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Karl Gundelach

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Februar 2026 um 19:46 Uhr durch imported>Bernd Schwabe in Hannover (Querverweis).
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Datei:Adolf Eckstein Verlag Berlin-Charlottenburg Nr. 3694 Heliogravure Brustbild Karl Gundelach 02.jpg
Brustbild Gundelachs mit faksimilierter Unterschrift, um 1900;
Adolf Eckstein’s Verlag Berlin-Charlottenburg; Heliogravüre Nr. 3694

Karl Gundelach<ref name="HGBl. NF 39">Helmut Zimmermann: Der Bildhauer Karl Gundelach (1856–1920). In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge Bd. 39, Heft 2–4 (1985), S. 237–260.</ref> oder Carl Gundelach<ref name="Catalogus">Rita Seidel (Schriftltg.), Horst Gehrken, Oskar Mahrenholtz, Karl-Heinz Manegold, Cord Meckseper, Gerhard Schlitt, Rita Seidel (Red.): Gundelach, Heinrich Carl Christian Philipp, in dies.: Catalogus Professorum 1831–1981. Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Universität Hannover, Bd. 2, hrsg. im Auftrag des Präsidenten, Stuttgart; Berlin; Köln; Mainz: Verlag W. Kohlhammer, 1981, ISBN 3-17-007321-4 (Gesamtwerk: ISBN 3-17-007322-2), S. 92.</ref> oder Heinrich Karl Christian Philipp Gundelach (* 16. Juni 1856 in Linden (Hannover); † 19. Januar 1920 Hannover) war ein deutscher Bildhauer.<ref name="glass-portal">Reinhard Glaß, Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Gundelach, Heinrich Karl Christian Philipp in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 19. November 2022.</ref>

Leben

Datei:1903-01-06 Ludwig Moser Kristall-Pokal Hannoverscher Künstlerverein gewidmet Karl Gundelach.jpg
Gundelach am 6. Januar 1903 vom Hannoverschen Künstlerverein gewidmeter Kristallpokal;
Karlsbader Glasindustrie-Gesellschaft Ludwig Moser & Söhne AG

Gundelachs Vorfahren stammen aus den Orten Silberborn und Schönhagen nordwestlich von Uslar im Solling. Von dort übersiedelte Gundelachs Großvater, der Weber-Geselle Justus Ludewig Gundelach nach Linden vor Hannover, wo er einen eigenen Webereibetrieb gründete. Aus dessen Ehe am 2. Juli 1822 in Lindener Martinskirche geschlossenen Ehe mit der aus Dannenberg stammenden Webermeister-Tochter Sophie Dorothee Schulze ging am 18. Januar 1825 Gundelachs Vater Heinrich Gundelach hervor, der später die Arbeit am eigenen Webstuhl aufgab und dann „viele Jahrzehnte als Werkmeister, Expedient, Buchhalter und Rechnungsführer“ in der 1853 gegründeten Mechanischen Weberei wirkte. Gundelachs Vater hatte am 28. Dezember 1851 in der Lindener Martinskirche die aus Lüneburg stammende Tochter eines Böttchermeisters geeehlicht. Aus der Verbindung ging neben Karl 7 Jahre jüngerem Bruder, der später in Magdeburg tätige Geheime Veterinärrat Georg Gundelach, auch zwei Schwestern des Künstlers hervor.<ref name="HGBl. NF 39" />

Carl Gundelach absolvierte sein Studium in den Jahren 1871 bis 1886 an der Polytechnischen Schule (Technischen Hochschule) Hannover. Er unterbrach es 1873 bis 1877 für eine Bildhauerlehre bei dem hannoverschen Bildhauer Wilhelm Engelhard und 1882 bis 1885 für ein Studium an der Berliner Akademie.<ref name="SLH">Hugo Thielen: Gundelach, Karl, in: Stadtlexikon Hannover, S. 242–243</ref>

Gundelach war seit 1884 Mitglied der hannoverschen Bauhütte und trat 1887 des Hannoverschen Künstlerverein bei.<ref name="SLH" />

