Zum Inhalt springen

Goughteichhuhn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 3. März 2024 um 15:29 Uhr durch imported>Earwig (Earwig verschob die Seite Gough-Teichhuhn nach Goughteichhuhn: So der offizielle Name laut DO-G http://www.do-g.de/fileadmin/Die_Vo%CC%88gel_der_Erde__DO-G_2021_doi.pdf).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Goughteichhuhn
Datei:Gallinula nesiotis Beintema.jpg

Goughteichhuhn auf Tristan da Cunha

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
Familie: Rallen (Rallidae)
Gattung: Teichrallen (Gallinula)
Art: Goughteichhuhn
Wissenschaftlicher Name
Gallinula comeri
(J. A. Allen, 1892)

Das Goughteichhuhn<ref name="barthel"/> (Gallinula comeri<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Foto von einem Goughteichhuhn (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cdn2.arkive.org, ARKive.org, abgerufen am 23. September 2010.</ref>) lebt auf der Insel Gough im südlichen Atlantik. Von George Comer wurde es erstmals gesammelt und von Joel Asaph Allen als eigene Art beschrieben.

Beschreibung

Das Goughteichhuhn sieht der europäischen Teichralle ähnlich. Die Vögel erreichen eine Länge von 27 Zentimeter, ihre Statur ist eher untersetzt. Die Farbe ist generell schwarz, Nacken und Rücken sind dunkelbraun, die Unterseite des kurzen Schwanzes ist weiß. Frontalschild und Schnabel sind rot, die Spitze des Schnabels gelb. Die Beine sind orange mit gelb-grünen und roten Stellen.<ref name="Birdlife" />

Verhalten

Die Flugfähigkeit haben diese Vögel verloren.<ref name="Roots" /> Comer berichtete, dass sie die Flügel beim Rennen einsetzten und nicht auf einen ein Meter hohen Tisch gelangen konnten.<ref name="Allen" />

Die Vögel sind Allesfresser. Sie ernähren sich von Pflanzenteilen, Samen, Insekten und Aas.<ref name="Birdlife" />

Die Brutzeit reicht von September bis März, es werden jeweils zwei bis fünf Eier gelegt.<ref name="Birdlife" />

Verbreitung

Das Goughteichhuhn kam ursprünglich nur auf der Gough-Insel vor. 1956 wurden einige Exemplare auf Tristan da Cunha ausgesetzt, wo sich in der Folge ebenfalls eine stabile Population entwickelte. Die Vögel bewohnen Buschland und seltener Grasland, sie fehlen in den Heideflächen.<ref name="Birdlife" />

Systematik und zoologische Geschichte

Das Goughteichhuhn wurde erstmals 1888 von George Comer gesammelt,<ref name="Roots" /> er brachte sechs Vögel mit an Bord, von denen allerdings vier bald starben. Joel Asaph Allen beschrieb sie 1892 als Porphyriornis comeri.<ref name="Allen" /> Es wurde oft als identisch mit der ausgestorbenen Tristanteichhuhn (Gallinula nesiotis) angesehen, DNA-Studien bestätigten jedoch den Status als eigene Art.<ref name="Groenenberg" />

Einzelnachweise

<references>

  <ref name="barthel">Peter H. Barthel, Christine Barthel, Einhard Bezzel, Pascal Eckhoff, Renate van den Elzen, Christoph Hinkelmann, Frank Dieter Steinheimer: Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen. 3. Auflage. Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, Radolfzell 2022 (do-g.de [PDF]).</ref>
  <ref name="Birdlife">Factsheet auf BirdLife International</ref>
  <ref name="Roots">Clive Roots: Flightless birds. Greenwood Press, Westport, Conn. 2006, ISBN 0-313-33545-1, S. 60 (google.com).</ref>
  <ref name="Allen">Joel Asaph Allen: Description of a new gallinule, from Gough Island. In: Bulletin of the American Museum of Natural History. Band 4, 1892, S. 57–58 (amnh.org [PDF]).</ref>
  <ref name="Groenenberg">Dick S. J. Groenenberg, Albert J. Beintema, René W. R. J. Dekker, Edmund Gittenberger: Ancient DNA Elucidates the Controversy about the Flightless Island Hens (Gallinula sp.) of Tristan da Cunha. In: PLoS one. 2008, doi:10.1371/journal.pone.0001835.</ref>

</references>

Weblinks