Ferrol
Ferrol ist eine Hafenstadt<ref>Spanish Navy: Huge Contract in British Hands. In: The Manchester Guardian. 1. Februar 1909, S. 12, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Februar 2011; abgerufen am 25. Juli 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Vickers, Armstrong and Brown […] it has been determined to put down a new shipyard at Ferrol in Spain […] Mr A J Campbell […] has been appointed manager of the Ferrol yard […] Mr Peter Muir […] has been appointed assistant manager. A considerable number of expert shipbuilders have sign on to go to Spain […] there is a reason to believe that employment will be found to some hundreds of British shipbuilders, engineers, electricians, and other tradesmen in the new Spanish yard for several years to come.“ Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> im Nordwesten Spaniens. Die Stadt liegt in der Provinz A Coruña, in der Autonomen Region (Comunidad Autónoma) Galicien am Atlantischen Ozean.
Ferrol ist der Geburtsort des spanischen Diktators Francisco Franco, der – neben anderen – den Titel El Caudillo („Führer“) trug. In Anlehnung daran trug Ferrol von 1938 bis 1982 den Namen El Ferrol del Caudillo.<ref>Julia Schulz-Dornburg: Wohin mit Franco? Das Unbehagen in der spanischen Erinnerungskultur. Aus dem Spanischen übersetzt von Luise von Berenberg. Mit Beiträgen von Paul Ingendaay und Gesine Krüger. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2025, ISBN 978-3-8031-3761-6, S. 101.</ref>
Lage
Ferrol liegt etwa 18 km (Luftlinie) nordöstlich von A Coruña an der Ria de Ferrol. Vom Meer her gibt es eine gut 3 km lange, enge Passage, bevor sich die Ria zur Hafenbucht von Ferrol und seinen Nachbargemeinden weitet. Am Ende der Schmalstelle sicherten zwei im 16. Jahrhundert gebaute Burgen den Hafen. Das Castelo de San Felipe wurde auf der Nordseite errichtet, das Castelo da Palma auf der Südseite. Kleinere Bastionen schützten die Einfahrt in die Ria. Nördlich der Einfahrt in die Ria de Ferrol befindet sich auch der moderne Außenhafen (Porto Exterior de Ferrol).
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Castelo da Palma
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Castelo de San Felipe
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Bastion Castelo de San Carlos
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Ciara Maru im Außenhafen von Ferrol
Bevölkerungsentwicklung
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Legende: Ferrol del CaudilloFerrol
Quelle: INE-Archiv – grafische Aufarbeitung für Wikipedia
Gemeindegliederung
Die Gemeinde Ferrol ist in 13 Parroquias gegliedert: Vorlage:Verwaltungstabelle ES Kopf
Geschichte
Ferrol ist seit Jahrhunderten einer der wichtigsten spanischen Kriegshäfen und Flottenstützpunkte. Unmittelbar zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieges gelang es dem putschenden Militär erst nach drei Tagen, die Kontrolle über Ferrol zu erlangen. Republikaner, zusammen mit Matrosen, versuchten verzweifelt, den Putsch niederzuringen. Der Konteradmiral Antonio Arazola, der sich weigerte, den Putsch zu unterstützen, wurde auf Befehl des Vizeadmirals Indalecio Nuñez und Salvador Moreno am 4. August 1936 in der Kaserne Dolores getötet.<ref>Heleno Saña: Die libertäre Revolution – Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg. Ed. Nautilus, Hamburg, 2001, ISBN 3-89401-378-8, S. 55.</ref> Am 13. Januar 1998 trieb das Bohrschiff Discoverer Enterprise durch einen starken Sturm in die Pias-Brücke und brachte sie zum Teileinsturz.<ref>Alexia Columba Jerez: El Baltimore español ocurrió en Ferrol en 1998. In: abc.es. ABC (Spanien), 30. März 2024, abgerufen am 27. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Global Ports Holding (GPH), welche als der weltweit größte Betreiber von Kreuzfahrthäfen gilt, hat eine 30-jährige Konzession für den Betrieb des Kreuzfahrthafens Ferrol in Spanien erhalten. Die Konzessionsvergabe durch die Hafenbehörde von Ferrol–San Cibrao (Autoridad Portuaria de Ferrol–San Cibrao) erfolgte nach einem entsprechenden Ausschreibungsverfahren. Die Stadt Ferrol liegt strategisch günstig an der Nordwestküste Spaniens und somit an wichtigen Atlantik-Kreuzfahrtrouten, die Nordeuropa, die Iberische Halbinsel und die Kanarischen Inseln verbinden. Im Zuge der Konzessionsvereinbarung verpflichtet sich GPH zu umfassenden Investitionen in die Hafeninfrastruktur, darunter der Bau eines neuen, modernen Kreuzfahrtterminals auf dem Außenpier. Dieses wird in zwei Phasen errichtet: Zunächst entsteht ein 480 Quadratmeter großes Gebäude, das voraussichtlich bis 2031 auf 980 Quadratmeter erweitert werden soll
Das Terminal ist als frei zugängliche Anlage konzipiert und wird über spezielle Bereiche für Passagier-Check-in, Gepäckabfertigung und Beratungsdienste verfügen. Für die Global Ports Holding markiert Ferrol einen wichtigen strategischen Meilenstein, da es der zehnte Hafen in Spanien wird und die Präsenz des Unternehmens in der gesamten Atlantikregion – ergänzend zu den bestehenden Betrieben in Málaga, Las Palmas, Casablanca und Lissabon – weiter stärkt. Aufgrund der globalen Betriebserfahrung von GPH und den guten Beziehungen zu Kreuzfahrtreedereien wird eine deutliche Zunahme des Kreuzfahrtverkehrs in Ferrol erwartet. Die Prognosen sehen einen Anstieg der jährlichen Passagierzahlen von geschätzten 23.000 im Jahr 2026 auf rund 80.000 im Jahr 2034 vor.<ref>Elisabeth Kapral: Spanien: Der Hafen von Ferrol steht vor einer großen Zukunft. In: cruise4news.at. 4. November 2025, abgerufen am 6. November 2025.</ref>
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Altstadt von Ferrol mit Sportboothafen
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Praza de Amboage
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Postgebäude
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Jofre-Theater
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Romero-Haus
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Historisches Tor zum Marinearsenal
Bevölkerung
Die Einwohnerzahl Ferrols ist von 87.700 im Jahr 1981 auf mittlerweile Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl ES−15 Einwohner (Stand , Instituto Nacional de Estadística) gesunken. Diese Bevölkerungsabnahme steht in direkter Verbindung mit dem schnellen Wachstum von Narón, welches an die Stadt angrenzt und zum Bezirk Ferrol (auch bekannt als Ferrolterra) gehört.
Wirtschaft
| Sektor | Beschäftigte | Anteil in Prozent | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Ackerbau, Viehzucht und Fischerei | 218 | 1,16 | |||
| Industrie | 1.599 | 8,52 | |||
| Bauwirtschaft | 1.294 | 6,90 | |||
| Dienstleistungsbetriebe | 15.648 | 83,42 | |||
| Total | 18,759 | 100,00 | |||
| * Daten aus dem Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Galicien, IGE | |||||
Kultur
Jährlich finden in Ferrol während der Osterwoche oder Semana Santa die typisch spanischen Prozessionen statt, die der Semana Santa in Sevilla ähneln. Sie sind im Norden Spaniens die größten und bedeutendsten und werden deshalb als „von nationalem touristischen Interesse“ eingestuft. Die Semana Santa ist das wichtigste Fest der Stadt im ganzen Jahr und wird von vielen Touristen besucht.
Seit 2007 steht die Stadt auf der Tentativliste Spaniens für eine Aufnahme in das Weltkulturerbe.<ref name="tentative">El Ferrol of the Illustration Historical Heritage. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 4. März 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zentrale Punkte der Bewerbung sind hierbei das alte Arsenal der ortsansässigen Werft, die etwas außerhalb der Stadt liegenden Festungen San Felipe und La Palma und weitere militärische Bauten.
In Ferrol findet seit 1984 jährlich die Ferrol International Piano Competition statt.<ref>Concurso Internacional de Piano Ciudad de Ferrol</ref>
Ferrol ist ebenfalls der offizielle Startpunkt des Camiño Ingles (englischer Jakobsweg).
Sport
- Bekanntester Sportverein der Stadt ist der Fußballclub Racing de Ferrol.
- Die vielen nahe gelegenen Strände eignen sich gut zum Wellenreiten und sind deshalb von Surfern gut besucht.
Städtepartnerschaften
- Australien Adelaide, Australien (2008)
- Spanien Mondoñedo, Spanien (2004)
- Spanien Lugo, Spanien (2000)
- Portugal Vila do Conde, Portugal (1973)
Söhne und Töchter der Stadt
- Concepción Arenal (1820–1893), Juristin, Autorin und Sozialreformerin
- Pablo Iglesias Posse (1850–1925), Gründer der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE)
- José Canalejas Méndez (1854–1912), Ministerpräsident Spaniens 1910–1912
- Fernando Álvarez de Sotomayor (1875–1960), Maler
- Francisco Franco (1892–1975), General und Diktator, spanischer Staatschef 1939–1975
- Pepito Arriola (1895–1954), Pianist und Wunderkind
- Ramón Franco (1896–1938), Politiker, Offizier und Flugpionier
- Gonzalo Torrente Ballester (1910–1999), Schriftsteller
- Ángeles Alvariño (1916–2005), Meeresforscherin, Zoologin und Hochschullehrerin
- Emiliano Aguirre (1925–2021), Paläontologe
- Mabel Rivera (* 1952), Schauspielerin
- Baldo Martínez (* 1959), Jazzmusiker
- Javier Couso Permuy (* 1968), Politiker
- Nacho Novo (* 1979), Fußballspieler
Literatur
- Jaime Fagúndez Díaz: Catálogo de la flora vascular del concello de Ferrol (A Coruña) (= Monografías de Botánica Ibérica, 10). Jolube Consultor y Editor Botánico, Jaca (Huesca), 2011
Weblinks
- Offizielle Website der Stadt Ferrol
- El Ferrol of the Illustration Historical Heritage auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO zu Tentativlisten.
- Ferrol A Coruña. Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Galicien IGE, abgerufen am 25. Juli 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Wirtschaftsdaten).
Einzelnachweise
<references />
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- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-04
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