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Marien-Glockenblume

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Marien-Glockenblume
Datei:Campanula medium 2024-06-06 1607.jpg

Marien-Glockenblume (Campanula medium)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Unterfamilie: Campanuloideae
Gattung: Glockenblumen (Campanula)
Art: Marien-Glockenblume
Wissenschaftlicher Name
Campanula medium
L.

Die Marien-Glockenblume (Campanula medium) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Glockenblumen (Campanula) innerhalb der Familie Glockenblumengewächse (Campanulaceae).

Beschreibung

Datei:Flore coloriée de poche du littoral méditerranéen de Gênes à Barcelone y compris la Corse (6244463186).jpg
Illustration
Datei:Floral diagram and plant material.svg
Blütendiagramm – 3 Deckblatt, 4 Tragblatt
Datei:Campanulaceae - Campanula medium-5.JPG
Blütenknospe, gut zu erkennen sind die Kelchblätter
Datei:Campanula 'Champion Lavender' Boston 2011 -2.JPG
Blüten der Sorte ‘Champion Lavender’
Datei:Campanulaceae - Campanula medium-4.JPG
Fünfzählige Blüte
Datei:Campanula medium Blüte.JPG
Nahaufnahme der Blüte einer weißblühenden Campanula medium

Vegetative Merkmale

Es handelt sich um eine zweijährige krautige Pflanze, die im ersten Jahr Blattrosetten bildet und dann im zweiten Stängel und Blüten. Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 60 bis 80 Zentimetern. Die Grundblätter sind bei einer Länge von 12 bis 15 Zentimetern lanzettlich bis elliptisch mit gezähntem Blattrand.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die Blüten stehen in einem lockeren traubigen Blütenstand zusammen. Die kurz gestielte, große, zwittrige Blüte ist 2,5 bis 4 Zentimeter groß und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen. Die fünf Kronblätter sind glockenförmig verwachsen; ihre Farben sind je nach Sorte verschiedene Blautöne, seltener weiß oder rosa. Die Kronzipfel sind umgebogen. Es ist nur ein Kreis mit fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Der Griffel hat meist fünf Narben.

Es wird eine Kapselfrucht gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Die Marien-Glockenblume stammt aus dem südöstlichen Frankreich<ref name="TelaBotanica" /> und dem nördlichen sowie mittleren Italien (in den Regionen Piemont, Lombardei, Ligurien, Emilia-Romagna, Toskana, Marken, Kampanien)<ref name="FloraItaliana" />. Von Spanien und Großbritannien bis zum südlichen Russland und bis Griechenland; in Nordamerika, Mexiko und in Neuseeland ist sie ein Neophyt.<ref name="POWO" />

Die Marien-Glockenblume gedeiht am besten auf frischen, lockeren, nährstoffreichen Böden ohne Staunässe.

Taxonomie

Die Marien-Glockenblume wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 167 als Campanula medium erstbeschrieben. Das Epitheton "Medium" ist der Name eines Krauts in der Antike.

Trivialnamen

Für die Marien-Glockenblume (lateinisch früher auch Viola mariana und Medium genannt<ref>Joachim Camerarius (Hrsg.): Kreutterbuch Deß hochgelehrten und weitberühmbten Herrn D. Petri Andreae Matthioli, Jetzt widerumb mit vielen schönen newen Figuren, auch nützlichen Artzeneyen […,]. Frankfurt am Main 1609, S. 414.</ref>) bestehen bzw. bestanden, zum Teil auch nur regional, auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Marienglöcklein (Schlesien), Marienglocken, Marienveilchen, Marietten und Tschokoladibechercher (Siebenbürgen).<ref name="Pritzel1882" />

Nutzung

Die Sorten der Marien-Glockenblume werden in den gemäßigten Gebieten in Gärten als Zierpflanzen verwendet. Seit dem 16. Jahrhundert gehört sie zum deutschen Bauerngarten.

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="TelaBotanica"> Datenblatt mit Verbreitung in Frankreich und Fotos bei Tela Botanica. </ref> <ref name="FloraItaliana"> Datenblatt mit Verbreitung in Italien und Fotos bei Flora Italiana bei Schede die Botanica. </ref> <ref name="Pritzel1882">Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 75. (online).</ref> <ref name="POWO">Campanula medium. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks

Commons: Marien-Glockenblume (Campanula medium) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien