Ehrl
Ehrl Stadt Scheßlitz
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(109)&title=Ehrl 50° 0′ N, 11° 3′ O
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dim=10000 | globe= | name=Ehrl | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 323 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,9 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 109 (30. Sep. 2025)<ref name="Einwohner">Einwohnerzahlen nach Stadtteilen. In: schesslitz.de. Abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 38 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 96110 | |||||
| Vorwahl: | 09542 | |||||
Ehrl ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Ehrl hat eine Fläche von 2,898 km². Sie ist in 412 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7034 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Ehrl (092150). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>
Geografie
Das Kirchdorf liegt auf freier Flur am Ellernbach, dem rechten Oberlauf des Leitenbachs zwischen dem Tirschental (459 m ü. NHN) im Nordwesten und dem Schlappenreuther Berg (554 m ü. NHN) im Südosten, beides Erhebungen der Fränkischen Alb. Die Staatsstraße 2210 führt nach Burgellern (1,3 km südwestlich) bzw. nach Stübig (1,8 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt 0,7 km westlich zu einer Gemeindeverbindungsstraße, die südlich nach Burgellern und nördlich nach Pausdorf verläuft.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen gemessener Luftlinie).</ref>
Ellerbach
Auf einer Brücke über den Ellerbach steht eine Statue des Brückenheiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1981. Der Sockel trägt die Inschrift „Liebe überwindet Gewalt“.
Der Stelzenläufer am Ellerbach erinnert an den Spitznamen Bachstelzer. Als der Bach noch flache Ufer hatte, überquerte man das Wasser mit Hilfe von Stelzen. Der Gedenkstein erinnert auch an das Alter des Ortes (750 Jahre) und an die früheren Herrschaften Dompropstei und Kloster Langheim.
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ehrl aus 43 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus mit Ausnahme der Lehen des Dompropsteiamtes Burgellern, hier übte dieses das Hochgericht in begrenztem Umfang aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das Amt Scheßlitz und das Dompropsteiamt Burgellern gemeinsam. Grundherren waren
- die Hofkanzlei Bamberg: 2 Sölden;
- das Amt Scheßlitz: 13 Sölden, 1 Mühle;
- das Dompropsteiamt Burgellern: 1 Hof mit Tropfhäuslein, 12 Sölden, 1 Sölde mit Schmiedefeuerrecht;
- die Kloster Langheim: 1 Hof, 1 Halbhof, 6 Sölden, 1 Gütlein, 1 Mühle, 2 Tropfhäuser.<ref name="W119">W. Weiß: Bamberg, S. 119.</ref>
Im Jahre 1802 kam Ehrl an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Ehrl dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Burgellern zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Ehrl. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 8 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Buchau. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).<ref name="W240">W. Weiß: Bamberg, S. 240.</ref> 1875 wurde die Schreibweise des Ortes in die heutige Form „Ehrl“ geändert.<ref name="HGV" /> 1964 hatte die Gemeinde eine Fläche von 2,900 km².<ref name="OV 1961" />
Am 1. Mai 1978 wurde Ehrl im Zuge der Gebietsreform in Bayern zunächst nach Scheßlitz eingemeindet.<ref> </ref><ref>Scheßlitz > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 23. Dezember 2024.</ref>
Baudenkmäler
In Ehrl gibt es 20 Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Scheßlitz (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 5, 6, 14: Wohnstallbauten
- Haus Nr. 7, 8, 10, 12, 19: Bauernhäuser
- Haus Nr. 11: Gasthaus Fleischmann
- Haus Nr. 15: Wohnhaus mit Stall und Einfriedung
- Haus Nr. 17: Mühle mit Fachwerknebengebäude
- Haus Nr. 171⁄2: Katholische Filialkirche Beatae Mariae Virginis
- Haus Nr. 18: Ehemalige Schule
- Haus Nr. 20: Stadel
- Haus Nr. 23: Wohnhaus
- drei Bildstöcke, eine Marter, ein Kruzifix
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Bodendenkmäler
In der Gemarkung Ehrl gibt es ein Bodendenkmal.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 143 | 182 | 174 | 175 | 173 | 175 | 181 | 184 | 192 | 171 | 150 | 163 | 152 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 30 | 27 | 29 | 30 | 30 | ||||||||
| Quelle | <ref name="W240"/> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 136, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 831, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 127 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1001, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 948 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 992 (Digitalisat).</ref> |
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Religion
Ehrl ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Scheßlitz) gepfarrt.<ref name="W119"/><ref name="OV 1961"/>
Bilder
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Alte Mühle
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Eingang ins Dorf
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Fachwerkhäuser
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Dorfkern
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Ehrl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 708–709 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3769698843 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Ortsteile > Ehrl. In: schesslitz.de. Abgerufen am 18. Dezember 2025.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Ehrl in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Ehrl im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
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Burgellern | Burglesau | Demmelsdorf | Dörrnwasserlos | Doschendorf | Ehrl | Giechburg | Gügel | Köttensdorf | Kübelstein | Ludwag | Neudorf | Pausdorf | Peulendorf | Pünzendorf | Roschlaub | Roßdach | Schlappenreuth | Schrautershof | Schweisdorf | Starkenschwind | Straßgiech | Stübig | Weichenwasserlos | Weingarten | Wiesengiech | Windischletten | Würgau | Zeckendorf
Sonstige Wohnplätze: Feuersmühle | Lochskeller | Lohmühle | Schiefermühle | Würgauer Mühle | Ziegelmühle
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Ort im Landkreis Bamberg
- Ortsteil von Scheßlitz
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg)
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1978
- Gemarkung im Landkreis Bamberg
- Kirchdorf (Siedlungstyp)