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Lloyd Dynamowerke

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Lloyd Dynamowerke

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Lloyd Dynamowerke Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1915
Sitz Bremen, Deutschland
Leitung Maximilian Lachenmaier, Sepp Lachenmaier, Generalbevollmächtigter: Jörg Recktenwald
Mitarbeiterzahl ca. 140 (2017)<ref name="WK-170411">Maren Beneke: Neue Besitzer für Bremer Lloyd Dynamowerke, Weser-Kurier, 11. April 2017, abgerufen am 10. Mai 2017.</ref>
Umsatz ca. 25 Mio. Euro (2016)<ref name="WK-170411" />
Branche Elektromaschinenbau
Website www.ldw.de
Datei:LDW Werkstor.jpg
LDW am Hastedter Osterdeich

Die Lloyd Dynamowerke GmbH (LDW) sind ein deutsches Unternehmen mit Sitz im Bremer Stadtteil Hemelingen, Ortsteil Hastedt.

Geschäftsfeld

Der Produktionsschwerpunkt liegt bei großen elektrischen Maschinen (Motoren/Generatoren) für Schiffsantriebe, industrielle Antriebstechnik und Energieerzeugung (z. B. Wasserkraftanlagen). Hierbei erfolgt in der Regel keine Serienproduktion, sondern eine individuelle Anfertigung.

Die LDW betreiben eigene Forschung und Entwicklung und kooperieren mit Universitäten und Hochschulen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/presse.uni-bremen.deUni Bremen, Direktantrieb von Walzen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref><ref>Hochschule Bremerhaven, fk-wind Projektdatenbank</ref><ref>Sascha Rentzing: Leistungsstarke Windturbinen. Leicht in den Wind gestellt. In: Handelsblatt. 9. Oktober 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Februar 2014; abgerufen am 24. September 2012.</ref>

Darüber hinaus stellen die LDW den Service für elektrische Großmaschinen der 1996 aufgelösten AEG sicher – sämtliche Unterlagen der ehemaligen AEG-Erzeugnisse befinden sich im Besitz der LDW. Auch für sehr alte Maschinen können daher Ersatzteile oder vollständige Ersatzmaschinen mit gleichen Eigenschaften nachgebaut werden.

Die Maschinen werden über ein dichtes Vertriebs- und Servicenetz weltweit geliefert und betreut.

Geschichte

Datei:Lloyd-Dynamowerke AG 1000 Mk 1917.jpg
Aktien-Blankette der Lloyd-Dynamowerke AG vom Mai 1917

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die LDW ein wichtiger Baustein der Industrieansiedlung in Bremen: Die Großreederei Norddeutscher Lloyd gründete am 15. Mai 1906 die Norddeutsche Automobil- und Motorenwerke Aktiengesellschaft (NAMAG). Im Zuge der 1914 durchgeführten Fusion von NAMAG und der Hansa Automobil Gesellschaft in Varel zur Hansa-Lloyd Werke A.G. wurde 1915 die Abteilung für Dynamo- und Elektromotorenbau als Lloyd Dynamowerke Aktiengesellschaft ausgegliedert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Werkschronik zu Borgward (Memento vom 21. Oktober 2007 im Internet Archive).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadtteilbroschüre Hemelingen (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jubiläumsurkunde der Handelskammer Bremen (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)</ref> Treibende Kraft dabei war Elektroautomobil-Pionier Sigmund Meyer.<ref>Hans Christoph Graf von Seherr-Thoß: Meyer, Sigmund (genannt Hans Sigismund). In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 17. Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).</ref> Es wurden Gleich- und Wechselstrommotoren sowie komplette Schiffsinstallationen gefertigt.

Die AEG übernahm 1934 die Aktienmehrheit der LDW. Es werden Gleichstrommotoren und -generatoren bis zu einer Leistung von mehreren MW und dreiphasige Synchrongeneratoren gefertigt. 1960 ging das Unternehmen vollständig in den AEG-Besitz über.

Im Jahr 1983 wurde die Produktpalette erweitert durch Gleichstrommotoren bis 8.000 kW, Synchronmaschinen bis 55.000 kW und Asynchronmaschinen bis 35.000 kW. Vorsitzender der Geschäftsführung der Lloyd Dynamowerke GmbH wurde 1984 der bereits seit 1952 dort (ab 1966 als Geschäftsführer) tätige Elektroingenieur Karl Hermann Wark.<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1305.</ref> 1986 entstanden eine neue Montagehalle und ein Prüffeld für Maschinen bis 200 Tonnen. 1994 wurde LDW mit Fokus auf die Kerngeschäfte (Verkauf und Entwicklung, Wickeln, Zusammenbau, Prüfung und Service) restrukturiert. Die elexis Elektroholding GmbH (1998 umfirmiert in Elexis AG) übernahm 1996 die LDW – wie auch andere AEG-Gesellschaften aus dem Daimler-Benz-Konzern. Die LDW wurden 1999 wieder zu einem unabhängigen Unternehmen.

2006 wurde das Unternehmen vom Berliner Finanzinvestor CMP Capital Management-Partners GmbH<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CMP Portfolio (Memento vom 9. Februar 2008 im Internet Archive)</ref> übernommen. Im August 2008 erwarb Kirloskar Electric Company Limited, einer der führenden indischen Anbieter von elektrischen Maschinen, die Mehrheitsanteile an den LDW.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lloyd-Dynamowerke - Bremen - Unternehmen (Memento vom 26. Oktober 2012 im Internet Archive)</ref>

Im September 2014 meldete das Unternehmen trotz guter Auftragslage erneut Insolvenz an,<ref>Kristin Hermann: Lloyd-Dynamowerke insolvent. In: Weser-Kurier. 10. September 2014, abgerufen am 11. September 2014.</ref> nachdem es schon 1999 und 2006 in finanzielle Schwierigkeiten geraten war.<ref name="RB-170118">Lloyd Dynamowerke melden Insolvenz an. Radio Bremen, 18. Januar 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Januar 2017; abgerufen am 21. Januar 2017.</ref> In der Folge wurde das Unternehmen im Januar 2015 vom südkoreanischen Industriekonzern Hyosung Corporation übernommen.<ref>Hyosung übernimmt Lloyd Dynamowerke. In: Weser-Kurier. 5. Februar 2015, abgerufen am 7. Februar 2015.</ref> Im Januar 2017 meldete das Unternehmen nach dem Rückzug der südkoreanischen Hyosung-Gruppe wegen Überschuldung Insolvenz an.<ref name="RB-170118" /> Das Unternehmen wurde in der Folge durch das in Luxemburg ansässige Unternehmen Powertrans übernommen.<ref>Übernahme der Dynamowerke durch Powertrans offiziell, Die Welt, 5. April 2017, abgerufen am 10. Mai 2017.</ref>

Siehe auch

Weitere Bremer Unternehmen in der Nachfolge der NAMAG:

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 53° 3′ 39,2″ N, 8° 52′ 16″ O

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