Susanne Wille
Susanne Franziska Wille Fischlin (* 25. April 1974 in Muri AG<ref name="universitas">Claudia Brülhart: Erst studieren, dann moderieren. In: universitas. Nr. 3, April 2014, S. 16, PDF S. 15 (Universität Freiburg), abgerufen am 13. August 2018.</ref>) ist eine Schweizer Journalistin und Moderatorin. Seit November 2024 ist sie Generaldirektorin der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG).
Leben und Wirken
Susanne Wille wuchs als Tochter von Rosmarie Wille-Egloff<ref>Sarah Huber: Susanne Wille: Schwere Zeit für «10vor10»-Moderatorin – ihre Mutter ist 72-jährig gestorben. In: schweizer-illustrierte.ch. 29. September 2017, abgerufen am 19. Dezember 2024.</ref> und Franz Wille (langjähriges Mitglied des Grossen Rates des Kantons Aargau für die CVP<ref>Toni Widmer: Franz Wille - Seine erste Polit-Aktion startete er 1956. In: aargauerzeitung.ch. 3. September 2016, abgerufen am 19. Dezember 2024.</ref>) im aargauischen Villmergen auf. Sie studierte Journalistik, Geschichte und Anglistik an den Universitäten Fribourg, Zürich und Edinburgh. Im Herbst 2001 schloss sie ihr Studium in Zürich ab. Daneben arbeitete sie als Flugbegleiterin bei der Swissair, bevor sie 1999 Videojournalistin beim Aargauer Regional-TV-Sender Tele M1 wurde. Ab 2001 war sie Journalistin beim Schweizer Fernsehen und wurde vor allem als Moderatorin des Nachrichtenmagazins 10vor10 bekannt, das sie von 2001 bis 2011 moderierte. Danach wurde sie Bundeshaus-Korrespondentin.<ref>Susanne Wille gibt «10vor10»-Moderation ab. In: Tages-Anzeiger. 22. Februar 2011.</ref><ref name="ag">Susanne Wille wird mit Blumen und Apéro verabschiedet. In: Aargauer Zeitung. 29. Juni 2011.</ref> Ab Sommer 2013 arbeitete sie als Reporterin und Moderatorin für die Sendung Rundschau.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />«Rundschau»: Susanne Wille neu beim Politmagazin ( vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive). In: SRF News. 12. Juni 2013 (Medienmitteilung; PDF; 4 kB).</ref>
Sie moderierte zahlreiche Sondersendungen wie die 12-stündige Live-Sendung zu den National- und Ständeratswahlen 2015<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Susanne Wille: So steht sie ihre 12-Stunden-Moderation durch ( vom 4. Januar 2018 im Internet Archive). In: Bluewin. 18. Oktober 2015.</ref>, die Bundesratswahlen, die Gotthard-Eröffnung oder Sondersendungen zur Flüchtlingskrise. Susanne Wille realisierte Reportagenserien aus dem Iran, aus Russland, der Türkei, Brasilien, Indien und Südosteuropa. 2013 und 2014 moderierte sie die jährliche Fernsehgala SwissAward.<ref>«SwissAward 2013 – Die Millionen-Gala» mit Susanne Wille. In. SRF News. 11. Januar 2014.</ref> 2017 kehrte Wille als Moderatorin zu 10vor10 zurück und wurde Mitglied des News-Projektteams,<ref>Susanne Wille kehrt zu «10vor10» zurück. In: SRF News. 6. Oktober 2016, abgerufen am 1. Dezember 2016.</ref> moderierte aber weiterhin vier Mal pro Jahr den Rundschau talk.<ref>Susanne Wille auf der Website von Schweizer Radio und Fernsehen, 16. August 2018 (Archiv)</ref> 2020 übernahm sie als SRF-Kulturchefin die Nachfolge von Stefan Charles und nahm Einsitz in die Geschäftsleitung.<ref>Susanne Wille – Tränen zum Abschied von «10vor10». In: Bluewin.ch, 29. Mai 2020, abgerufen am 31. Mai 2020.</ref> Im Mai 2024 wurde sie zur Generaldirektorin der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) in Nachfolge von Gilles Marchand gewählt.<ref>SRG-Generaldirektion - Susanne Wille wird die neue SRG-Generaldirektorin. In: srf.ch. 25. Mai 2024, abgerufen am 25. Mai 2024.</ref><ref>Susanne Wille wird neue Generaldirektorin der SRG . In: srgssr.ch, 24. Mai 2024.</ref> Sie trat ihre Funktion am 1. November 2024 an.<ref>Die SRG lanciert eine unternehmensweite Transformation. In: srgssr.ch. 4. November 2024, abgerufen am 5. November 2024.</ref> Sie verdient in ihrer Rolle rund 500'000 Franken.<ref>Ungewöhnliche Allianz fordert Lohnkürzung für SRG-Chefin Susanne Wille. In: 20min.ch. 5. Dezember 2025, abgerufen am 11. Januar 2026.</ref>
Sie ist mit dem Journalisten Franz Fischlin verheiratet, der von 2004 bis 2022 Moderator der SRF-Tagesschau war. Zusammen haben sie zwei Söhne und eine Tochter.<ref>Tino Büschlen: Ex-«10vor10»-Moderatorin im Babyglück. Das erste Mädchen für Susanne Wille. In: Blick. 24. August 2011.</ref> In der Aargauer Zeitung schrieb sie bis 2019 eine Kolumne.<ref>Thema: Susanne Wille In: Aargauer Zeitung, 3. Oktober 2021.</ref>
Auszeichnungen
- 2005: Bedag-Medienpreis für das SF-Spezial Alles unter Kontrolle?
- 2015: MedienStar Award des Pressevereins Zürich<ref>Susanne Wille mit dem MedienStar Award geehrt. In: SRF News. 28. Mai 2016.</ref>
- 2016, 2017 und 2018: «Politik-Journalistin des Jahres» gewählt.<ref>Wochenzeitung. Daniel Ryser wird «Journalist des Jahres». In: persoenlich.com. 29. November 2016.</ref><ref>Inside Paradeplatz. Lukas Hässig ist «Journalist des Jahres 2018». In: persoenlich.com. 13. Dezember 2018.</ref>
Trivia
- 2007 verfasste der Zürcher Rapper Bligg mit «Susanne» einen Song über die Moderatorin.<ref>Susanne Wille. Rapper Bligg mit Liebeserklärung. In: persoenlich.com. 22. April 2007.</ref><ref>Bligg: Susanne auf YouTube.</ref>
Weblinks
- Susanne Wille auf der Website der SRG
- Susanne Wille auf der Website von SRF
Einzelnachweise
<references />
Maurice Rambert (1931–1936) | Alfred W. Glogg (1936–1950) | Marcel Bezençon (1950–1972) | Stelio Molo (1972–1981) | Leo Schürmann (1981–1987) | Antonio Riva (1988–1996) | Armin Walpen (1996–2010) | Roger de Weck (2011–2017) | Gilles Marchand (2017–2024) | Susanne Wille (seit 2024)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wille, Susanne |
| ALTERNATIVNAMEN | Wille Fischlin, Susanne Franziska (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Journalistin und Moderatorin |
| GEBURTSDATUM | 25. April 1974 |
| GEBURTSORT | Muri AG |