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Persebeck

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Dezember 2025 um 20:48 Uhr durch imported>Alfdager (Aktualisierung statistischer Daten, anhand folgender Quellen: https://statistikportal.dortmund.de/statistikatlas/bevoelkerung.html; https://statistikportal.dortmund.de/statistikatlas/altersgruppen.html; https://statistikportal.dortmund.de/statistikatlas/migrationshintergrund.html (abgerufen am 04.12.2025)).
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Persebeck
Stadt Dortmund
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1915)&title=Persebeck 51° 28′ N, 7° 25′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1915) 51° 27′ 31″ N, 7° 24′ 33″ O
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Höhe: ca. 100 m ü. NHN
Fläche: 1,6 km²
Einwohner: 1915 (31. Dez. 2024)<ref>Einwohnerzahl am 31.12.2024</ref>
Bevölkerungsdichte: 1.197 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1921
Eingemeindet nach: Barop
Postleitzahl: 44227
Vorwahl: 0231
Unterbezirk: 661

Der Ortsteil Persebeck liegt im Südwesten der Stadt Dortmund, direkt an der Stadtgrenze zu Witten. Er wurde im Jahr 820 erstmals urkundlich erwähnt.

Persebeck wird begrenzt von den Wittener Stadtteilen Rüdinghausen und Stockum sowie den Dortmunder Stadtteilen Kruckel, Menglinghausen, Eichlinghofen und Salingen. Persebeck gehört zum Stadtbezirk Hombruch.

Geographie

Durch Persebeck fließt der Grotenbach, der zum Verbund der Emschergenossenschaften gehört. Der Grotenbach fließt von Witten kommend durch Persebeck und mündet in Hombruch in den Rüpingsbach. Durch eine gezielte Verrohrung der Schmutzwässer wurde der Grotenbach von Fäkalien und Industrieabwässern befreit. Das alte Betonbett der Emschergenossenschaft wurde entfernt, eine endgültige Renaturierung steht aber noch aus.

Geschichte

Persebeck wurde erstmals 820 mit in uilla dicitur Perricbeci in pago Boretra urkundlich erwähnt. Um 1000 als Perrecbeki im Urbar der Reichsabtei Werden. Um 1220 als Pirrebecke in der Vogteirolle des Stifts Essen. Zwischen 1397 und 1432 erscheint Perenbecke im Volmarsteiner Lehnsregister. Später wurde das Dorf urkundlich auch Perenbeke, Pirebecke, Peyrsbecke, Pyrbeke, Peirssbeke, Persbeick oder Piersbeek genannt. Ab 1627 setzte sich der heutige Ortsname Persebeck durch.

Persebeck gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in eigener Bauerschaft (Persbeick) im Amt Hörde (historisch) zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 12 Steuerpflichtigen Hofbesitzer in der Bauerschaft zwischen 1 und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten. Darunter der Hof des Jan Brinckman mit 6 Goldgulden Abgabe an das Stift Essen.<ref>Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 32 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Persebeck)</ref> Im Jahr 1705 waren in der Baurschafft Peersbecke fünf Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Hörde im Kataster verzeichnet.<ref>Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, Bearb. von Willy Timm, S. 129</ref>

Die Deutung des Ortsnamens kann mit Bach, der etwas eingrenzt oder abgrenzt umschrieben werden.<ref>Michael Flöer: Die Ortsnamen der Stadt Dortmund und der Stadt Hagen, in: Westfälisches Ortsnamenbuch, Band 16, Bielefeld 2021, S. 203–205</ref>

Im 19. Jahrhundert war Persebeck eine Landgemeinde im Landkreis Hörde und Amt Barop. 1885 hatte die Gemeinde (plus 1 Wohnplatz) eine Fläche von 1,40 km², davon 107 ha Ackerland, 15 ha Wiesen und 2 ha Holzungen. Es gab 18 Wohngebäude mit 33 Haushaltungen und 193 Einwohner.<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Berlin 1887, S. 84/85, Online-Ausgabe Münster, Universitäts- und Landesbibliothek 2014</ref>

Im Jahr 1921 wurde Persebeck nach Barop eingemeindet.<ref>Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1925, S. 8, Fußnote 21</ref>

Lokales

In der Nacht zum 30. September 2019 überflutete Starkregen eine Wiese am Grotenbach, auf der 350 Schafe nächtigten. Der Starkregen überflutete die Wiese teilweise auf 2 m Höhe. Ein Nachteinsatz von 120 Feuerwehrleuten rettete ca. 330 Tiere, 20 Schafe ertranken. Es war ein schwieriger und kraftraubender Einsatz, da sich das Gewicht der Tiere durch das aufgesogene Wasser mehr als verdoppelte.

Der Löschzug 17 der Freiwilligen Feuerwehr Dortmund ist in Persebeck stationiert, an der Einmündung der Kruckeler Straße in die Menglinghauser Straße. Diese Straßen bilden die Hauptverkehrswege im Ort. Über die Linie 448 der Stadtwerke Dortmund im VRR ist der Ort in den ÖPNV eingebunden. Mit der angrenzenden Bahnlinie und dem Haltepunkt Kruckel (S-Bahn-Linie 5) besteht eine gute Verbindung zum Dortmunder Hauptbahnhof sowie nach Witten und Hagen.

Persebeck hat einen Kindergarten und eine AWO in der Straße Grotenkamp. Ebenfalls im Gebäude der AWO und des Kindergartens befindet sich ein Jugendraum. Vor dem Bau des städtischen Gebäudes mussten alte Stollenanlagen der Zeche Vereinigte Wiendahlsbank aufwändig mit Beton verfüllt werden. Im angrenzenden Gelände zur Freiwilligen Feuerwehr und zur Menglinghauser Straße befindet sich der „Westentaschenpark“, eine Mini-Grünfläche mit Spielgeräten und einem Bolzplatz.

Lebensmittel sind in einem kleinen Einkaufszentrum, welches zwischen Kruckel und Persebeck liegt, zu beziehen. Als weitere Einzelhändler haben sich in Persebeck ein Kiosk, ein Fahrradgeschäft und ein Blumengeschäft angesiedelt.

Bevölkerung

Der Stadtteil Persebeck gehört zum statistischen Bezirk Persebeck-Kruckel-Schnee.

Bevölkerungsstruktur im statistischen Unterbezirk Persebeck:

Das durchschnittliche Einkommen in Persebeck entspricht etwa dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einw.
2003 2081
2008 2039
2013 1978
2018 1974
2024 1915

Einzelnachweise

<references />

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Aplerbeck: Aplerbeck (mit Aplerbecker Mark) | Berghofen (mit Berghofer Mark) | Schüren | Sölde | Sölderholz (mit Lichtendorf)
Brackel: Asseln | Brackel (mit Neuasseln) | Wambel | Wickede
Eving: Brechten | Eving (mit Kemminghausen) | Holthausen | Lindenhorst
Hombruch: Barop (mit Schönau) | Bittermark | Brünninghausen (mit Renninghausen) | Eichlinghofen (mit Salingen) | Hombruch | Kirchhörde-Löttringhausen (mit Großholthausen, Kirchhörde, Kleinholthausen, Löttringhausen und Schanze) | Menglinghausen | Persebeck-Kruckel-Schnee (mit Kruckel, Persebeck und Schnee) | Rombergpark-Lücklemberg (mit Lücklemberg)
Hörde: Benninghofen (mit Loh) | Hacheney | Holzen (mit Höchsten) | Hörde (mit Clarenberg) | Syburg (mit Buchholz) | Wellinghofen (mit Niederhofen) | Wichlinghofen
Huckarde: Deusen | Huckarde (mit Wischlingen) | Jungferntal-Rahm (mit Jungferntal und Rahm) | Kirchlinde (mit Hangeney)
Innenstadt-Nord: Borsigplatz | Hafen | Nordmarkt
Innenstadt-Ost: Kaiserbrunnen (mit Körne) | Ruhrallee | Westfalendamm (mit Gartenstadt)
Innenstadt-West: City | Dorstfeld | Dorstfelder Brücke | Westfalenhalle (mit Kreuzviertel
Lütgendortmund: Bövinghausen | Kley | Lütgendortmund (mit Holte-Kreta und Somborn) | Marten | Oespel | Westrich (mit Dellwig)
Mengede: Bodelschwingh | Mengede (mit Brüninghausen) | Nette | Oestrich | Schwieringhausen (mit Ellinghausen und Groppenbruch) | Westerfilde
Scharnhorst: Alt-Scharnhorst | Derne | Hostedde (mit Grevel) | Kirchderne | Kurl-Husen (mit Fleier, Husen und Kurl) | Lanstrop | Scharnhorst-Ost

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