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Grohe

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Grohe Holding GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Grohe.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1911/1936<ref group="A">1936: Beginn der Grohe-Unternehmensgeschichte mit dem Kauf der 1911 gegründeten Kleineisenfabrik Berkenhoff & Paschedag.</ref>
Sitz Hemer, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Adam Bryson
  • Bijoy Mohan
Mitarbeiterzahl 7.538 (2021/22)
Umsatz 1.775,8 Mio. Euro (2021/22)
Branche Sanitärindustrie
Website www.grohe.com
Stand: 31. März 2022
Datei:Grohe kitchen faucet veris 1.jpg
Küchenarmatur

Die Grohe Holding GmbH ist die Konzernobergesellschaft des Grohe-Konzerns, zu dem insbesondere die Grohe AG gehört, ein deutscher Hersteller von Armaturen und Sanitärprodukten mit Satzungssitz in Hemer und Verwaltungssitz in Düsseldorf. Seit 2014 gehört Grohe zur japanischen Lixil Group.

Grohe ist nicht identisch mit dem Unternehmen Hansgrohe, das ebenfalls ein deutscher Armaturenhersteller ist.

Geschichte

Grohe als Familienunternehmen (bis 1998)

Datei:Hemer Edelburg Grohe FFSW PK 5280.jpg
Im mittleren Bildbereich: Werksgelände Hemer (2015)

1936 kaufte Friedrich Grohe, der Sohn des Schiltacher Armaturenherstellers Hans Grohe (siehe Hansgrohe), mit Zustimmung seines Vaters<ref name="MM" /> die 1911 in Hemer gegründete Kleineisenfabrik Berkenhoff & Paschedag und konzentrierte die Fertigung auf Badezimmerarmaturen.<ref name="Geffroy">Edgar K. Geffroy: Das Einzige, was stört, ist der digitale Kunde. 2. Auflage. Redline Verlag, München 2013, ISBN 978-3-86414-345-8, S. 178 f.</ref> Zwei Jahre nach dem Kauf gab es erste Aufträge aus dem Ausland.<ref name="MM">Karsten Langer, Christian Keun: Familie Grohe: Warmer Regen dank Duschköpfen. In: Manager Magazin (online), 16. Juli 2004, abgerufen am 17. September 2017.</ref> 1948 wurde das Unternehmen in Friedrich Grohe Armaturenfabrik umbenannt.<ref>Karsten Langer, Christian Keun: Familie Grohe: Warmer Regen dank Duschköpfen. In: Manager Magazin (online). 16. Juli 2004, abgerufen am 17. September 2017.</ref>

