Sepp Kusstatscher
Vorlage:Hinweisbaustein Josef „Sepp“ Kusstatscher (auch Kußtatscher; * 17. März 1947 in Villanders, Südtirol) ist ein Südtiroler Politiker.
Biographie
Kusstatscher besuchte nach der Grundschule in seinem Heimatdorf die Mittel- und Oberschule des Johanneums in Dorf Tirol. Anschließend studierte er Philosophie, Theologie und Pädagogik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen, der Universität Innsbruck und der Universität Klagenfurt. Sein Studium schloss er 1974 mit einer in Innsbruck eingereichten Diplomarbeit zur Geschichte der Pfarre Villanders ab.<ref>Diplomarbeit von Josef Kußtatscher (Universität Innsbruck, 1974)</ref> Beruflich war Kusstatscher als Lehrer sowie im Bereich Erwachsenenbildung und berufliche Weiterbildung tätig. Er leitete 17 Jahre lang als Direktor die Berufsschulen in Brixen.
Nach einer Zeit als Vorsitzender der Südtiroler Hochschülerschaft war Kusstatscher von 1974 bis 1985 für die Südtiroler Volkspartei (SVP) Bürgermeister von Villanders. Von 1988 bis 1993 war Kusstatscher Abgeordneter im Südtiroler Landtag und damit gleichzeitig im Regionalrat Trentino-Südtirol. Er fungierte dabei auch als Vorsitzender des Arbeitnehmerflügels der SVP. 1999 trat Kusstatscher aus der SVP aus. 2003 konnte er auf der Liste der Südtiroler Grünen erneut ein Landtagsmandat erringen. 2004 kandidierte Kusstatscher erfolgreich für die Federazione dei Verdi für das Europäische Parlament. Sein Nachfolger im Landtag wurde Riccardo Dello Sbarba.
Im Europaparlament war Kusstatscher Vollmitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Transport und Fremdenverkehr. Seine Hauptanliegen waren: eine grünere und nachhaltigere Verkehrspolitik schaffen, einen Umwelt- und Artenschutz, der den Verlust von Pflanzen- und Tierarten aufhalten wie auch das Überleben der Spezies Mensch sichern kann, sowie ein bedingungsloses Grundeinkommen. Im Frühjahr 2009 wurde Kusstatscher wiederholt in nationalen Medien wie dem Corriere della Sera und Il Sole 24 Ore erwähnt, da er erneut der fleißigste EU-Parlamentarier Italiens war, sowohl hinsichtlich Präsenz (97,2 %), als auch hinsichtlich der Anzahl der Anfragen und Anträge.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Italiani a Strasburgo: assenze record. Tra i 20 peggiori metà sono «nostri».] Corriere della Sera, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Juni 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Lo stakanovista arriva dall'Alto Adige.] Il Sole 24 Ore, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Juni 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bei den Europawahlen desselben Jahres verpasste er eine Wiederwahl.
Er war Mitglied im Bürgerkomitee für die Europäische Bürgerinitiative zur Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (Unconditional Basic Income – UBI) auf europäischer Ebene. Zumindest sollten die Mitgliedsstaaten aufgefordert werden, Wege zu erforschen, wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen als Instrument für ein stabileres Sozialsystem entwickelt werden könne. Zusammen mit dem Ansprechpartner für die Europäische Kommission, dem Österreicher Klaus Sambor, sowie Ronald Blaschke vom deutschen Netzwerk Grundeinkommen und weiteren Initiatoren aus 15 Staaten organisierte er die Unterschriftensammlung.<ref name="Europäische Bürgerinitiative">Europäische Bürgerinitiative: Unconditional Basic Income (UBI) - Exploring a pathway towards emancipatory welfare conditions in the EU, registriert seit 14. Januar 2013, ECI(2013)000001.</ref>
Von 2009 bis 2012 übernahm er zusammen mit Brigitte Foppa den Vorsitz der Südtiroler Grünen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Grünen: Brigitte Foppa und Sepp Kusstatscher wieder Landesvorsitzende.] Südtirol News, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Juni 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> 2019 wurde er mit der Ehrenbürgerschaft seiner Heimatgemeinde Villanders ausgezeichnet.<ref>Sepp Kusstatscher ist Ehrenbürger. In: Dolomiten, 31. Jänner 2019, S. 27</ref>
Während der Covid-19-Pandemie hat sich Kusstatscher als Impfskeptiker positioniert und die regionalen wie staatlichen Maßnahmen zur Durchimpfung der Bevölkerung „aus ethischen Gründen“ in Frage gestellt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Warum ich skeptisch bin.] Die BAZ, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. Juli 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Im Jahr 2025 rief er in einem offenen Brief dazu auf, Putin und Trump nicht zu „verteufeln“, dies würde in eine „Massenpsychose“ führen. Zudem schrieb er: „Der Keil, der zwischen Deutschland und Russland hineingetrieben wurde, trotz der schlimmsten Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg, ist kein zufälliges Ereignis, sondern von Menschen geplant und gewollt.“<ref>Rainews: Wir sind mitschuldig, wenn wir nichts tun., 1. April 2025, abgerufen am 5. April 2025.</ref>
Literatur
- Südtiroler Landesregierung (Hrsg.): Südtirol-Handbuch 1993. Broschüre, Bozen 1993, S. 88 (online)
Weblinks
- Offizielle Homepage
- Sepp Kusstatscher in der Abgeordnetendatenbank des Europäischen Parlaments
- Eintrag zu Sepp Kusstatscher in der Abgeordneten-Datenbank des Südtiroler Landtags (PDF)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kusstatscher, Sepp |
| ALTERNATIVNAMEN | Kusstatscher, Josef; Kußtatscher, Sepp; Kußtatscher, Josef |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Politiker (Südtirol), MdEP |
| GEBURTSDATUM | 17. März 1947 |
| GEBURTSORT | Villanders, Südtirol |
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- Mitglied des Europäischen Parlaments für Italien
- Landtagsabgeordneter (Südtirol)
- Bürgermeister (Villanders)
- Ehrenbürger von Villanders
- Mitglied der Südtiroler Volkspartei
- Mitglied der Verdi Grüne Vërc
- Absolvent der Universität Innsbruck
- Italiener
- Geboren 1947
- Mann