Zum Inhalt springen

Lejeuneaceae

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. Dezember 2025 um 12:21 Uhr durch imported>HermannSchachner (Ordnung = Porellales).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Lejeuneaceae
Datei:Colurolejeunea spp GS198.png

Colurolejeunea normannii (links) und C. ornata (rechts)

Systematik
Reich: Pflanzen (Plantae)
Abteilung: Lebermoose (Marchantiophyta)
Klasse: Jungermanniopsida
Unterklasse: Jungermanniidae
Ordnung: Porellales
Familie: Lejeuneaceae
Wissenschaftlicher Name
Lejeuneaceae
Cas.-Gil
Datei:Cololejeunea calcarea (c, 144938-474846) 2343.JPG
Cololejeunea calcarea
Datei:Lejeunea trinitensis — Scott Zona 001.jpg
Lejeunea trinitensis

Die Lejeuneaceae sind eine Moosfamilie aus der Klasse der Jungermanniopsida und unter den beblätterten Lebermoosen eine der artenreichsten. Sie ist mit knapp 1300 Arten vor allem in den Tropen und Subtropen verbreitet<ref name="syll">Wolfgang Frey, Eberhard Fischer, Michael Stech: Bryophytes and seedless Vascular Plants. In: Wolfgang Frey (Hrsg.): Syllabus of Plant Families - A. Engler's Syllabus der Pflanzenfamilien. 13. Auflage. Band 3. Borntraeger, Berlin / Stuttgart 2009, ISBN 978-3-443-01063-8, S. 93.</ref>. In Europa kommen nur sieben Gattungen vor. Viele Arten wachsen epiphytisch, vor allem auf Blattoberflächen höherer Pflanzen. Andere Arten wachsen auf Fels oder sogar auf den Flügeldecken von Käfern.

Merkmale

Es handelt sich um relativ kleine bis winzige und kaum noch mit dem bloßen Auge zu erkennende Pflanzen. Die Breite beträgt unter 1,5 Millimeter. Charakteristisches Merkmal sind die Flankenblätter, die in einen Ober- und einen Unterlappen gespalten sind. Die beiden Lappen sind auf einer Seite noch auf der ganzen Länge miteinander verwachsen, und der Unterlappen ist umgeklappt. Auf diese Weise entsteht ein sackartigen oder taschenförmiges Gebilde. Dessen genaue Form ist für die einzelnen Gattungen und Arten typisch. Unterblätter sind meist vorhanden. Die Ölkörper sind sehr klein und zahlreich. Das „Perianth“ ist birnenförmig, besitzt manchmal fünf flügelartige Falten und bildet an der Mündung eine kurze Röhre.

Vorkommen

Das Hauptverbreitungsgebiet der Familie sind die tropischen Tieflandregenwälder. Die Lejeuneaceae stellen das Gros der epiphyllen Moose. Die wenigen europäischen Gattungen sind vor allem westmediterran-atlantisch verbreitet. Sie gelten hier als Tertiärrelikte.

Systematik

Die Familie gilt als systematisch sehr schwierig. Sie ist vermutlich die phylogenetisch jüngste Moosgruppe. Sie besteht aus 87 Gattungen mit rund 1280 Arten<ref name="syll" />.

In Deutschland sind folgende Gattungen und Arten heimisch:

Weitere Gattungen sind z. B.:

Literatur

  • Jan-Peter Frahm: Biologie der Moose. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg u. a. 2001, ISBN 3-8274-0164-X.
  • Jan-Peter Frahm, Wolfgang Frey: Moosflora (= UTB. 1250). 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8252-1250-5.

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Lejeuneaceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien