des Mullah-Regimes zu reproduzieren.<ref>Pauline Jäckels: Schah-Sohn Reza Pahlavi in Berlin: Der Prinz, der sich zum Narren machte. In: taz.de. 23. April 2026, abgerufen am 23. April 2026.</ref> Kurz nach seinem Auftritt wurde er von einem Unterstützer einer islamistischen Gruppierung am Rücken und am Hals mit Tomatensoße angegriffen. Die Polizei nahm den Täter fest.<ref>Steffen Wurzel: Schah-Sohn mit Tomatensoße beworfen. In: deutschlandfunk.de. 23. April 2026, abgerufen am 23. April 2026.</ref> Pahlavis Auftritt in Berlin wurde von mehr als 9.000 seiner Unterstützer und einigen hundert seiner Gegner begleitet.<ref name="Wurzel_Berlin" /> Auf der Bundespressekonferenz selbst als auch auf einer vorherigen Pressekonferenz in Stockholm wurden von den circa 150 anwesenden Journalistinnen und Journalisten keine Fragen an Pahlavi zu den zehntausenden durch das Mullah-Regime ermordeten Menschen während der im Januar 2026 geschehenen Proteste gestellt.

Am Abend des 24. April (dem Freitag nach der Bundespressekonferenz) war Pahlavi zu Gast in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“. Dort bekräftigte er seine Kritik an der deutschen Iran-Politik und warnte eindringlich vor neuen „Deals“ mit dem Mullah-Regime. Er forderte erneut, die Revolutionsgarden auf die EU-Terrorliste zu setzen und betonte, dass Stabilität in der Region nur durch einen Systemwechsel in Teheran möglich sei.<ref>Schah-Sohn bei "illner": Kein Deal mit dem Mullah-Regime. 24. April 2026, abgerufen am 27. April 2026.</ref>

Publikationen

  • Winds of Change: The Future of Democracy in Iran. Regnery Publishing, 2002, ISBN 0-89526-191-X (englisch)
  • Gozashteh va Ayandeh. Kayhan Publishing, 2000, ISBN 0-9538644-0-5 (persisch)
  • Pour l’Iran: Entretiens avec Ahmad Ahrar. Éditions Flammarion, 2004, ISBN 2-08-068220-2 (französisch)
  • mit Michel Taubmann: Iran, L’heure du choix – Entretiens avec Michel Taubmann. Éditions Denoël, 2009, ISBN 978-2-207-26103-3 (französisch)

Literatur

  • Farah Diba-Pahlavi: Erinnerungen. Luebbe-Verlagsgruppe, 2004, ISBN 3-7857-2157-9.
  • Christian Malar, Alain Rodier: Reza Pahlavi. Le fils du Shah de l’exil à la reconquête. Plon, Paris 1986, ISBN 978-2259-01420-5.

Weblinks

Commons: Reza Pahlavi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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