Zum Inhalt springen

Azilien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. März 2026 um 19:45 Uhr durch imported>Fonero (Weblinks: HLS).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Das Azilien [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈaziːljɜ̃] (etwa 12.300 bis 9.600 v. Chr.) bezeichnet eine wichtige Kultur des europäischen Jungpaläolithikums bzw. des südeuropäischen Epipaläolithikums.<ref>Michel Barbaza: Les Civilisations postglaciaires. La vie dans la grande forêt tempérée. La Maison des Roches, Paris 1999, ISBN 2-912691-06-0.</ref> Das Azilien beginnt im Spätglazial und endet mit dem Beginn des Holozäns.

Der Begriff wurde 1889 von Édouard Piette (1827–1906) nach Grabungen in der Höhle von Mas d’Azil (Le Mas-d’Azil, Département Ariège, Frankreich) geprägt. Im deutschen Sprachraum wird das Azilien mit dem Synonym Federmesser-Gruppen bezeichnet.

Leitformen sind das Rückenmesser (auch Rückenspitze, oder Federmesser genannt) sowie kurze Kratzer, Stichel und Harpunen aus Hirschgeweih. Parallel läuft das Swiderien im Osten.

Dem Azilien folgte das Mesolithikum oder die Mittelsteinzeit mit dem Frühmesolithikum (9600–7000/6500 v. Chr.) gefolgt vom Spätmesolithikum (etwa 7000/6500–5500/4500 v. Chr.).

Literatur

  • Claude Couraud: L’Art Azilien. Origine – Survivance (= Gallia préhistoire. Supplément. 20). Éditions du Centre National de la Recherche Scientifique, Paris 1985, ISBN 2-222-03488-4 (Paris, L’École des hautes études en sciences sociales, Thèse de 3e cycle, 1980).
  • Michael Baales: Zwischen Kalt und Warm. In: Wilfried Menghin, Dieter Planck (Hrsg.): Menschen Zeiten Räume. Archäologie in Deutschland. Theiss, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1596-0, S. 121–123.

Weblinks

Commons: Azilien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Azilien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />