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Kaliumpikrat

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Strukturformel
Strukturformel von Kaliumpikrat
Allgemeines
Name Kaliumpikrat
Andere Namen

KP

Summenformel C6H2KN3O7
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff<ref name="Schilling">Horst Schilling, Hans Spandau, Old?ich Tomí?ek: Elemente der Ersten Hauptgruppe Einschl. Ammonium: Wasserstoff · Lithium · Natrium · Kalium · Ammonium · Rubidium · Caesium. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-45804-0, S. 107 (books.google.com).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 209-361-0
ECHA-InfoCard 100.008.511
PubChem 68454
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 267,19 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Schilling" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.812">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 200​‐​331​‐​311​‐​301
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kaliumpikrat ist ein gelbes explosives Pulver mit bitterem Geschmack. Es ist das Kaliumsalz der Pikrinsäure mit Initialsprengstoffeigenschaften wie alle Metallsalze der Pikrinsäure. Löslich ist es in Aceton und Ethanol, in kaltem Wasser löst es sich kaum, es lässt sich dennoch eine Gelbfärbung erkennen, in heißem Wasser löst es sich nur mäßig. Unter einem 2 kg Fallhammer explodiert es mit 50%iger Wahrscheinlichkeit bei einer Fallhöhe von 21 cm.<ref>Urbanski: 1. Band</ref>

Geschichte

Kaliumpikrat wurde schon von Johann Rudolph Glauber dargestellt. Die Tincturia nitri Glauberi, die im 17./18. Jahrhundert medizinische Verwendung fand, war eine alkoholische Lösung von Kaliumpikrat, das Johann Rudolph Glauber aus Wolle und konzentrierter Salpetersäure und nachheriges Neutralisieren mit Pottasche erhalten hatte.<ref>Gustav Fester: Die Entwicklung der chemischen Technik bis zu den Anfängen der Grossindustrie Ein Technologisch-Historischer Versuch. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-91528-4, S. 186 (books.google.com).</ref>

Gewinnung und Darstellung

Hergestellt werden kann es durch Neutralisation einer wässrigen Pikrinsäurelösung mit Kaliumhydroxid oder durch Reaktion von Pikrinsäure mit Kaliumbicarbonat.<ref>Georg Frerichs, Georg Arends, Heinrich Zörnig: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Für Apotheker, Arzneimittelhersteller Drogisten, Ärzte und Medizinalbeamte. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-90729-6, S. 422 (books.google.com).</ref> Pyrotechnische Verwendung findet es in Mischung mit Kaliumnitrat in Heulsätzen.

Einzelnachweise

<references />