Lindtorf
Lindtorf Gemeinde Eichstedt (Altmark)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(215)&title=Lindtorf 52° 41′ N, 11° 55′ O
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| Höhe: | 41 m | |||||
| Fläche: | 23,64 km² | |||||
| Einwohner: | 215 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 9 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 39596 | |||||
| Vorwahlen: | 039388, 039321 | |||||
Lage von Lindtorf in Sachsen-Anhalt
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Lindtorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Eichstedt (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt, (Deutschland).<ref name="OT-LSA-2013" />
Geographie
Lage
Lindtorf liegt in der Altmark zwischen der Uchte und der Elbe, etwa neun Kilometer nördlich von Stendal.
Nachbarorte sind Eichstedt (Altmark) im Westen, Baben im Nordwesten, Beelitz im Osten, Rindtorf im Süden und Baumgarten im Südwesten.
Ortsgliederung
Zu Lindtorf gehört neben dem Dorf Lindtorf der nördlich des Dorfes gelegene Wohnplatz An der Molkerei,<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> die frühere Molkerei.
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Lindtorf, ursprünglich von Wenden als Rundlingsdorf angelegt, hat sich zu einem Haufendorf entwickelt.<ref name="Kirchen-Region-SDL" /> Im Jahre 1431 fand es seine erste urkundliche Erwähnung als In dem dorff czw Lintdorff, als Markgraf Johann zwei Bürger in Tangermünde mit einem freien Hof im Dorf belehnt.<ref name="Riedel-16" /> Weitere Nennungen sind 1540 Lintdorff, 1687 Lindtorff<ref name="HOB-12" /> und 1804 Lindtorf.<ref name="Bratring-1" />
Landwirtschaft
Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 22 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 451 Hektar, eine Kirchenbesitzung hatte 3 Hektar und eine Gemeindebesitzung einen Hektar. Im Jahre 1953 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Klara Zetkin“. Im Jahre 1960 gab es außerdem eine LPG Typ I „Altmark“ und es waren 7 Hektar Land in Privatbesitz. Schließlich wurden 1975 die LPG Typ III Lindtorf, LPG „8. März“ Jarchau und LPG „Einigkeit Eichstedt“ zusammengeschlossen. Daraus entstand 1976 LPG Pflanzenproduktion. Die 1984 entstandene LPG Tierproduktion „Herdbuchzucht“ wurde 1992 in eine „Milchproduktion Lindtorf eG“ umgewandelt,<ref name="HOB-12" /> die heutige Milchproduktionsgesellschaft.
Herkunft des Ortsnamens
Der Name Lindtorf kann mit „linda“ für „Linde“ oder „lint“ für „Schlange“ zusammenhängen.<ref name="Kirchen-Region-SDL" />
Eingemeindungen
Das Dorf gehörte bis 1807 zum Arneburgischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Danach lag es bis 1813 im Kanton Arneburg auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Stendal, dem späteren Landkreis Stendal.<ref name="HOB-12" />
Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Rindtorf nach Lindtorf eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" />
Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Lindtorf in den Kreis Stendal umgegliedert. Nach dessen Auflösung kam sie am 1. Juli 1994 zum neuen Landkreis Stendal.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Bis zum 31. Dezember 2009 war Lindtorf eine selbständige Gemeinde mit dem Ortsteil Rindtorf. Durch einen Gebietsänderungsvertrag haben die Gemeinderäte der Gemeinden Baben, Eichstedt (Altmark) und Lindtorf beschlossen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Eichstedt (Altmark) vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-LK-SDL" />
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Lindtorf gehörte früher zur Pfarrei Baben bei Goldbeck.<ref name="Almanach1903" /> Sie wird heute betreut vom Pfarrbereich Arneburg des Kirchenkreises Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Lindtorf stammen aus dem Jahre 1773, ältere Angaben sind bei Baben zu finden.<ref name="Machholz" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Vertretung des Ortsteils im Gemeinderat
Verwaltungsrechtlich gehört Lindtorf zur Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck. Die Bürger aus Lindtorf sind seit Juli 2024 durch 2 Mitglieder der Wählergemeinschaft Rindtorf/Lindtorf im Gemeinderat Eichstedt vertreten.<ref name="Wahl-2024" />
Bürgermeister
Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Joachim Ackermann.<ref name="AB-LK-SDL" />
Wappen
Das Wappen wurde am 5. Mai 2003 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.
Blasonierung: „Gespalten von Rot und Silber, vorn ein silberner steigender links gewendeter Drache mit goldener ausgeschlagener Zunge und Bewehrung, hinten ein rotes steigendes Rind mit schwarzen Hörnern und Klauen, um den Hals ein goldenes Band mit zwei abflatternden Enden.“
Das Wappen wurde vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.
Bei der Eingemeindung wurde festgelegt, dass der Ortsteil Lindtorf das Wappen der früheren Gemeinde Lindtorf weiter führt.<ref name="AB-LK-SDL" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Lindtorf wurde während der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts aus Findlingen erbaut, wobei der Turm vermutlich erst im 14. Jahrhundert hinzukam.<ref name="Altmarkkirchen" />
- Der Ortsfriedhof befindet sich auf dem Kirchhof.
- Dorfgemeinschaftshaus mit Spielplatz
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Wirtschaft und Infrastruktur
Ende der 1970er Jahre wurde eine 2.000er Milchviehanlage errichtet, ursprünglich eine Typenanlage mit knapp 1.930 Kuhplätzen, die mehrfach modernisiert wurde. Sie gehört heute zur Milchproduktionsgesellschaft in Lindtorf, die 1.200 Kühe im Laufstall und 700 Tiere zur Nachzucht hält und selbst Pflanzenproduktion zur Versorgung der Tiere betreibt.<ref name="VS">Regine Urbat: Der Anfang ist gemacht. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Stendal. 28. Oktober 2019 (volksstimme.de [abgerufen am 6. Januar 2020]).</ref>
Verkehrsanbindung
- Die Landstraße von Stendal nach Goldbeck verläuft durch Lindtorf. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Goldbeck und Eichstedt (Altmark) an der Strecke Magdeburg–Wittenberge.
- Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.<ref>Fahrplan der Linie 973. In: stendalbus. Abgerufen am 23. April 2021.</ref>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
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Weblinks
- Lindtorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="2VO-LSA-1950"> Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).</ref>
<ref name="AB-LK-SDL">Gebietsänderungsvertrag – Bildung einer neuen Mitgliedsgemeinde einer Verbandsgemeinde aus den Gemeinden Baben, Eichstedt (Altmark) und Lindtorf zum 1. Januar 2010. In: Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 10, 20. Mai 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 104–106 (landkreis-stendal.de [PDF; 264 kB; abgerufen am 10. April 2020]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 23. April 2021.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 296 (Digitalisat).</ref>
<ref name="EW-2015">Doreen Schulze: Erstmals Zuwachs in Arneburg-Goldbeck. In: Volksstimme Stendal. 15. Januar 2016.</ref>
<ref name="EW-2018">Karina Hoppe: Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck verlor 2018 insgesamt 93 Einwohner. In: Volksstimme Stendal. 14. Februar 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Karina Hoppe: In die Einwohnerstatistik geschaut. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 22. Januar 2022, DNB 1002381223, S. 21.</ref>
<ref name="EW-2022">Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.</ref>
<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Erneut mehr Zuzüge als Wegzüge. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 1. Februar 2024, DNB 1047269554, S. 18.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Kirchen-Region-SDL">Landkreis Stendal, Amt für Wirtschaftsförderung (Hrsg.): Kirchen der Altmark I. Region Stendal. Ausflüge zu steinernen Zeugen der Geschichte. dbw Verlag, Stendal 1996, S. 57–58.</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 113 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Arneburg. In: ekmd.de. Abgerufen am 13. Juli 2024.</ref>
<ref name="Riedel-16">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Wahl-2024">
Öffentliche Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses für die Gemeinderatswahl Eichstedt (Altmark) vom 9. Juni 2024. Gemeinde Eichstedt (Altmark), 13. Juni 2024, abgerufen am 6. Juli 2024.
</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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