1956 übernahm Grohe die 1873 gegründete Carl Nester Armaturenfabrik mit Sitz in Lahr/Schwarzwald.<ref>Jörg Braun: Grohe strahlt viel Zuversicht aus. In: Lahrer Zeitung. 19. Oktober 2017, abgerufen am 16. Januar 2019.</ref> Nach dem Kauf wurde das Unternehmen in Grohe Thermostat GmbH umbenannt.<ref name="GroheHistory">Friedrich Grohe AG & Co. KG History. In: Funding Universe. International Directory of Company Histories, Vol. 53. St. James Press, 2003, abgerufen am 16. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im gleichen Jahr brachte Grohe ein automatisches Mischventil mit Thermostat unter dem Namen Skalatherm auf den Markt, das auch „Volksthermostat“ genannt wurde.<ref name=":0">Hans Weide: Offenes Werkstor in Lahr: Moderne Duschen sind Wellness pur. In: baden online. 15. August 2016, abgerufen am 16. Januar 2019.</ref><ref>Ludwig-Maximilians-Universität München, Grohe AG: Water Enjoyment Volume 5. (PDF) Grohe History. März 2015, S. 277, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2019; abgerufen am 16. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1961 wurde die erste ausländische Tochtergesellschaft in Frankreich gegründet.<ref name="GroheHistory" /> Im Jahr 1962 wurde die exklusive Lizenz des von Alfred M. Moen erfundenen Einhebelmischers erworben.<ref name=":0" /> Nachdem Friedrich Grohe im Jahr 1961 nach dem Tod des damaligen Geschäftsführers (Hans Grohe Junior) zusätzlich die Geschäftsführung von Hansgrohe übernommen hatte, verkaufte er 1968 51 % der Gesellschaftsanteile an der Friedrich Grohe Armaturenfabrik an International Telephone and Telegraph (ITT). In den Folgejahren gründete das Unternehmen Auslandsgesellschaften in den Niederlanden (1973), den Vereinigten Staaten (1975), Großbritannien und Spanien (1978) sowie in Belgien (1979). 1982 startete die Produktion im neu errichteten Werk Hemer-Edelburg.<ref name="Geffroy" /> Unter dem Markennamen Ladylux führte Grohe 1983 auf dem US-amerikanischen Markt die erste ausziehbare Spülbrause ein. 1983 starb Friedrich Grohe; seine Söhne Charles und Bernd Grohe kauften ein Jahr später die Gesellschaftsanteile von ITT zurück.<ref name="GroheHistory" /><ref name="MM" /> Seit 1983 wurden die Produkte des Unternehmens exklusiv von Grome Marketing im Nahen Osten, im östlichen Mittelmeerraum sowie in Nord- und Westafrika vertrieben. Später im Jahr 1993 erwarb Grohe 50 Prozent von Grome, was zu einem Joint Venture zwischen der Mesma Holdings Ltd. und der Grohe AG führte.<ref>James Morgan: Grohe acquires Mesma Holdings’ stake in Grome JV. In: ConstructionWeekOnline. 16. Mai 2017, abgerufen am 16. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1989 wurden ein Teil des Werkes in Lahr neu gebaut und ein Logistikzentrum in Hemer-Edelburg eingeweiht. 1991 wurden die Herzberger Armaturen GmbH in Brandenburg und die 1817 gegründete<ref>Ludwig-Maximilians-Universität München, Grohe AG: Water Enjoyment Volume 5. (PDF) Grohe History. März 2015, S. 245, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2019; abgerufen am 16. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Armaturenfabrik H. D. Eichelberg & Co. GmbH aus Iserlohn aufgekauft. Zudem wurde die Gesellschaft in die Aktiengesellschaft Friedrich Grohe AG umgewandelt und an die Börse geführt. Durch Übernahme der 1910 gegründeten DAL/Rost-Gruppe kam 1994 deren Werk in Porta Westfalica dazu. Zudem wurde die Tempress Ltd. aus Mississauga in Ontario (Kanada) übernommen. In Hemer entstanden ein neues Technikum und eine Werksverwaltung. 1996 expandierte Grohe nach Portugal und Thailand. 1997 wurde im Stammsitz in Hemer ein Design-Center eröffnet.<ref name="GroheHistory" />

Im Besitz von Finanzinvestoren (1999–2014)

1999 wurde das Unternehmen für geschätzte 1,2 Milliarden Euro vollständig an die Investorengruppe BC Partners verkauft. Grund waren nach Aussage von Charles Grohe die unerträglichen politischen Rahmenbedingungen. Die Familie Grohe hielt 74 % der Stammaktien.<ref>Hinweis hierzu in: Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, Ausgabe vom 8. Juni 2019, Teil Hemer („vor 20 Jahren“)</ref> Es wird geschätzt, dass BC Partners zusammen mit anderen Investoren rund 390 Millionen aus Eigenmitteln aufbrachte, den Rest über Kreditaufnahmen. 2003 zahlte das Unternehmen inklusive Zinsen 200 Millionen Euro des von den Gesellschaftern eingebrachten Kapitals zurück.<ref>Finanzinvestoren: Abgedreht. In: Zeit Online. (zeit.de [abgerufen am 16. Januar 2019]).</ref> Kritiker sagen, das Unternehmen und seine Mitarbeiter bezahlten auf diesem Weg ihren eigenen Verkauf.

Das Unternehmen Grohe war zum Zeitpunkt des Verkaufs Weltmarktführer und wies 1999 eine Umsatzrendite von rund zwölf Prozent sowie eine Eigenkapitalquote von circa 50 Prozent auf.<ref>Johannes Blome-Drees / Reiner Rang: Private Equity-Investitionen in deutsche Unternehmen und ihre Wirkungen auf die Mitarbeiter. (PDF) Hans-Böckler-Stiftung, Oktober 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2019; abgerufen am 16. Januar 2019.</ref> Die bisherigen Expansionen wurden aus Rücklagen finanziert.

