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Carl Lewis

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Carl Lewis Vorlage:SportPicto

Datei:Carl Lewis (cropped).jpg
Carl Lewis (2023)

Voller Name Frederick Carlton Lewis
Nation Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Geburtstag 1. Juli 1961
Größe 188 cm
Gewicht 80 kg
Karriere
Disziplin Sprint, Weitsprung
Bestleistung 9,86 s (100 m)
19,75 s (200 m)
8,87 m (Weitsprung)<ref name="keine-8,91m">Zitat: Long Jump: 8,87 m, Wind: −0,2; Long Jump: 8,91 m, Wind: +2,9 (* nicht gültig). Athlete Name: Carl Lewis. In: Profiles. World Athletics, 2022. Auf WorldAthletics.org (englisch), abgerufen am 24. Januar 2022.</ref>
Verein Santa Monica Track Club
Karriereende 1996
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 9 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 8 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Panamerik. Spiele 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Los Angeles 1984 100 m
Gold Los Angeles 1984 200 m
Gold Los Angeles 1984 Weitsprung
Gold Los Angeles 1984 4 × 100 m
Gold Seoul 1988 100 m
Gold Seoul 1988 Weitsprung
Silber Seoul 1988 200 m
Gold Barcelona 1992 Weitsprung
Gold Barcelona 1992 4 × 100 m
Gold Atlanta 1996 Weitsprung
 Weltmeisterschaften
Gold Helsinki 1983 100 m
Gold Helsinki 1983 Weitsprung
Gold Helsinki 1983 4 × 100 m
Gold Rom 1987 100 m
Gold Rom 1987 Weitsprung
Gold Rom 1987 4 × 100 m
Gold Tokio 1991 100 m
Gold Tokio 1991 4 × 100 m
Silber Tokio 1991 Weitsprung
Bronze Stuttgart 1993 200 m
 Panamerikanische Spiele
Bronze San Juan 1979 Weitsprung
Gold Indianapolis 1987 Weitsprung
Gold Indianapolis 1987 4 × 100 m

Carl Lewis (eigentlich Frederick Carlton Lewis; * 1. Juli 1961 in Birmingham, Alabama) ist ein US-amerikanischer ehemaliger Leichtathlet. Er zählt zu den erfolgreichsten Leichtathleten der Sportgeschichte. Er erzielte mehrere Weltrekorde und dominierte zwischen 1983 und 1996 im Sprint und im Weitsprung mit neun Olympiasiegen und acht Weltmeistertiteln wie kaum ein anderer. Im Jahr 1999 wurde er von der IAAF (World Athletics) als Leichtathlet des Jahrhunderts geehrt.

Karriere

Olympische Spiele

1980 wurde Carl Lewis in die US-Auswahl für die Olympischen Spiele in Moskau berufen. Der amerikanische Boykott der Spiele verhinderte aber Lewis’ ersten großen internationalen Auftritt. Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles kam dann die Wiedergutmachung. Lewis, der bereits im Jahr zuvor bei den Weltmeisterschaften in Helsinki erfolgreich war, gewann vier Goldmedaillen (100 m, 200 m, Weitsprung, 4 × 100 m), wobei er das gleiche Kunststück fertigbrachte, welches seinem großen Vorbild Jesse Owens bei den Spielen 1936 in Berlin gelungen war.

Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul konnte Lewis seiner Sammlung im Weitsprung und im 100-Meter-Lauf zwei weitere Goldmedaillen hinzufügen. Allerdings wurde ihm letztere erst nachträglich zuerkannt, nachdem der zunächst siegreiche Ben Johnson des Dopings überführt wurde. Dass Lewis trotzdem nicht den Vierfachtriumph von Los Angeles wiederholen konnte, lag an der Disqualifikation der US-amerikanischen Sprintstaffel im Vorlauf wegen eines Wechselfehlers. Neben Calvin Smith war an diesem Missgeschick mit Lee McNeill ausgerechnet der Ersatzmann beteiligt, der anstelle von Lewis eingesetzt wurde, um diesen aufgrund seiner vielen Einzelstarts zu schonen. Außerdem musste sich Lewis über 200 Meter seinem Freund und Teamkameraden Joe DeLoach geschlagen geben.

Vier Jahre später konnte sich Lewis für die Spiele in Barcelona aufgrund einer Krankheit im Vorfeld nicht für einen Einzelstart über die 100 bzw. 200 Meter qualifizieren. Somit besaß er lediglich in der Sprintstaffel und im Weitsprung Chancen auf einen abermaligen Sieg. Beides gelang ihm, im Staffelwettbewerb führte er zudem als Schlussläufer seine Mannschaft mit einem Weltrekord zu Gold, der erst bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 durch Jamaika übertroffen wurde. Mit dem Sieg im Weitsprung konnte Carl Lewis nicht nur seine dritte olympische Goldmedaille in dieser Disziplin feiern, sondern mit Mike Powell den Mann besiegen, der ihm im Laufe der Zeit zum ersten wirklich ernsthaften Konkurrenten erwachsen war und mittlerweile den Weltrekord hielt.

Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta konnte Lewis im Weitsprung schließlich seine vierte Goldmedaille in Folge erringen. Zuvor war das nur Al Oerter im Diskuswurf gelungen. Nach den Spielen von Atlanta zog sich Lewis aus dem Leistungssport zurück.

Carl Lewis gewann insgesamt zehn olympische Medaillen (neunmal Gold, einmal Silber). Nach der Zahl der olympischen Goldmedaillen ist er nach Michael Phelps und zusammen mit fünf weiteren Olympioniken der erfolgreichste Athlet aller Zeiten (Stand: 4. August 2024) und einer der erfolgreichsten Sportler überhaupt.

Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris gehörte Lewis zu den Trägern der olympischen Fackel.<ref>Matt Nelson: France’s 100-year-old Olympic champion Charles Coste participates in torch relay's final leg. In: olympics.com. 27. Juli 2024, abgerufen am 27. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weltmeisterschaften

Bei den ersten Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1983 in Helsinki gelang Carl Lewis der internationale Durchbruch. Mit insgesamt drei Goldmedaillen über 100 Meter, 4-mal 100 Meter und dem Weitsprung war er nach Marita Koch aus der DDR der erfolgreichste Teilnehmer dieser Titelkämpfe.

Vier Jahre später bei den Weltmeisterschaften in Rom konnte Lewis den Erfolg wiederholen. Den Weltmeistertitel über 100 Meter bekam er aber, wie auch den Olympiasieg im Jahr darauf, durch die Disqualifikation von Ben Johnson nachträglich zugesprochen.

Seit der Disqualifikation des Kanadiers war Lewis zudem im Besitz des Weltrekords, welchen er 1991 kurz vor den Weltmeisterschaften in Tokio an Leroy Burrell verlor. Bei den Weltmeisterschaften schließlich verteidigte Lewis im bis dahin schnellsten 100-Meter-Rennen seinen Titel und holte sich mit der Siegerzeit von 9,86 Sekunden den Weltrekord zurück. Sechs der acht Finalteilnehmer blieben in diesem Rennen unter der „magischen Grenze“ von zehn Sekunden, zudem wurden neben der Weltbestmarke ein neuer Europarekord und ein Afrikarekord aufgestellt.

Durch diese überzeugende Darbietung galt Carl Lewis auch als haushoher Favorit für den anschließenden Weitsprungwettbewerb. Doch ausgerechnet in seiner Paradedisziplin musste er nach einer Siegesserie, welche über mehr als zehn Jahre angedauert hatte, seinem Teamkollegen Mike Powell den Vortritt lassen. Bei einem denkwürdigen Wettkampf, der das 100-Meter-Finale vom sportlichen Stellenwert her nochmals überflügelte, sprang Lewis die beste Wettkampfserie, die je ein Weitspringer erreichte. Er schaffte vier Sprünge zwischen 8,83 Meter und 8,91 Meter und übertraf mit letzterem die legendäre Bestmarke von 8,90 Meter durch Bob Beamon aus dem Jahre 1968, die bis dato 23 Jahre Bestand hatte. Allerdings konnte der 8,91-Meter-Sprung wegen zu starken Rückenwinds nicht als Weltrekord gewertet werden.<ref name="keine-8,91m" /> Lewis verlor schließlich den Aufsehen erregenden Wettkampf gegen Mike Powell, der seinerseits mit 8,95 Meter einen neuen Weltrekord markierte. Mit dem Sieg in der 4-mal-100-Meter-Staffel – mit Weltrekord in 37,50 Sekunden – errang Carl Lewis seine dritte Medaille bei diesen Welttitelkämpfen.

Carl Lewis konnte zu diesem Zeitpunkt acht Weltmeistertitel aufweisen, was zur damaligen Zeit von keinem anderen Leichtathleten auch nur annähernd erreicht worden war. Später wurde diese Bestmarke von Michael Johnson eingestellt und erst 2015 von Usain Bolt übertroffen, dem die Neuregelung entgegenkam, dass ab 1993 der Austragungsturnus der Weltmeisterschaften auf zwei Jahre halbiert wurde.

Im Jahr 1993 gewann Carl Lewis bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart die Bronzemedaille im 200-Meter-Lauf, nachdem er im vorangegangenen 100-Meter-Lauf als Weltmeister entthront wurde und nur den vierten Platz belegte. Da er in diesem Wettkampfjahr eine Pause vom Weitsprung einlegte und darüber hinaus auf einen Staffeleinsatz verzichtete, blieb dies seine einzige Medaille bei diesen Titelkämpfen.

Insgesamt gewann Carl Lewis bei vier Weltmeisterschaften zehn Medaillen (achtmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze).

Dopingvorwürfe

2003 wurde bekannt, dass 1988 bei einem Dopingtest, dem Lewis während der US-Ausscheidungskämpfe unterzogen worden war, drei verbotene Doping-Substanzen (Ephedrin, Pseudoephedrin und Phenylpropanolamin) festgestellt worden waren. Damals sendete das USOC einen Brief am 26. August 1988:

„Im Namen des USOC (…) muss ich bestätigen, dass die Auswertungen Ihrer B-Proben für Probe #2383 und für Probe #2356 positiv auf Pseudoephdrin (sic), Ephedrin und Phenylpropanolamin waren... Weitere Dokumente werden folgen. Laut den USOC Bestimmungen sind diese Resultate Anlass für eine Disqualifikation vom Olympischen Team für die Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul, Korea.“<ref>Richard Moore: The dirtiest race in history: Ben Johnson, Carl Lewis and the 1988 Olympic 100m final. ISBN 978-1-4081-5876-0, S. 187.</ref>

Das Olympische Komitee der USA (USOC) annullierte die daraufhin fällige Sperre mit der Begründung, die Einnahme sei unabsichtlich erfolgt, und verschwieg den Fall (ebenso wie weitere positive Proben anderer Athleten, wie z. B. Joe DeLoach<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />An ex-USOC official says some athletes were allowed to bend the drug rules. (Memento vom 17. August 2010 im Internet Archive) Sports Illustrated, 15. April 2003.</ref>) dem IOC, so dass Lewis in Seoul antreten konnte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />USA-Sport droht neuer Skandal: Carl Lewis unter Doping-Verdacht (Memento vom 27. August 2008 im Internet Archive) In: Rheinische Post, 17. April 2003. Carl Lewis’s positive test covered up. In: The Sydney Morning Herald, 18. April 2003. Ebenso: Lewis: „Who cares I failed drug test?“ In: The Guardian, 24. April 2003.</ref>

Statistiken

Wettkampfbilanz
Datum Wettkampf Ort Platz Disziplin Resultat Wind
Vorlage:DatumZelle TAC Juniorenmeisterschaften Bloomington 4 Weitsprung 7,55 m k. A.
Vorlage:DatumZelle AAU Hallenmeisterschaften New York 6 Weitsprung 7,27 m
Vorlage:DatumZelle AAU Meisterschaften Walnut 2 Weitsprung 8,09 m (w) k. A.
Vorlage:DatumZelle Panamerikanische Spiele San Juan 3 Weitsprung 8,13 m k. A.
Vorlage:DatumZelle TAC Hallenmeisterschaften New York 3 Weitsprung 7,87 m
Vorlage:DatumZelle NCAA Hallenmeisterschaften Detroit 1 Weitsprung 8,04 m
Vorlage:DatumZelle NCAA Meisterschaften Austin 1 Weitsprung 8,35 m (w) 2,2 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Juniorenmeisterschaften Knoxville 1 100 m 10,21 s −4,0 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Juniorenmeisterschaften Knoxville 1 200 m 20,66 s −1,8 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympia-Ausscheidungen Eugene 4 100 m 10,32 s 0,0 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympia-Ausscheidungen Eugene 2 Weitsprung 8,01 m (w) 2,6 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (DN Galan) Stockholm 2 100 m 10,39 s 0,7 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (Peugeot-Talbot Games) London 1 4 × 100 m 38,97 s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Golden Gala) Rom 2 100 m 10,23 s 0,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 2 100 m 10,28 s −0,9 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 1 4 × 100 m 38,70 s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich HF 100 m 10,47 s −0,9 m/s
Vorlage:DatumZelle Panamerikanische Meisterschaften (Junioren) Sudbury 1 100 m 10,43 s −1,1 m/s
Vorlage:DatumZelle Panamerikanische Meisterschaften (Junioren) Sudbury 1 200 m 20,72 s (w) 2,7 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Hallenmeisterschaften New York 2 Weitsprung 8,08 m
Vorlage:DatumZelle NCAA Hallenmeisterschaften Detroit 1 Weitsprung 8,48 m
Vorlage:DatumZelle NCAA Hallenmeisterschaften Detroit 1 60 yds 6,16 s
Vorlage:DatumZelle NCAA Meisterschaften Baton Rouge 1 100 m 9,99 s (w) 2,6 m/s
Vorlage:DatumZelle NCAA Meisterschaften Baton Rouge 1 Weitsprung 8,25 m
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Sacramento 1 100 m 10,13 s 0,4 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Sacramento 1 Weitsprung 8,62 m 0,8 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Bislett Games) Oslo 1 Weitsprung 8,03 m k. A.
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 1 Weitsprung 8,52 m −2,0 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Hallenmeisterschaften New York 1 Weitsprung 8,55 m
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Knoxville 1 100 m 10,11 s −0,5 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Knoxville 1 Weitsprung 8,48 m 0,1 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 1 Weitsprung 8,58 m 0,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 1 4 × 100 m 38,13 s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 1 100 m 10,08 s 1,2 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 1 4 × 100 m 38,24 s
Vorlage:DatumZelle TAC Hallenmeisterschaften New York 1 60 yds 6,04 s
Vorlage:DatumZelle TAC Hallenmeisterschaften New York 1 Weitsprung 8,35 m
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Indianapolis 1 100 m 10,27 s −2,4 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Indianapolis 1 200 m 19,75 s 1,5 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Indianapolis 1 Weitsprung 8,79 m 1,9 m/s
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Helsinki 1 100 m 10,07 s −0,3 m/s
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Helsinki 1 Weitsprung 8,55 m 1,2 m/s
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Helsinki 1 4 × 100 m 37,86 s*
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 1 100 m 10,07 s 0,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 2 200 m 20,21 s 0,6 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Memorial Van Damme) Brüssel 1 Weitsprung 8,36 m 1,8 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Hallenmeisterschaften New York 1 Weitsprung 8,50 m
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen Los Angeles 1 100 m 10,06 s −2,2 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen Los Angeles 1 Weitsprung 8,71 m 0,1 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen Los Angeles 1 200 m 19,86 s −0,2 m/s
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Los Angeles 1 100 m 9,99 s 0,2 m/s
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Los Angeles 1 Weitsprung 8,54 m −1,6 m/s
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Los Angeles 1 200 m 19,80 s −0,9 m/s
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Los Angeles 1 4 × 100 m 37,83 s*
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 1 100 m 9,99 s 0,9 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Memorial Van Damme) Brüssel 1 Weitsprung 8,64 m 0,2 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Hallenmeisterschaften Los Angeles 1 Weitsprung 8,27 m
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Indianapolis HF 100 m 10,34 s −0,2 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 4 100 m 10,31 s −0,6 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 4 200 m 20,69 s k. A.
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Memorial Van Damme) Brüssel 1 100 m 10,24 s k. A.
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Memorial Van Damme) Brüssel 1 Weitsprung 8,62 m −0,1 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Eugene 1 100 m 9,91 s (w) 4,5 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Eugene 1 Weitsprung 8,67 m (w) 3,3 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Eugene 4 200 m 20,30 s (w) 3,2 m/s
Vorlage:DatumZelle Goodwill Games 1986 Moskau 3 100 m 10,06 s 0,8 m/s
Vorlage:DatumZelle Goodwill Games 1986 Moskau 1 4 × 100 m 37,98 s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (Peugeot-Talbot Games) London 1 200 m 20,63 s −0,3 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 3 100 m 10,25 s −0,7 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Hallenmeisterschaften New York 3 55 m 6,19 s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften San Jose 1 200 m 20,12 s 0,4 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften San Jose 1 Weitsprung 8,65 m 0,7 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften San Jose 2 100 m 10,05 s 1,8 m/s
Vorlage:DatumZelle Panamerikanische Spiele Indianapolis 1 Weitsprung 8,75 m 1,7 m/s
Vorlage:DatumZelle Panamerikanische Spiele Indianapolis 1 4 × 100 m 38,41 s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 1 200 m 20,09 s −0,4 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 1 4 × 100 m 38,18 s
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Rom 1 100 m 9,93 s* 1,0 m/s
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Rom 1 Weitsprung 8,67 m 0,4 m/s
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Rom 1 4 × 100 m 37,90 s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Memorial Van Damme) Brüssel 1 200 m 20,31 s −1,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (Athletissima 87) Lausanne 1 100 m 10,11 s 0,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (Athletissima 87) Lausanne 1 200 m 20,02 s 0,3 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (Athletissima 88) Lausanne 1 Weitsprung 8,43 m 1,5 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen Indianapolis 1 100 m 9,78 s (w) 5,2 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen Indianapolis 1 Weitsprung 8,76 m 0,8 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen Indianapolis 2 200 m 20,01 s 1,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 1 100 m 9,93 s* 1,1 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Memorial Van Damme) Brüssel 1 100 m 10,04 s −0,6 m/s
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Seoul 1 100 m 9,92 s* 1,1 m/s
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Seoul 1 Weitsprung 8,72 m −0,2 m/s
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Seoul 2 200 m 19,79 s 1,7 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (Athletissima 89) Lausanne 1 Weitsprung 8,43 m 0,4 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Bislett Games) Oslo 2 100 m 10,11 s 1,2 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (DN Galan) Stockholm 1 Weitsprung 8,53 m 0,3 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 1 100 m 10,09 s −0,7 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 1 Weitsprung 8,38 m 0,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Memorial Van Damme) Brüssel 5 200 m 20,47 s 0,4 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Grand Prix Final) Monaco 3 100 m 10,30 s 0,4 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften Norwalk 1 100 m 10,05 s 0,6 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (Athletissima 90) Lausanne 1 100 m 10,09 s −0,2 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Bislett Games) Oslo 1 100 m 10,26 s −1,5 m/s
Vorlage:DatumZelle Goodwill Games Seattle 2 100 m 10,08 s 1,1 m/s
Vorlage:DatumZelle Goodwill Games Seattle 1 Weitsprung 8,38 m 1,4 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Grand Prix Final) Athen 3 100 m 10,12 s 0,4 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften New York 2 100 m 9,93 s 1,9 m/s
Vorlage:DatumZelle TAC Meisterschaften New York 1 Weitsprung 8,64 m 1,7 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Herculis Grand Prix) Monaco 1 4 × 100 m 37,79 s*
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 2 100 m 10,12 s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 1 4 × 100 m 37,67 s*
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Tokio 1 100 m 9,86 s* 1,2 m/s
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Tokio 2 Weitsprung 8,91 m (w) 2,9 m/s<ref name="keine-8,91m" />
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Tokio 1 4 × 100 m 37,50 s*
Vorlage:DatumZelle TAC Hallenmeisterschaften New York 1 Weitsprung 8,35 m
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen New Orleans 6 100 m 10,28 s −0,7 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen New Orleans 2 Weitsprung 8,53 m 0,0 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen New Orleans 4 200 m 20,15 s 1,0 m/s
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Barcelona 1 Weitsprung 8,67 m −0,7 m/s
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Barcelona 1 4 × 100 m 37,40 s*
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Herculis Grand Prix) Monaco 1 100 m 10,15 s 0,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 1 100 m 10,07 s −0,7 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Grand Prix Final) Turin 2 100 m 10,18 s 0,5 m/s
Vorlage:DatumZelle USATF Meisterschaften Eugene 3 100 m 9,90 s (w) 4,8 m/s
Vorlage:DatumZelle USATF Meisterschaften Eugene 2 200 m 20,07 s (w) 2,5 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (Athletissima 93) Lausanne 2 100 m 10,07 s 0,8 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 4 100 m 10,07 s 0,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich 2 4 × 100 m 38,19 s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Herculis Grand Prix) Monaco 4 200 m 20,31 s −0,3 m/s
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Stuttgart 4 100 m 10,02 s 0,3 m/s
Vorlage:DatumZelle Weltmeisterschaften Stuttgart 3 200 m 19,99 s 0,3 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Golden Gala) Rom 1 100 m 10,14 s 0,2 m/s
Vorlage:DatumZelle Goodwill Games Sankt Petersburg 4 100 m 10,23 s −1,9 m/s
Vorlage:DatumZelle Goodwill Games Sankt Petersburg 1 4 × 100 m 38,30 s
Vorlage:DatumZelle USATF Meisterschaften Sacramento 6 100 m 10,32 s −1,2 m/s
Vorlage:DatumZelle USATF Meisterschaften Sacramento 2 Weitsprung 8,45 m (w) 6,0 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Meeting Gaz de France) Paris 5 100 m 10,32 s k. A.
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (Athletissima 95) Lausanne 8 200 m 20,53 s (w) 2,3 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen Atlanta 8 100 m 10,21 s 1,1 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen Atlanta 3 Weitsprung 8,30 m −0,2 m/s
Vorlage:DatumZelle US-Olympiaausscheidungen Atlanta 5 200 m 20,20 s 1,7 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Memorial Van Damme) Brüssel 3 100 m 10,10 s k. A.
Vorlage:DatumZelle Olympische Spiele Atlanta 1 Weitsprung 8,50 m −1,3 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Super Grand Prix (DN Galan) Stockholm 1 4 × 100 m 38,31 s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (Weltklasse Zürich) Zürich HF 100 m 10,51 s −0,6 m/s
Vorlage:DatumZelle IAAF Golden League (ISTAF) Berlin 1 4 × 100 m 38,24 s

