Riesenrafflesie
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| Riesenrafflesie | ||||||||||||
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| Datei:Rafflesia arnoldii, Sumatra.jpg
Blüte einer Riesenrafflesie (Rafflesia arnoldi) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Rafflesia arnoldi | ||||||||||||
| R.Br. |
Die Riesenrafflesie (Rafflesia arnoldi) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Rafflesien (Rafflesia) in der Familie der Rafflesiengewächse (Rafflesiaceae). Die Blüten der Riesenrafflesie messen bis zu einem Meter im Durchmesser, sind bis zu elf Kilogramm schwer und gelten als die größten Einzelblüten im Pflanzenreich,<ref>Largest single flower. Guinness World Records, abgerufen am 27. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auch wenn andere Rafflesia-Arten ähnlich große Blüten bilden (z. B. Rafflesia kerrii).
Ökologie
Rafflesia arnoldi ist ein Vollschmarotzer an Lianen der Gattung Tetrastigma, der als Endophyt vollständig innerhalb seines Wirtes lebt. Dort bestehen die Pflanzen lediglich aus einem myzelartigen, mit Haustorien durchsetzten Geflecht. Wurzeln, Sprosse und Laubblätter werden nicht ausgebildet.<ref name="kew">Rafflesia arnoldi R.Br. Plants of the World Online, Key Royal Botanic Gardens, abgerufen am 9. Mai 2020.</ref><ref>Lachezar A. Nikolov et al.: Holoparasitic Rafflesiaceae possess the most reduced endophytes and yet give rise to the world’s largest flowers. In: Annals of botany. Bd. 114, Nr. 2, 2014, S. 233–242, doi:10.1093/aob/mcu114.</ref>
Rafflesia arnoldi ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Außerhalb der Wirtspflanze ist lediglich die Blüte zu erkennen, die dem Boden aufliegt. Wie bei allen Rafflesia-Arten ahmt sie in Farbe und Geruch Aas nach und lockt so Insekten, vorwiegend Schmeißfliegen, zur Bestäubung an.<ref name="kew" />
Systematik und Verbreitung
Die Erstbeschreibung von Rafflesia arnoldi erfolgte 1821 durch Robert Brown in Transactions of the Linnean Society of London.<ref>Robert Brown: An Account of a new Geneus of Plants, named Rafflesia. In: Transactions of the Linnean Society of London (= Transactions of the Linnean Society of London. Volume 13). Linnean Society of London, London 1822, S. 207. (Digitalisat)</ref> Das Artepitheton arnoldi ehrt Joseph Arnold, der Rafflesia arnoldi zusammen mit Sir Thomas Stamford Raffles entdeckte.
Von Rafflesia arnoldi gibt es zwei Varietäten:
- Rafflesia arnoldi <templatestyles src="Person/styles.css" />R.Br. var. arnoldi ist auf Borneo im malaysischen Bundesstaat Sarawak, Sabah und in der indonesischen Provinz Kalimantan Barat heimisch.
- Rafflesia arnoldi var. atjehensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Koord.) Meijer (Syn.: Rafflesia atjehensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Koord.): Sie ist ein Endemit in der Provinz Bengkulu auf der zu Indonesien gehörigen Insel Sumatra.
Literatur
- Jamili Nais: Rafflesia of the World. Sabah Parks, Kota Kinabalu 2001, ISBN 983-812-042-1.
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>