Baben
Baben Gemeinde Eichstedt (Altmark)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(166)&title=Baben 52° 42′ N, 11° 54′ O
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| Höhe: | 36 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 9,06 km² | |||||
| Einwohner: | 166 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 18 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 39596 | |||||
| Vorwahl: | 039388 | |||||
Lage von Baben in Sachsen-Anhalt
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Baben ist ein Ortsteil der Gemeinde Eichstedt (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.
Geographie
Lage
Baben ist ein Straßendorf in der Ostaltmark mit einigen typischen Vierseithöfen. Der Ort liegt zwischen der Uchte und der Elbe, etwa 11 Kilometer nördlich von Stendal.
Nachbarorte sind Goldbeck im Nordwesten, Bertkow und Altenau im Nordosten, Lindtorf im Südosten und Eichstedt (Altmark) im Südwesten.
Ortsteilgliederung
Zum Ortsteil gehören neben dem Dorf Baben der einen Kilometer nordwestlich gelegene Wohnplatz Villa Baben<ref name="OT-LSA 2022" /> und der einen Kilometer südlich gelegene Hof am Wald.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Eine Besiedelung des Gemeindegebietes lässt sich bis in die germanische Zeit zurückverfolgen. Hermes und Weigelt schrieben 1842: „Dieses Dorfs wird bereits in Urkunden von 1215 erwähnt“.<ref name="Hermes-Weigelt" /> Das bezieht sich nach Angaben des Historikers Peter P. Rohrlach auf einen Zeugen Henricus de Beben,<ref name="Riedel-16" /> wobei es allerdings keinen Beweis gibt, dass mit dem Herkunftsort dieses Baben gemeint ist, von einem Dorf ist auch nicht die Rede.<ref name="HOB-12" />
Als erste Nennung des Dorfes Baben gilt die Angabe aus 1281: in vna Curia in villa Bobene, als die Markgrafen Otto, Albert und Otto dem Kloster Arendsee Einnahmen vereigneten.<ref name="Riedel-22" /> Bereits 1540 gab es einen Müller im Ort. Eine Nennung als Baben stammt aus dem Jahre 1687.<ref name="HOB-12" /> 1737 gab es in Baben einen Schmied und vier Garnweber.<ref name="CCM-5" /> Eine Windmühle stand Anfang des 20. Jahrhunderts südlich der Kirche.<ref name="MTB-3337" />
In Baben stand bis in die 1970er Jahre ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.<ref name="Denkmalprojekt" />
Landwirtschaft
Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 43 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 882 Hektar, eine Kirchenbesitzung hatte 56 Hektar. Im Jahre 1956 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Thälmann-Pioniere“. Im Jahre 1975 wurde diese LPG mit der LPG Typ III „Glückauf“ in Bertkow zusammengeschlossen.
Eingemeindungen
Baben gehörte bis 1807 zum Arneburgischen Kreis, dann bis 1813 zum Kanton Arneburg. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Stendal, dem späteren Landkreis Stendal.<ref name="HOB-12" />
Die Gemeinde Baben wurde am 25. Juli 1952 in den Kreis Osterburg umgegliedert. Am 1. Juli 1994 kam sie zum neu errichteten Landkreis Stendal.<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Bis zum 31. Dezember 2009 war Baben eine selbständige Gemeinde. Durch einen Gebietsänderungsvertrag haben die Gemeinderäte der Gemeinden Baben (am 27. Januar 2009), Eichstedt (Altmark) (am 11. Februar 2009) und Lindtorf (am 29. Januar 2009) beschlossen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Eichstedt (Altmark) vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-LK-SDL" />
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Baben, die früher zur Pfarrei Baben bei Goldbeck gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Arneburg des Kirchenkreises Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Baben stammen aus dem Jahre 1637.<ref name="Machholz" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Baben, ein Feldsteinbau, stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Der reich geschnitzte Kanzelaltar stammt aus dem Jahre 1725. 1910 wurde eine Apsis angefügt.<ref name="Altmarkkirchen" />
- Der Ortsfriedhof befindet sich auf dem Kirchhof.
- Die Schmiede in der Hauptstraße und der Distanzstein am nordöstlichen Ortseingang stehen unter Denkmalschutz.
- Ein Dorfgemeinschaftshaus steht Einwohnern und Besuchern für Feiern und sonstige Anlässe zur Verfügung.<ref name="HP" />
Wirtschaft und Infrastruktur
Nördlich des Dorfes befindet sich der Windpark Baben.
Verkehrsanbindung
- Baben liegt an der Landstraße von Goldbeck nach Stendal. Im drei Kilometer entfernten Nachbarort Goldbeck befindet sich der nächste Bahnhof (Strecke Magdeburg–Wittenberge).
- Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.<ref>Fahrplan der Linie 972. In: Stendalbus. Abgerufen am 18. April 2021.</ref>
- Durch das Dorf führt der Elbe-Uchte-Radweg.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Baben im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
- Eichstedt (Altmark). In: arneburg-goldbeck.de. Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck
Einzelnachweise
<references> <ref name="AB-LK-SDL">Gebietsänderungsvertrag – Bildung einer neuen Mitgliedsgemeinde einer Verbandsgemeinde aus den Gemeinden Baben, Eichstedt (Altmark) und Lindtorf zum 1. Januar 2010. In: Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 10, 20. Mai 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 104–106 (landkreis-stendal.de [PDF; 264 kB; abgerufen am 10. April 2020]). </ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="CCM-5">Otto Mylius: Catastrum der Handwercker, welche in dem Alt-Märckischen Creyse… in denen Dörffern… verbleiben sollen… ad annum 1736… (= Corpus Constitutionum Marchicarum. Teil 5). 1740, Spalte 742 ([Digitalisat Online]).</ref>
<ref name="Denkmalprojekt">Baben, Gemeinde Eichstedt (Altmark), Landkreis Stendal. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. April 2020, abgerufen am 2. Oktober 2022.</ref>
<ref name="EW-2015">Doreen Schulze: Erstmals Zuwachs in Arneburg-Goldbeck. In: Volksstimme Stendal. 15. Januar 2016.</ref>
<ref name="EW-2018">Karina Hoppe: Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck verlor 2018 insgesamt 93 Einwohner. In: Volksstimme Stendal. 14. Februar 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Karina Hoppe: In die Einwohnerstatistik geschaut. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 22. Januar 2022, DNB 1002381223, S. 21.</ref>
<ref name="EW-2022">Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.</ref>
<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Erneut mehr Zuzüge als Wegzüge. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 1. Februar 2024, DNB 1047269554, S. 18.</ref>
<ref name="EW-LSA">Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / A / II / A / III / 102). ZDB-ID 2921504-3 (destatis.de). (Jahr anklicken)</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="HP">Eichstedt (Altmark). In: arneburg-goldbeck.de. Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, abgerufen am 18. März 2023.</ref>
<ref name="Hermes-Weigelt">Vorlage:BibOCLC</ref>
<ref name="MTB-3337">Messtischblatt 3337: Stendal. Reichsamt für Landesaufnahme, 1938, abgerufen am 5. Januar 2020.</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="OT-LSA 2022">Ortsteilverzeichnis (Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile), Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Stand 15. Dezember 2022, statistik.sachsen-anhalt.de</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Arneburg. In: ekmd.de. Abgerufen am 12. Juli 2024.</ref>
<ref name="Riedel-16">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Riedel-22">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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