Pleureuse
Als Pleureuse (frz.: Klageweib) bezeichnete man im 15. Jahrhundert einen Schulterumhang als Teil der weiblichen Trauerkleidung. Im 18. Jahrhundert und um 1800 wurde der Begriff dann für schwarze Manschetten verwendet, die ebenfalls „bei Hoftrauer getragen“ wurden.<ref>Ludmila Kybalová, Olga Herbenová, Milena Lamarová: Das große Bilderlexikon der Mode - Vom Altertum zur Gegenwart, übersetzt v. Joachim Wachtel, Bertelsmann, 1967/1977: S. 435.</ref> Außerdem wurde das Wort für den Trauerrand eines Briefs verwendet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts (etwa seit 1908)<ref>Die Pleureuse. In: Wiener Allgemeine Zeitung, 27. August 1910, S. 3 (online bei ANNO).</ref> wurde Federschmuck an Frauenhüten so bezeichnet.<ref>Werbeanzeige im Berliner Lokal-Anzeiger, Mai 1910: Pleureusen mit entsprechender Zeichnung</ref> Später wurde der Begriff auch z. B. für Federboas verwendet.
Einzelnachweise
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