* zum Zeitpunkt der Entstehung offizieller Weltrekord

HF Halbfinale
(w) Resultat zu stark windbegünstigt

Persönliche Bestleistungen

Freiluft
100 m 9,86 s (1,2 m/s) 24. August 1991 Tokio
200 m 19,75 s (1,5 m/s) 19. Juni 1983 Indianapolis
Weitsprung 8,87 m (−0,2 m/s) 30. August 1991 Tokio
4 × 100 m 37,40 s (USA) 8. August 1992 Barcelona
4 × 200 m 1:18,68 min (Santa Monica TC) 17. April 1994 Walnut
Halle
50 yds 5,31 s 13. Februar 1981 Toronto
60 yds 6,02 s 5. Februar 1983 Dallas
50 m 5,72 s 17. Februar 1984 San Diego
55 m 6,09 s 14. Februar 1987 East Rutherford
60 m 6,60 s 10. Februar 1989 San Sebastian
200 m 20,75 s 4. März 1992 San Sebastian
Weitsprung 8,79 m* 27. Januar 1984 New York City

* aktueller Hallenweltrekord (Stand 03/2021)

100 Meter

Abgesehen von den olympischen Erfolgen und Weltmeistertiteln haben vor allem die sportlichen Auseinandersetzungen auf der Tartanbahn Carl Lewis zu einem der weltweit populärsten Leichtathleten gemacht. Vor allem die Rivalität zum Kanadier Ben Johnson, welche in den Jahren 1987 und 1988 ihren Höhepunkt erreichte, trug wesentlich zum Aufstieg Lewis’ zum Superstar und ersten Großverdiener in der Leichtathletik bei. Lewis blieb in seiner Karriere insgesamt 27-mal unter zehn Sekunden, davon 15-mal unter regulären Bedingungen.<ref>Weltrangliste aller offiziellen 100-Meter-Resultate (Männer). Alltime Athletics</ref> Zumindest bis Anfang der 1990er Jahre galt er damit über diese Strecke als der Sprinter mit dem höchsten Leistungsniveau weltweit. Er markierte in dieser Zeit zweimal einen neuen Weltrekord und stellte darüber hinaus zweimal die bestehende Bestmarke ein (siehe Liste der Leichtathletikweltrekorde der Männer nach Disziplinen seit 1971). Seine große Stärke war seine Schnelligkeitsausdauer, wegen der er auf den letzten Metern kaum an Geschwindigkeit verlor.

Entwicklung der persönlichen Bestleistung (100 m)
Datum Zeit Wind Wettkampf/Ort
Vorlage:DatumZelle 10,21 s −4,0 m/s TAC Juniorenmeisterschaften/Knoxville
Vorlage:DatumZelle 10,00 s 0,0 m/s Southwest Conference/Dallas
Vorlage:DatumZelle 10,00 s 1,9 m/s California Relays/Modesto
Vorlage:DatumZelle 9,97 s 1,5 m/s S&W Classic/Modesto
Vorlage:DatumZelle 9,93 s* 1,0 m/s Weltmeisterschaften/Rom
Vorlage:DatumZelle 9,93 s* 1,1 m/s Weltklasse Zürich/Zürich
Vorlage:DatumZelle 9,92 s* 1,1 m/s Olympische Spiele/Seoul
Vorlage:DatumZelle 9,86 s* 1,2 m/s Weltmeisterschaften/Tokio

* zum Zeitpunkt der Entstehung offizieller Weltrekord

200 Meter

Trotz „nur“ einer olympischen Gold- bzw. Silbermedaille und eines dritten Platzes bei Weltmeisterschaften galt Lewis ähnlich wie auf der halben Distanz auch auf dieser Strecke als der beständigste Sprinter. Er blieb insgesamt zehnmal unter der Grenze von 20 Sekunden<ref>Weltrangliste aller offiziellen 200-Meter-Resultate (Männer). Alltime Athletics</ref> (alle regulär), ein Leistungsniveau, welches erst einige Jahre später durch Frank Fredericks und Michael Johnson erreicht bzw. übertroffen wurde.

Entwicklung der persönlichen Bestleistung (200 m)
Datum Zeit Wind Wettkampf/Ort
Vorlage:DatumZelle 21,04 s k. A. Southwest Conference (Vorlauf)/Waco
Vorlage:DatumZelle 20,68 s 0,7 m/s Southwest Conference/Waco
Vorlage:DatumZelle 20,66 s −1,8 m/s TAC Juniorenmeisterschaften/Knoxville
Vorlage:DatumZelle 20,27 s 0,2 m/s Jenner Classic/San Jose
Vorlage:DatumZelle 20,16 s 0,5 m/s Jenner Classic/San Jose
Vorlage:DatumZelle 19,75 s 1,5 m/s TAC Meisterschaften/Indianapolis

Weitsprung

Datei:Carl Lewis mid-leap at the 1984 U.S. Olympic trials.jpg
Carl Lewis 1984 in Los Angeles

Trotz seiner teilweise legendären Auftritte im Sprint hatte Carl Lewis immer wieder bekräftigt, dass der Weitsprung seine eigentliche Lieblingsdisziplin war. Hier sammelte er seine ersten Erfahrungen in der Leichtathletik. Die erste offizielle persönliche Bestmarke datiert bereits aus dem Jahr 1974, als er als Dreizehnjähriger eine Weite von 5,51 m erreichte.

Nachdem Lewis bei den TAC-Hallenmeisterschaften 1981 hinter seinem Landsmann Larry Myricks den zweiten Platz belegt hatte, blieb er in den folgenden zehn Jahren in 65 Wettkämpfen ungeschlagen. Erst bei dem legendären Duell gegen Mike Powell während der Weltmeisterschaften 1991 musste Lewis wieder eine Niederlage einstecken.

Obwohl er nie den Freiluftweltrekord hielt, galt Carl Lewis als der beständigste Weitspringer. Seine Wettkämpfe zeichneten sich meistens durch hohe Konstanz aus. Beispiel hierfür sind, neben seiner bis heute unerreichten Sprungserie von Tokio 1991 (8,68 m; X; 8,83 m; 8,91 m; 8,87 m 8,84 m) die Weltmeisterschaften in Rom vier Jahre zuvor. Hier erreichte Lewis bei vier Durchgängen jeweils eine Weite zwischen 8,60 und 8,67 m bei regulären Bedingungen. Zum Vergleich: Der zweitplatzierte Robert Emmijan kam in seinem besten Versuch auf 8,53 m. Im Laufe seiner Karriere übertraf Carl Lewis während eines Wettkampfes 75-mal die 8,50 m, davon 64-mal unter regulären Bedingungen.<ref>Weltrangliste aller offiziellen Weitsprung-Resultate (Männer). Alltime Athletics</ref> Diese Bilanz ist bis heute von keinem weiteren Springer erreicht worden. Außerdem stellte Lewis dreimal einen Hallenweltrekord auf. Seine Bestmarke von 8,79 m aus dem Jahre 1984 ist heute noch gültig. (Stand: März 2021)

