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Streifenbeutler

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Streifenbeutler
Datei:Dactylopsila trivirgata 1.jpg

Großer Streifenbeutler

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Beuteltiere (Marsupialia)
Überordnung: Australidelphia
Ordnung: Diprotodontia
Familie: Gleitbeutler (Petauridae)
Unterfamilie: Streifenbeutler
Wissenschaftlicher Name
Dactylopsilinae
Kirsch, 1977

Die Streifenbeutler (Dactylopsilinae), auch Streifenphalanger genannt, sind eine Unterfamilie der Gleitbeutler (Petauridae). Trotz der Zugehörigkeit zu dieser Familie haben sie, wie ihr nächster Verwandter, der Hörnchenbeutler, keine Gleitmembranen. Die Unterfamilie wird in zwei Gattungen zu je drei Arten unterteilt. Streifenbeutler sind auf Neuguinea samt vorgelagerten Inseln sowie auf der Kap-York-Halbinsel im nordöstlichen Australien beheimatet. Die Unterfamilie wurde 1977 durch den US-amerikanischen Säugetierkundler J. A. W. Kirsch eingeführt.<ref name="Kirsch 1977" />

Merkmale

Ihren Namen haben sie von den drei schwarzen oder dunkelbraunen Streifen, die sich auf dem ansonsten weiß oder hellgrau gefärbten Fell den Rücken entlangziehen. Ein auffälliges Merkmal ist der dünne, verlängerte vierte Finger der Vorderfüße, der in einem hakenförmigen Nagel endet. Dieser Finger ähnelt dem des Fingertieres und dient demselben Zweck, Insekten aus Löchern und Spalten herauszufangen. Stark vergrößerte Schneidezähne dienen zum Annagen der Baumrinde, um an ihre Beute zu gelangen. Streifenbeutler erreichen eine Kopfrumpflänge von 17 bis 32 Zentimeter und ein Gewicht von 250 bis 550 Gramm. Der Schwanz ist buschig, er endet in einer weißen Spitze und wird rund 17 bis 40 Zentimeter lang.

Lebensweise

Streifenbeutler sind nachtaktive Waldbewohner, sie leben auf Bäumen und kommen mit einer Ausnahme nur selten, wenn überhaupt auf den Boden. Tagsüber schlafen sie in einem Blätternest, um in der Nacht auf Nahrungssuche zu gehen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, daneben nehmen sie auch Früchte und Nektar zu sich.

Gegen Fressfeinde verteidigen sie sich mit einem äußerst übel riechenden Drüsensekret. In Verbindung mit der gestreiften Fellzeichnung lassen sich dabei Parallelen zu den Stinktieren erkennen.

Während männliche Streifenbeutler Einzelgänger sind, findet man Weibchen öfters in Weibchengruppen, zusammen mit ihrem Nachwuchs. Vermutlich gibt es während der Paarungszeit heftige Rivalenkämpfe zwischen den Männchen. Ansonsten ist über die Fortpflanzung kaum etwas bekannt.

Innere Systematik

Streifenbeutler werden in zwei Gattungen mit je drei Arten unterteilt:<ref name="Flannery etal 2026" />

Belege

<references> <ref name="Flannery etal 2026"> Tim F. Flannery, Kenneth P. Aplin, Carlos Bocos, Loukas G. Koungoulos, Kristofer M. Helgen (2026): Found Alive After 6,000 years: Modern Records of An ‘Extinct’ Papuan Marsupial, Dactylonax kambuayai (Marsupialia: Petauridae), with A Revision of the Systematics and Zoogeography of the Genus Dactylonax. Records of the Australian Museum. 78; 17-34. DOI: doi: 10.3853/j.2201-4349.78.2026.3003</ref> <ref name="Kirsch 1977"> J.A.W. Kirsch (1977): The comparative serology of Marsupialia, and a classification of marsupials. Australian Journal of Zoology, Supplementary Series 25(52): 1–152. DOI: 10.1071/AJZS052</ref> </references>

Weblinks

Commons: Streifenbeutler (Dactylopsila) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien