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Neuglobsow

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Neuglobsow
Gemeinde Stechlin
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(248)&title=Neuglobsow 53° 9′ N, 13° 3′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(248) 53° 8′ 48″ N, 13° 2′ 49″ O
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Höhe: 73 m
Einwohner: 248 (31. Dez. 2025)<ref>Statistiken – Amt Gransee und Gemeinden. Abgerufen am 8. April 2026.</ref>
Eingemeindung: 27. September 1998
Postleitzahl: 16775
Vorwahl: 033082
Datei:Neuglobsow church.jpg
Kirche
Datei:Neuglobsow-Dorfstraße-14-04-2010 037.jpg
Dorfstraße

Neuglobsow ist eine ehemals selbstständige Gemeinde im Norden des Landkreises Oberhavel in Brandenburg am Ostufer des Großen Stechlinsees. Sie ist seit dem 27. September 1998 ein Ortsteil der Gemeinde Stechlin.<ref>StBA: Namens- und Grenzänderungen der Gemeinden: 1998.</ref> Zu Neuglobsow gehört der Große Stechlinsee sowie der Dagowsee.

Neuglobsow ist per Fahrrad über den Radweg Berlin–Kopenhagen erreichbar.<ref>Zehdenick–Fürstenberg | Berlin–Kopenhagen. Abgerufen am 14. Mai 2017.</ref>

Geschichte

Der Ort entstand 1780 im Zusammenhang mit einer Glashütte, die bis ungefähr 1900 grünes Tafelglas herstellte. Gründerin war die 1733 geborene Johanna Louise Pirl. Die Betreiberin einer Glashütte im brandenburgischen Dorf Globsow zog aufgrund von Ressourcenverknappung mit ihrem Betrieb an den Dagowsee. Dort entstand Neuglobsow. Die Fachwerkhäuser der Glasmacher prägen noch heute das Ortsbild. Seit 2002 befindet sich dort ein Glasmuseum. Theodor Fontane besuchte Neuglobsow auf seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg und verarbeitete Landschaftseindrücke und Ortssagen in seinem Roman Der Stechlin.

Am 22. März 1989 erlangte Neuglobsow deutschlandweite Bekanntheit, weil eine Versammlung der Einwohner erstmals in der Geschichte der DDR die Kandidatenliste der SED für eine Kommunalwahl ablehnte und damit die Vorlage einer neuen Liste erzwang.<ref>http://www.spurensicherung.org/texte/Band4/halling.htm</ref><ref name="spiegel-13493039">Sex und Suff. In: Der Spiegel. Nr. 14, 1989, S. 114–116 (online3. April 1989).</ref>

Von 1930 bis 1945 hatte Neuglobsow Bahnanschluss als Endstation der Stechlinseebahn. Das ehemalige Bahnhofsgebäude dient heute als Wohnhaus.

Seit dem 11. Oktober 2008 ist der Ortsteil staatlich anerkannter Erholungsort.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 246
1890 125
1925 201
1933 249
1939 259
Jahr Einwohner
1946 365
1950 447
1964 373
1971 392
1981 499
Jahr Einwohner
1985 497
1989 496
1990 493
1991 498
1992 496
Jahr Einwohner
1993 472
1994 465
1995 470
1996 472
1997 457

Gebietsstand des jeweiligen Jahres<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel. S. 22–25</ref>

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit Neuglobsow verbundene Persönlichkeiten

  • Johanna Louise Pirl (1733–1810), Glashüttenbetreiberin und Ortsbegründerin von Neuglobsow
  • Geo Heinrich Plate (1844–1914), Geschäftsmann, lebte in Neuglobsow
  • Hans Meyer (1849–1913), Gymnasiallehrer und Liederdichter, auf dem Neuglobsower Friedhof bestattet
  • Georg Ludwig Meyn (1859–1920), Porträt- und Genremaler, lebte im Eulenhaus in Neuglobsow
  • Armin T. Wegner (1886–1978), Schriftsteller, lebte in Neuglobsow
  • Lola Landau (1892–1990), Schriftstellerin, Ehefrau von Armin T. Wegner, lebte in Neuglobsow
  • Hanns Krause (1916–1994), Schriftsteller, lebte in Neuglobsow
  • Lori Ludwig (1924–1986), Schriftstellerin, Ehefrau von Hanns Krause, lebte in Neuglobsow

Weblinks

Commons: Neuglobsow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Neuglobsow in der RBB-Sendung Landschleicher vom 8. Mai 2016

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Dagow | Dollgow | Güldenhof | Neuglobsow | Neuroofen | Menz | Schulzenhof Vorlage:Klappleiste/Ende

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