Entwicklung der persönlichen Bestleistung (Weitsprung)
Datum Weite Wind Wettkampf/Ort
Vorlage:DatumZelle 7,55 m k. A. TAC Juniorenmeisterschaften/Bloomington
Vorlage:DatumZelle 7,57 m k. A. East Coast Invitational/Towson
Vorlage:DatumZelle 7,57 m k. A. National Age Group/Memphis
Vorlage:DatumZelle 7,76 m - Eastern States/Princeton
Vorlage:DatumZelle 7,90 m k. A. International Prep Invitational/Naperville
Vorlage:DatumZelle 8,07 m k. A. International Prep Invitational/Naperville
Vorlage:DatumZelle 8,13 m k. A. Panamerikanische Spiele/San Juan
Vorlage:DatumZelle 8,26 m Southwest Conference/Fort Worth
Vorlage:DatumZelle 8,49 m* Southwest Conference/Fort Worth
Vorlage:DatumZelle 8,62 m k. A. TAC Meisterschaften/Sacramento
Vorlage:DatumZelle 8,76 m 1,0 m/s USOC Sports Festival/Indianapolis
Vorlage:DatumZelle 8,79 m 1,9 m/s TAC Meisterschaften/Indianapolis
Vorlage:DatumZelle 8,79 m* Millrose Games/New York City
Vorlage:DatumZelle 8,87 m −0,2 m/s Weltmeisterschaften/Tokio

* zum Zeitpunkt der Entstehung offizieller Hallenweltrekord

Staffel

Carl Lewis wurde bis auf wenige Ausnahmen in der Regel als Schlussläufer eingesetzt. Mit der 4-mal-100-Meter-Staffel gewann er zwei olympische Goldmedaillen sowie dreimal den Weltmeistertitel. Er war an insgesamt zwölf Staffelläufen beteiligt, welche schneller als 38 Sekunden waren.<ref>Weltrangliste aller offiziellen 4-mal-100-Meter-Resultate (Männer). Alltime Athletics</ref> Dabei wurde sechsmal der Weltrekord verbessert, zuletzt auf eine Zeit von 37,40 s. Diese bei den Olympischen Spielen 1992 erzielte Bestmarke wurde bis heute von keiner weiteren US-amerikanischen Staffel unterboten und war zudem über einen Zeitraum von 16 Jahren der gültige Weltrekord. Neben der 4-mal-100-Meter-Staffel bestritt Lewis gelegentlich auch die nichtolympische 4-mal-200-Meter-Staffel, wo er an insgesamt drei Weltrekordläufen beteiligt war. 1994 wurde mit 1:18,68 min ein neuer Weltrekord aufgestellt, der erst 2014 von der jamaikanischen Staffel in Nassau gebrochen wurde.

Entwicklung der persönlichen Bestleistung (4 × 100 m)
Datum Zeit Team Wettkampf/Ort
Vorlage:DatumZelle 38,61 s USA Philadelphia
Vorlage:DatumZelle 38,27 s USOCSF Indianapolis
Vorlage:DatumZelle 38,13 s USA Weltklasse Zürich/Zürich
Vorlage:DatumZelle 37,86 s* USA Weltmeisterschaften/Helsinki
Vorlage:DatumZelle 37,83 s* USA Olympische Spiele/Los Angeles
Vorlage:DatumZelle 37,79 s* Santa Monica TC Herculis Grand Prix/Monaco
Vorlage:DatumZelle 37,67 s* USA Weltklasse Zürich/Zürich
Vorlage:DatumZelle 37,50 s* USA Weltmeisterschaften/Tokio
Vorlage:DatumZelle 37,40 s* USA Olympische Spiele/Barcelona

* zum Zeitpunkt der Entstehung offizieller Weltrekord

Trainer

2014 wurde Lewis Assistenztrainer an der Universität Houston.<ref>Carl Lewis: 'Biggest regret’ was leaving UH early</ref> 2020 gab die amtierende Weitsprungweltmeisterin Malaika Mihambo bekannt, fortan bei ihm in Houston zu trainieren.<ref>Carl Lewis neuer Coach von Malaika Mihambo</ref>

Politik

Lewis ist Mitglied der Demokratischen Partei. Er kündigte im April 2011 seine Kandidatur für den Senat von New Jersey an: „Ich bin bereit, den Steuerzahlern dieses wunderbaren Bundesstaates zu dienen, der mir so viel ermöglicht hat.“ Wenig später erklärte die republikanische Vizegouverneurin von New Jersey, Kim Guadagno, Lewis dürfe nicht antreten, da er nicht – wie vorgeschrieben – zuvor mindestens vier Jahre im Staat gelebt habe. Das zuständige Bundesbezirksgericht entschied zunächst zu Lewis’ Gunsten, revidierte sein Urteil jedoch nach einem Einspruch der Republikaner im Burlington County. Daraufhin erklärte Lewis im September 2011 seine Wahlkampagne für beendet; er schloss auch aus, gegen den republikanischen Amtsinhaber Jon Runyan bei den Kongresswahlen 2012 zu kandidieren.<ref>Carl Lewis ends his 8th District state Senate bid, rules out run against Runyan. PolitickerNJ</ref>

Privates

Lewis ist seit 1990 Veganer.<ref>Introduction by Carl Lewis. In: Jannequin Bennett, Carl Lewis: Very Vegetarian. Routless Hill Press, 2001, S. vii-x.</ref> Seine Mutter Evelyn Lawler (1929–2023) war Anfang der 1950er Jahre eine erfolgreiche Leichtathletin, seine jüngere Schwester ist die ehemalige Weitspringerin und Olympiateilnehmerin Carol Lewis.