2004 wurde Grohe von BC Partners an ein Investorenkonsortium aus Texas Pacific Group und CSFB Private Equity (einer Tochter der Schweizer Credit Suisse) veräußert. Die neuen Investoren zahlten beim Einstieg rund 1,5 Milliarden Euro.<ref>Hagen Seidel: Den Hahn zugedreht. In: Die Welt. 12. Mai 2005 (welt.de [abgerufen am 16. Januar 2019]).</ref>

Datei:Hemer-Grohe1-Asio.jpg
Grohe Technology- und Design-Center, Hemer-Edelburg (2005)

Um das Unternehmen nach Jahren der Stagnation wieder zu Umsatz- und Ertragswachstum zu bringen, wurden 2005 Einsparungen von 150 Millionen Euro pro Jahr ab dem Jahr 2007 angekündigt.<ref>150 Millionen Euro pro Jahr: Grohe will Stellen abbauen und ins Ausland verlagern. (handelsblatt.com [abgerufen am 16. Januar 2019]).</ref> An den deutschen Produktionsstandorten in Lahr, Hemer und Porta Westfalica sollten im Rahmen einer Restrukturierung zur Senkung der Fixkosten rund 950 Arbeitsplätze abgebaut werden.<ref name=":1">Sanitärhersteller streicht 1 200 Stellen: Grohe verordnet sich harten Sparkurs. (handelsblatt.com [abgerufen am 16. Januar 2019]).</ref> Zusätzlich wurde das Werk in Herzberg/Elster geschlossen.<ref name="ArmaturenwerkHerzberg">Armaturenwerk Herzberg (Elster). In: emazynxftp.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juli 2016; abgerufen am 24. September 2018.</ref> Gleichzeitig sollten durch Verlagerungen und Erweiterungen der Produktion in Thailand und Portugal rund 500 neue Arbeitsplätze außerhalb Deutschlands geschaffen werden. Das Unternehmen plante zudem Investitionen bis 2009 von rund 200 Millionen Euro, rund zwei Drittel davon in Deutschland in die Optimierung von Produktionstechnologie und Logistik.<ref name=":1" /> Wirtschaftsgeschichtlich von Bedeutung ist diese Restrukturierung, da sie die von Franz Müntefering 2005 angestoßene Heuschreckendebatte auslöste.<ref>Cornelius Welp: Grohes große Heuschreckenbilanz. 26. September 2013 (wiwo.de).</ref>

Im Jahr 2008 zog die Unternehmenszentrale von Hemer nach Düsseldorf.<ref>Von Sven Nölting: Grohe verlegt Zentrale nach Düsseldorf. (wp.de [abgerufen am 16. Januar 2019]).</ref> Im Frühjahr 2011 übernahm Grohe den chinesischen Sanitär-Marktführer Joyou mehrheitlich und schloss ein öffentliches Übernahmeangebot erfolgreich ab.<ref>Frankfurter Rundschau: Armaturenhersteller Grohe: Mit Kaizen zum Weltmarktführer. In: Frankfurter Rundschau. (fr.de [abgerufen am 16. Januar 2019]).</ref>

Datei:Grohe Icon 3D (resized).jpg
In einem 3D-Drucker hergestellter Wasserhahn, 2019

Übernahme durch Lixil (seit 2014)

Im Januar 2014 übernahmen die japanische Lixil Group und die Development Bank of Japan (DBJ) insgesamt 87,5 Prozent von Grohe. Grohe bleibt innerhalb der Lixil Group eine eigenständig geführte Marke.<ref>Luxusarmaturen für Japan – Grohe wird durch Verkauf zum Weltmarktführer. In: Der Tagesspiegel. 26. September 2013, abgerufen am 16. März 2014.</ref>

Mitte 2014 erwarb Grohe die Mehrheit am Watertech-Portfolio von der südafrikanischen Dawn Ltd. Die neue Gesellschaft, die den Namen Grohe Dawn Watertech Holdings erhielt, gehört zu 51 Prozent Grohe und zu 49 Prozent Dawn. Eine der Beteiligungsmarken ist Cobra, die von Friedrich Grohe gegründet wurde.<ref>Mehrheit am WaterTech Portfolio von Dawn. In: sbz-online.de. Juli 2014, abgerufen am 31. Juli 2014.</ref> Im Mai 2015 stellte das Tochterunternehmen Joyou beim Amtsgericht Hamburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.<ref>Grohe-Tochter – Bad-Armaturenhersteller Joyou stellt Insolvenzantrag. In: Handelsblatt. 21. Mai 2015, abgerufen am 22. Mai 2015.</ref>