Am 14. April 1891 heiratete Gundelach in der Aegidienkirche Ida Anna Emilie Luise Else Helmholz, Tochter des aus Gronau stammenden Pianoforte-Fabrikanten Friedrich Helmholz. Wenig später, am 9. Februar 1892 wurde Gundelachs Tochter Magdalene geboren (gestorben 25. März 1974 in Hannover), die den hannoverschen Kaufmann Gerhard Otte ehelichte.<ref name="HGBl. NF 39" />

Von 1900 bis 1920 arbeitete Gundelach als Lehrer an der Kunstgewerbeschule Hannover, parallel dazu ab 1903 auch als Dozent und ab 1910 als Professor an der Technischen Hochschule Hannover.<ref name="SLH" />

Viele seiner Werke entstanden in Zusammenarbeit mit der „Hannoverschen Schule“; vor allem entstanden Denkmäler zusammen mit hannoverschen Architekten wie Otto Lüer. Noch heute zeugen Skulpturen, Bildwerke, Reliefs und Brunnen im Stadtbild Hannovers von Gundelachs bildnerischem Schaffen.<ref name="SLH" />

Datei:Familiengrab Karl Gundelach, Stadtfriedhof Stöcken (19015).jpg
Familien-Erbbegräbnis mit Gundelachs Friedensengel; Stadtfriedhof Stöcken

Karl Gundelach wurde im Erbbegräbnis der Familie mit dem von ihm geschaffenen "Friedensengel" auf dem Stadtfriedhof Stöcken beigesetzt.<ref name="HGBl. NF 39" />

Werke (Auswahl)

  • nach 1884: Friedensengel, Brunnenfigur auf dem Lindener Bergfriedhof in Hannover
  • 1890: Reliefs am Verwaltungsgebäude der Landschaftlichen Brandkasse in Hannover (nicht erhalten)
  • 1893: Peter-Friedrich-Ludwig-Denkmal auf dem Schlossplatz in Oldenburg
  • 1895: Kaiserstandbilder auf der Balkonbrüstung am Landgericht Bremen, Domsheide
  • 1896: Holzmarkt-Brunnen in Hannover (mit Otto Lüer)
  • 1897–1898: Figuren der Brunsviga und der Hannovera am Giebel der Braunschweig-Hannoverschen Hypothekenbank in Hannover, Landschaftstraße 8
  • 1897–1901: Reliefs an der Hauptfassade des Niedersächsischen Landesmuseums in Hannover (mit Georg Herting und Georg Küsthardt)
  • 1900: Figuren des Brunnens an der Flusswasserkunst in Hannover, Friederikenplatz (Figuren 1941 eingeschmolzen; Schale heute auf dem Klagesmarkt)
  • nach 1900: Grabmal für Hermann Schlüter auf dem Stadtfriedhof Engesohde in Hannover
  • 1900–1901: Figurengruppe (Stifter Karl Lange und zwei weitere Figuren) für die Langesche Stiftung in der Luisenpassage in Hannover, Theaterstraße 14 (unter Denkmalschutz)
  • 1902: Grabdenkmal für Ludwig Hölty auf dem Alten St.-Nikolai-Friedhof in Hannover (mit Otto Lüer)
  • 1908: Reichenbach-Denkmal (auch Sülfmeister-Brunnen) in Lüneburg (mit Otto Lüer; erst später an den heutigen Standort versetzt)
  • um 1912: Reliefs am Neuen Rathaus in Hannover
  • 1913: Johanna-Stegen-Denkmal in Lüneburg, Bastionstraße
  • 1914: Hirtenbrunnen in Göttingen (Skulptur, Brunnen-Architektur: Wilhelm Rathkamp)<ref>Hirtenbrunnen. In: denkmale.goettingen.de. Stadt Göttingen, Kulturamt, abgerufen am 20. März 2024.</ref><ref>Walter Nissen: Göttinger Denkmäler, Gedenksteine und Brunnen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1978, ISBN 3-525-39149-8, S. 51–52.</ref><ref>Jan Volker Wilhelm: Das Baugeschäft und die Stadt. Stadtplanung, Grundstücksgeschäfte und Bautätigkeit in Göttingen (1861–1924). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-85425-0, S. 369–370.</ref>
  • 1916: Denkmal für Conrad Wilhelm Hase am Künstlerhaus Hannover, Sophienstraße (mit Otto Lüer)

Literatur

Siehe auch

Weblinks

Commons: Karl Gundelach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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