Zum Inhalt springen

Apasmara

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 7. Mai 2024 um 10:23 Uhr durch imported>MultiPolitikus (Archivlink(s) geprüft).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Apasmara.jpg
Der zwergenhafte Dämon (asura) Apasmara unter den Füßen des tanzenden Gottes Shiva, Detail
Datei:Shiva Nataraja Musée Guimet 25971.jpg
Shiva als Nataraja – Bronze aus der Chola-Zeit, Tamil Nadu, 11. Jahrhundert. Musée Guimet, Paris

Apasmara (Sanskrit, m., {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), apasmāra, "Unwissenheit", geistige Verblendung, urspr.: "Epilepsie") ist in der indischen Mythologie ein zwergenhafter Dämon (asura); er ist vor allem im Süden Indiens populär.

Hinduistische Ikonographie

Die hinduistische Ikonographie kennt den Apasmara hauptsächlich im Zusammenhang mit dem tanzenden Gott Shiva Nataraja, dem "König der Tänzer". In der populären Darstellung des vierarmigen Shiva im Flammenkreis liegt er unter den Füßen des Tanzenden.<ref>Bildliche Darstellung von Apasmara in einer Plastik</ref> Das Bild enthält eine vielschichtige Symbolik, wobei der Tanz mit seiner Dynamik ebenso für Schöpfung steht wie für Zerstörung. Dabei vernichtet er den Apasmara, die Personifizierung von Verblendung, geistiger Trägheit und allem Übel. Gläubige erkennen in dieser Darstellung das Erlösungswerk des Göttlichen. Die Mythologie erzählt, dass die Menschen Shiva um Hilfe gegen den Dämon anriefen, woraufhin dieser kam und den Apasmara tanzend mit seinem linken Fuß tötete.

Apasmara als Krankheit

Auch die ursprüngliche Bedeutung von Apasmara für eine neurologische Krankheit, heute als Epilepsie<ref>Bala V. Manyam: Epilepsy in Ancient India. In: Epilepsia. Volume 33 Issue 3, 4. August 2005, S. 473–475. PMID 1592022. doi:10.1111/j.1528-1157.1992.tb01694.x</ref> bezeichnet, ist in der traditionellen indischen Medizin, dem Ayurveda, noch zu finden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rani Nayar: Concept of Epilepsy in Vedic Neurology. Interpretation Of Ancient Diseases With The Outlook Of Modern Neurology (Memento vom 20. August 2009 im Internet Archive)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Symbolik

Dämonen (vgl. auch Andhaka, Mahishasura, Hiranyaksha, Hiranyakashipu) sind Verkörperungen von aggressiven oder selbstsüchtigen, d. h. letztlich dummen Verhaltensweisen. Sie stören die göttliche Ordnung und das friedvolle und harmonische Zusammenleben der Menschen.

Literatur

  • Anna Dallapiccola: Dictionary of Hindu Lore and Legend. ISBN 0-500-51088-1
  • K.K. Dwivedi, R.H. Singh: Clinical trial of medhya rasayana drugs in apasmara. In: Holistic principles of Ayurvedic medicine, 1st Edition. Chaukhamba Sanskrit Pratishthan, Varanasi 1998.
  • David Smith: The Dance of Siva: Religion, Art and Poetry in South India. (Band 7 von Cambridge Studies in Religious Traditions), Cambridge University Press 2003, S. 207, ISBN 978-0521528658

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>