Durch Investitionen sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze wurde 2017 der Standort Lahr, der auf Kunststofffertigung und Duschsysteme spezialisiert ist, mit über 700 Mitarbeitern zum größten Grohe-Werk in Deutschland.<ref>Manfred Dürbeck: Grohe investiert zehn Millionen Euro. In: Badische Zeitung. 20. September 2017, abgerufen am 27. September 2017.</ref> Im Mai 2017 übernahm Grohe die verbliebenen 50 Prozent der Anteile des Joint Venture Grome Marketing von Mesma Holding Ltd.<ref>James Morgan: Grohe acquires Mesma Holdings’ stake in Grome JV | ConstructionWeekOnline.com. Abgerufen am 16. Oktober 2019.</ref> Im November 2017 eröffnete Grohe eine neue Produktionsstätte in Klaeng, Thailand.<ref>New manufacturing facility in Rayong a big step for Grohe. In: The Nation. (nationmultimedia.com [abgerufen am 16. Januar 2019]).</ref> Ebenfalls im Jahr 2017 brachte Grohe ein programmierbares Dusch-WC<ref>Jens Helmecke: Japan-Trend: Grohe setzt auf programmierbares Dusch-WC. (waz.de [abgerufen am 16. Januar 2019]).</ref> auf den Markt und eröffnete den neuen Produktbereich Smarthome, über den das Unternehmen mit dem Grohe Sense einen Wassersensor und mit Grohe Sense Guard ein vernetztes System vertreibt, das vor Rohrbrüchen und Lecks schützen soll.<ref>Georg Küffner: Internetfähiges Schließventil: Vor Überflutung wird gewarnt. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 16. Januar 2019]).</ref>

Anfang Juli 2018 gründete das Unternehmen mit der Grohe Logistik Service eine eigene Gesellschaft für seine Logistik-Sparte, die unter dem Dach des Unternehmens geführt wird. 250 Mitarbeiter der Standorte in Hemer und Porta Westfalica wechselten in die neue Gesellschaft.<ref>LOGISTIK HEUTE-Redaktion: Logistik: Grohe gründet eigene Gesellschaft. Abgerufen am 16. Januar 2019.</ref> Im September 2018 kündigte Grohe eine Investition in Höhe von 1,1 Millionen Euro in das Entwicklungslabor in Hemer an, um die Laborfläche zu erweitern und die bis dato örtlich getrennten Bereiche Forschung und Entwicklung dort an einem Ort zusammenzubringen.<ref>Hendrik Schulze Zumhülsen: Hemer wird Grohes Forschungsstandort Nr. 1. In: IKZ-online.de. 25. September 2018, abgerufen am 27. Dezember 2021.</ref><ref>GROHE Celebrates Laboratory Opening at its Hemer Site. In: Contractor Magazine. 15. Oktober 2018, abgerufen am 27. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auf der Messe ISH stellte Grohe im März 2019 einen Wasserhahn vor, der aus einem extra produzierten Metallpulver im 3D-Drucker hergestellt wird.<ref>Florian Rinke: Grohe präsentiert Wasserhahn aus dem 3D Drucker. In: Rheinische Post. 12. März 2019, abgerufen am 28. März 2019.</ref> Auf der gleichen Messe starteten Miele, Viessmann und Grohe einen branchenübergreifenden Dialog im Bereich Intelligent Living zur Digitalisierung in Wohnräumen und digitalen Transformation in Unternehmen und Industrien.<ref>Intelligent Living Summit. In: Sanitärjournal. 3. Mai 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.</ref>

Badezimmer-Kartell

Wegen Beteiligung am sog. "Badezimmer-Kartell" in den Jahren 1992 bis 2002 musste Grohe 2010 ein Bußgeld von 54,8 Mio. Euro zahlen. Am Kartell waren auch die Unternehmen Hansgrohe, Villeroy & Boch, Duravit, Kludi, Dornbracht, Hansa beteiligt. Sie haben Preise zu Ungunsten von Handel, Handwerk und Verbrauchern künstlich erhöht.<ref>Ralf Engel: Strafe der EU-Kommission. Preiskartell: Grohe muss 54,8 Millionen Euro zahlen. In: IKZ-Online.de vom 23. Juni 2010.</ref>

Auszeichnungen (Auswahl)

Friedrich Grohe wurde vor allem seit den 1990er-Jahren mehrfach ausgezeichnet. Zu den wichtigsten Auszeichnungen gehört der Deutsche Marketing-Preis 1996 und der Ehrenpreis für Corporate Design und Design Management des Landes Nordrhein-Westfalen.

Unternehmensstruktur

Datei:Hemer-Grohe1-Bubo.JPG
Ehemaliges Verwaltungsgebäude in Hemer (2006)

Der Hauptsitz der Grohe AG befindet sich in Hemer, die Hauptverwaltung in Düsseldorf. Die Grohe AG ist eine Tochtergesellschaft der Grohe Holding GmbH. Die amerikanischen Schwesterunternehmen Grohe America Inc. und Grohe Canada Inc. werden ebenfalls von der Grohe Holding GmbH gehalten. Die Grohe Holding GmbH ist zu 100 Prozent im Besitz der Grohe Group S.à r.l. und fließt so in den Konzernabschluss der Lixil Group ein.

Werke und Standorte

Grohe hat drei Produktionsstandorte in Hemer, Porta Westfalica und Lahr/Schwarzwald<ref>Grohe profitiert von deutschem Bauboom. In: WirtschaftsWoche. 2. April 2017, abgerufen am 17. Oktober 2017.</ref> sowie je ein Werk in Thailand und Portugal.<ref>Fertigungsstätten. In: grohe.com. Abgerufen am 9. Oktober 2022.
Das Grohe Produktionsstätten-Netzwerk. In: grohe-x.com. Abgerufen am 9. Oktober 2022.</ref> Jedes Werk ist auf die Herstellung bestimmter Produkte wie Sanitärarmaturen, Duschen oder Sanitärsysteme spezialisiert. Innovationen und Entwicklungen werden vornehmlich aus Deutschland heraus getrieben. Darüber hinaus wird das Design der Produkte in einem Team am Standort in Düsseldorf entworfen.<ref>Guido M. Hartmann: Wo eine Dusche auch mal 20.000 Euro kostet. In: Welt.de. 27. November 2017, abgerufen am 22. November 2018.</ref> Für den Vertrieb ist in Deutschland die Grohe Deutschland Vertriebs GmbH mit Sitz in Porta Westfalica zuständig.<ref>Grohe: Vertrieb Deutschland Abgerufen am 14. Dezember 2018.</ref>

Mit 26 eigenen Vertriebsgesellschaften, 34 Niederlassungen sowie verbundenen selbständigen Handelsvertretungen ist das Unternehmen in über 130 Ländern präsent. Grohe verkauft seine Produkte im Wesentlichen über den Sanitärgroßhandel an Installateure und Einzelhändler.

Eine Auflistung wesentlicher Niederlassungen:

Produkte

Grohe bietet Produkte in den drei Bereichen Bad, Küche sowie Smarthome und dazugehörige Serviceleistungen an.

Bad: Im Bereich Badezimmerarmaturen stellt das Unternehmen unter anderem Wasserhähne und Waschbecken aus Keramik, Wannen- sowie Duscharmaturen und entsprechende Unterputzvorrichtungen her.<ref>Johannes Schweikle: Das Dusch-Duell. In: Zeit.de. 2. August 2017, abgerufen am 22. November 2018.</ref><ref>Neue Kopfbrausen-Generation von Grohe kongenial nutzbar mit SmartControl-Unterputzarmaturen. baulinks.de, abgerufen am 22. Mai 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Darüber hinaus bietet Grohe WCs an und brachte in dem Segment im Jahr 2017 ein Dusch-WC auf den Markt.<ref>Jens Helmecke: Japan-Trend: Grohe setzt auf programmierbares Dusch-WC. In: Der Westen. 5. März 2017, abgerufen am 22. November 2018.</ref> Auch Accessoires im Badbereich wie Handtuch- oder WC-Papierhalter verkauft Grohe.<ref>Grohe AG: Bad Accessoires. Abgerufen am 22. November 2018.</ref>

Küche: Grohe bietet Küchenarmaturen wie Wasserhähne, Küchenspülen und Wassersysteme an, die über den Wasserhahn und mit Hilfe entsprechender Wasseraufbereitungsanlagen stilles, sprudelndes oder kochendes Wasser per Knopfdruck liefern.<ref>Daniel Bakir: Wie man aus Leitungswasser ein Luxusprodukt macht. In: stern.de. 2. August 2017, abgerufen am 22. November 2018.</ref> Darüber hinaus verkauft das Unternehmen Ergänzungen und Zubehör wie Trinkwasserflaschen oder Wasserfilter.<ref>Grohe AG: Accessoires für die Küche. Abgerufen am 22. November 2018.</ref>

Smarthome: Im Bereich Smarthome werden unter dem Markennamen Grohe Sense Wassersensoren angeboten, die auslaufendes Wasser und Frostgefahr erkennen sowie die Luftfeuchtigkeit messen und den Nutzer per App bei Problemen warnen. Der Grohe Sense Guard wird an der Hauptwasserleitung installiert und soll Lecks und geplatzte Rohre erkennen und automatisch die Wasserzufuhr stoppen. Die Wassersensoren und Grohe Sense Guard werden über eine unternehmenseigene Smartphone-App gesteuert.<ref>Georg Küffner: Vor Überflutung wird gewarnt. In: faz.net. 9. März 2018, abgerufen am 22. November 2018.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Grohe – Sammlung von Bildern

Fußnoten

Anmerkungen <references group="A" />

Einzelnachweise <references responsive />

Koordinaten: 51° 24′ 38,9″ N, 7° 47′ 12,5″ O

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