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Wundschnellverband

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Wundschnellverband als vorgefertigter Strip
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Wundschnellverband mit noch geschlossenen Schutzstreifen
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Wundschnellverband mit geöffneten Schutzstreifen

Ein Wundschnellverband, umgangssprachlich Pflaster, ist ein Stück Wundauflage, das mit einem Klebeband verbunden ist. Er wird dazu verwendet, kleine Wunden abzudecken.

Geschichte

Datei:1490 Beheading of John the Baptist anagoria Adhesive Bandage.jpg
Wundschnellverband auf der Wange eines Mannes auf einem Tafelgemälde von 1490

Als Erfinder werden zwei Personen genannt:

Möglicherweise wurden Wundschnellverbände bereits früher verwendet, wie das hier abgebildete Gemälde aus dem 15. Jahrhundert nahelegt.

Funktion und Anwendung

Ein Wundschnellverband schützt eine verletzte Haut (z. B. eine Schnittwunde) vor Krankheitserregern, mechanischen Belastungen, Schmutz, dem Austrocknen und nimmt in beschränktem Maße Wundsekret oder Blut auf. Somit wird der Heilungsprozess weniger gestört und das Infektionsrisiko verringert.

Die Anwendung erfolgt bei kleineren Wunden, die keiner gesonderten Behandlung bedürfen. Die Wundauflage bedeckt die Verletzung und nimmt Sekret auf. Das Klebeband wird an der umliegenden Haut befestigt und hält die Auflage in der gewünschten Position.

Um das Infektionsrisiko zu verringern, kann die unmittelbare Umgebung der Wunde mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden. Die Wunde selbst wird nur bei großer Infektionsgefahr wie bei Tollwutverdacht mit Desinfektionsmittel ausgewaschen. Die Verwendung von Jodsalbe vermindert ebenfalls das sekundäre Infektionsrisiko und kann das spätere Ablösen des Pflasters erleichtern.<ref>Irene Berres: Mythos oder Medizin – Brauchen Wunden Luft oder Pflaster?, Spiegel Online, 9. September 2013</ref>

Das Material des Trägermaterials und der im Pflaster enthaltenen Wundauflage sollte entsprechend der Feuchtigkeitsabsonderung der Wunde ausgewählt werden. Ein feuchtes Wundmilieu trägt zur schnellen Abheilung bei. Eine Durchfeuchtung und Quellung des umliegenden Gewebes durch eine übermäßige Feuchtigkeitsansammlung ist aber zu vermeiden. Durch den regelmäßigen Wechsel des Pflasters werden Rückstände und abgestorbene Haut entfernt und der Feuchtegehalt der Wunde kann abgeschätzt werden.<ref>Wolfgang Vanscheidt: Wundheilung – Feucht ist besser, Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 29/2010</ref>

Material

Abhängig von dem Einsatzgebiet besteht das Klebeband aus einem speziellen Gewebe oder Kunststoff mit einer mehr oder weniger stark klebenden Beschichtung.

Die Wundauflage ist in der Regel saugfähig und oft mit Antiseptikum präpariert. Manche Hersteller sorgen mit einer speziellen Beschichtung dafür, dass die Auflage nicht an der Wunde festklebt.

Abmessung

Wundschnellverbände werden in Breiten von 2.5, 4, 6 und 8 Zentimetern und Längen zwischen 25 und 500 Zentimetern zum Abschneiden geliefert, was einen flexibleren Einsatz erlaubt als bei den in den letzten Jahren immer mehr verbreiteten Strips – vorgefertigten, einzeln verpackten Streifen in verschiedenen Formen für unterschiedlich große Wunden.

Die Maße von Wundschnellverbänden sind in Deutschland in der DIN 13019 genormt.

Weitere Anwendungsgebiete

Neben der Funktion als reine Wundauflage gibt es Pflaster für folgende Anwendungen:

Siehe auch

Weblinks

Commons: Wundschnellverband – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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