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Philip Catherine

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Datei:Philip Catherine 01 (fcm).jpg
Philip Catherine (2017)

Philip Catherine (* 27. Oktober 1942 in London) ist ein belgischer Jazzgitarrist.

Leben und Wirken

Philip Catherine, Sohn einer Engländerin und eines Belgiers, stammt aus einer musikalischen Familie. Sein Großvater spielte die erste Violine im London Symphony Orchestra. Er lernte seinen Vater erst nach dem 29. April 1945 und der Befreiung des KZ Dachau kennen, wo dieser als Mitglied der belgischen Résistance interniert gewesen war.<ref>Dominique Simonet: Philip Catherine: Le guitariste qu’on faillit ne pas avoir. In: Larsen. 12. Februar 2021 (larsenmag.be).</ref> Nach Zwischenstationen in Düsseldorf und Bremen wuchs er mit seinen Eltern in Brüssel auf. Er entdeckte die Gitarre und lernte sie zu spielen, nachdem er Georges Brassens gehört hatte. Über seinen Gitarrenlehrer entdeckte er sein Interesse am Jazz. Einen großen Einfluss hatte die Musik von Django Reinhardt auf seine Entwicklung als Gitarrist. Er entwickelte einen singenden Ton auf der Gitarre, der ihn leicht identifizierbar macht.<ref>Karsten Mützelfeld: Singing Strings – Philip Catherine. In: WDR 3. 7. März 2024, abgerufen am 8. August 2025.</ref>

Ab 1959 begann Catherine professionell zu spielen. 1961 spielte er mit Lou Bennett seine erste Tournee, gastierte mit diesem und Franco Manzecchi zudem im Jazzclub Blue Note in Paris, begleitete in den 1960er Jahren aber während seines Wirtschaftsstudiums auch Dexter Gordon und Stéphane Grappelli und trat 1966 abermals mit Bennett und Manzecchi auf in Prag und in Warschau beim Jazz Jamboree. Mit einem Sextett, das er mit Jacques Bekaert leitete, wurde er zum Montreux Jazz Festival 1969 eingeladen.<ref>Festival 1969. In: Concerts database. Montreux Jazz Archive, abgerufen am 27. November 2022.</ref> Nach seinem Militärdienst war er 1971/1972 Mitglied des Quintetts „Experience “von Jean-Luc Ponty, mit Joachim Kühn am Piano, nachdem er seine erste LP Stream (mit Jiggs Whigham) aufgenommen hatte, die Sacha Distel produziert hatte. Mit Charlie Mariano und Jasper van’t Hof spielte er seit 1973 in der Gruppe „Pork Pie“. Daneben legte er weitere Alben unter eigenem Namen wie Guitars vor.

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Philip Catherine mit Pork Pie (1974)
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Philip Catherine mit 'Pork Pie' (1978)

Catherine spielte auch im Duo mit Larry Coryell (den er wieder näher zur akustischen Gitarre brachte), zuerst spontan auf den Berliner Jazztagen 1976, später auch auf Alben (Twinhouse, Splendid 1978). Videoaufnahmen von ihrem Duo-Auftritt beim Montreux Jazz Festival 1977 veranlassten Charles Mingus, die beiden Gitarristen zur Aufnahme seines Albums Three or Four Shades of Blues einzuladen. Mingus verlieh ihm den Beinamen „Young Django.“<ref>Philip Catherine: Overdue Ovation: A European legend seeks trans-Atlantic love. In: JazzTimes. 2. Juli 2010, abgerufen am 5. Dezember 2022.</ref>

Seitdem ist Catherine in den verschiedensten Besetzungen mit vielen namhaften Musikern wie Chet Baker (6 Alben), Tom Harrell (3 Alben), Didier Lockwood (im Trio mit Christian Escoudé), Rudolf Dašek, Charlie Mariano, Benny Goodman, Charles Mingus, Carla Bley, Klaus Doldinger, Alphonse Mouzon, Niels-Henning Ørsted Pedersen (3 Alben) oder Miroslav Vitouš aufgetreten.

Catherine erhielt eine Reihe von Preisen als Jazzmusiker, so war er 1978 Künstler des Jahres der Deutschen Phono-Akademie, 1995 erhielt er den belgischen „Django d’Or“, 1998 den französischen „Django d’Or“.

Diskographische Hinweise

Datei:Stephane Grapelli, Philip Catherine, Larry Corryel...jpg
Catherine (2. von rechts) mit (von links) Larry Coryell, Stéphane Grappelli und Niels-Henning Ørsted Pedersen

Lexigraphische Einträge

Weblinks

Commons: Philip Catherine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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