Trivia

Carl Lewis wurde im NBA Draft 1984 in Runde 10 als 208. Pick von den Chicago Bulls gewählt, obwohl er weder an der Highschool noch am College Basketball gespielt hat. Er wurde nur wegen seiner athletischen Fähigkeiten gedraftet. Daneben wurde er im NFL Draft 1984 als 334. Pick in Runde 12 von den Dallas Cowboys als Wide Receiver gedraftet. Weder für die Chicago Bulls noch für die Dallas Cowboys hat er ein Spiel bestritten.

Filmografie (Auswahl)

Sonstige Fernsehauftritte

Auszeichnungen

Siehe auch

Weblinks

Commons: Carl Lewis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Vereinigte Staaten 44Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg Thomas Burke | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Frank Jarvis | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Archie Hahn | Zwischenspiele 1906: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Archie Hahn | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Reggie Walker | 1912: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Ralph Craig | 1920: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Charles Paddock | 1924: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Harold Abrahams | 1928: Kanada 1868Datei:Canadian Red Ensign (1868-1921).svg Percy Williams | 1932: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Eddie Tolan | 1936: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Jesse Owens | 1948: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Harrison Dillard | 1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Lindy Remigino | 1956: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Bobby Morrow | 1960: Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Armin Hary | 1964: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Hayes | 1968: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jim Hines | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walerij Borsow | 1976: Trinidad und TobagoDatei:Flag of Trinidad and Tobago.svg Hasely Crawford | 1980: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Allan Wells | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1988: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1992: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Linford Christie | 1996: KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Donovan Bailey | 2000: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maurice Greene | 2004: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Justin Gatlin | 2008: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Usain Bolt | 2012: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Usain Bolt | 2016: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Usain Bolt | 2020: ItalienItalien Marcell Jacobs | 2024: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Noah Lyles

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Walter Tewksbury | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Archie Hahn | 1908: Kanada 1868Datei:Canadian Red Ensign (1868-1921).svg Robert Kerr | 1912: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Ralph Craig | 1920: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Allen Woodring | 1924: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Jackson Scholz | 1928: Kanada 1921Datei:Canadian Red Ensign (1921-1957).svg Percy Williams | 1932: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Eddie Tolan | 1936: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Jesse Owens | 1948: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Mel Patton | 1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Andy Stanfield | 1956: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Bobby Morrow | 1960: Vorlage:ITA-1946 Livio Berruti | 1964: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Henry Carr | 1968: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tommie Smith | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walerij Borsow | 1976: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Donald Quarrie | 1980: Vorlage:IOC/IOC Pietro Mennea | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1988: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joe DeLoach | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Marsh | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Johnson | 2000: GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Konstantinos Kenteris | 2004: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shawn Crawford | 2008: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Usain Bolt | 2012: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Usain Bolt | 2016: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Usain Bolt | 2020: KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Andre De Grasse | 2024: BotswanaDatei:Flag of Botswana.svg Letsile Tebogo

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

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Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

1896: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ellery Clark | 1900: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alvin Kraenzlein | 1904: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meyer Prinstein | Zwischenspiele 1906: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meyer Prinstein | 1908: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Frank Irons | 1912: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Albert Gutterson | 1920: SchwedenSchweden William Petersson | 1924: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten DeHart Hubbard | 1928: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ed Hamm | 1932: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ed Gordon | 1936: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jesse Owens | 1948: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Willie Steele | 1952: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jerome Biffle | 1956: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Greg Bell | 1960: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ralph Boston | 1964: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lynn Davies | 1968: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Beamon | 1972: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Randy Williams | 1976: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Arnie Robinson | 1980: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Lutz Dombrowski | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1988: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 2000: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Iván Pedroso | 2004: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dwight Phillips | 2008: PanamaDatei:Flag of Panama.svg Irving Saladino | 2012: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Greg Rutherford | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Henderson | 2020: GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Miltiadis Tendoglou | 2024: GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Miltiadis Tendoglou

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

1983: Carl Lewis | 1987: Carl Lewis | 1991: Carl Lewis | 1993: Linford Christie | 1995: Donovan Bailey | 1997: Maurice Greene | 1999: Maurice Greene | 2001: Maurice Greene | 2003: Kim Collins | 2005: Justin Gatlin | 2007: Tyson Gay | 2009: Usain Bolt | 2011: Yohan Blake | 2013: Usain Bolt | 2015: Usain Bolt | 2017: Justin Gatlin | 2019: Christian Coleman | 2022: Fred Kerley | 2023: Noah Lyles | 2025: Oblique Seville

Liste der Weltmeister in der Leichtathletik

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Weltmeister im 4×100-Meter-StaffellaufVorlage:Klappleiste/Anfang

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