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Tokarew SWT-40

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Tokarew SWT-40
Datei:Tokarew SWT40 noBG.png
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung Tokarew SWT-40
Einsatzland Sowjetunion
Entwickler/Hersteller Fjodor Wassiljewitsch Tokarew
Entwicklungsjahr 1940
Produktionszeit 1940 bis 1945
Modellvarianten SWT-40, AWT-40
Waffenkategorie Selbstladegewehr
Ausstattung
Gesamtlänge 1226 mm
Gewicht (ungeladen) 3,85 kg
Visierlänge 577 mm
Lauflänge 610 mm
Technische Daten
Kaliber 7,62 × 54 mm R
Mögliche Magazinfüllungen 10 Patronen
Munitionszufuhr Kastenmagazin
Kadenz 25 Schuss/min
Feuerarten Einzelfeuer
Anzahl Züge 4
Drall rechts
Visier Kimme und Korn, Zielfernrohr
Montagesystem proprietär
Verschluss Kippblockverschluss
Ladeprinzip Gasdrucklader
Listen zum Thema

Das Tokarew SWT-40 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), transkr.: Samosarjadnaja Wintowka Tokarewa obrasza 1940 goda, dt.: Selbstladendes Gewehr Tokarews Modell 1940) ist ein sowjetisches Selbstladegewehr, das während des Zweiten Weltkrieges entwickelt und produziert wurde. Von der Wehrmacht wurden erbeutete Gewehre unter der Bezeichnung Selbstladegewehr 259(r) verwendet.

Entwicklung

Datei:Tokarew SWT 38 Russland AM045576 noBG.png
SWT-38

Das SWT-40 wurde von Fjodor Tokarew als Nachfolger des Tokarew SWT-38 entwickelt. Von 1940 bis 1945 wurden etwa 1,6 Millionen<ref name="kehaya">Steve Kehaya, Joe Poyer: The SKS Carbine (СС45g). 4. Auflage. North Cape Publications, 1996, ISBN 1-882391-14-4, S. 10–226.</ref><ref name="ezell">Edward Clinton Ezell: Small Arms of the World. A Basic Manual of Small Arms. 12. Auflage. Stackpole Books, 1983, ISBN 0-8117-1687-2, S. 894.</ref> Gewehre dieses Typs produziert, etwa 50.000 davon wurden als Scharfschützengewehr ausgeführt. Das SWT-40 diente kurze Zeit als Standardgewehr der Roten Armee. Die Gewehre wurden schon bald nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr im aktiven Dienst verwendet, sondern verschwanden in den Reservelagern. Von dort gelangten einige dieser Waffen auf den zivilen Waffenmarkt, wo sie vor allem an Jäger verkauft wurden.

Technik

Das SWT-40 ist eine Weiterentwicklung des Tokarew SWT-38. Es unterscheidet sich nur unwesentlich von seinem Vorgängermodell. Im Gegensatz zum SWT-38 hat das SWT-40 einen einteiligen anstatt eines zwischen Verschlussgehäuse und Laufende getrennten Schafts. Der Putzstock beim SWT-40 ist unter dem Lauf und nicht mehr seitlich rechts wie beim SWT-38 angebracht. Zudem ist der metallene Handschutz des SWT-40 länger und umfasst den Lauf.

Es handelt sich um einen Gasdrucklader mit Kippblockverschluss. Der Gaskolben mit kurzem Rücklauf und eigener Rückholfeder ist zweiteilig ausgeführt und gibt die Energie der Pulvergase als Impuls an das Verschlussstück weiter. Dadurch läuft das Verschlussstück zurück und entriegelt den Verschluss über eine Steuerkurve. Nun laufen beide weiter zurück und der Auszieher zieht dabei die Patronenhülse aus. Ist das Magazin leergeschossen, hält ein Verschlussfang den Verschluss in der hintersten Stellung. Nun kann die Waffe entweder mit einem neuen Magazin oder mit den fünf Schuss fassenden Ladestreifen des Mosin-Nagant M91/30 nachgeladen werden.

Das SWT hat eine fünfstufige Gasregeleinrichtung, mit der der Gasdruck an die Munition und den Verschmutzungsgrad der Waffe angepasst werden kann. Die Kammer ist mit Druckausgleichsrillen versehen.<ref name="milint">Tokarev M1940 Russian Rifle. In: Lone Sentry. U.S. WWII Intelligence Bulletin, Mai 1946, abgerufen am 19. Juli 2015.</ref>

Varianten

Datei:Ćwiczenia Armii Andersa w ZSRR 1942.jpg
Soldaten der Polnischen Streitkräfte in der Sowjetunion, links vorn mit SWT-40ZF
Datei:1941 Tula SVT-40 Sniper Configuration noBG.png
Das SWT-40 in der Scharfschützen-Version mit Zielfernrohr
Datei:1940 Tula SVT40.jpg
SWT-40 mit Ladestreifen und Bajonett

Die Scharfschützenvariante des SWT-40 war mit dem damaligen Standardzielfernrohr der Roten Armee, dem 3,5-fach<ref name="milint" /> vergrößernden PU, ausgerüstet. Es wurde mit einer mittig am Ende des Verschlussgehäuses befestigten Montage befestigt, die einen Durchbruch aufwies, durch den der Schütze das normale offene Visier benutzen konnte.

Ab 1942 wurde auch eine vollautomatische Variante des Tokarewgewehres an die Truppe abgegeben, das AWT-40. ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) – Automatisches Gewehr Tokarews Modell 1940). Der hinter dem Abzug angebrachte Sicherungsflügel, der beim SWT-40 in senkrechter Stellung den Abzug blockiert und nach links geschwenkt Einzelfeuer erlaubt, gibt beim AWT-40, nach rechts geschwenkt, Serienfeuer frei. Die hohe (theoretische) Kadenz von 700 Schuss/Min. machte die Waffe schwer beherrschbar, was nur kurze Feuerstöße erlaubte.

Siehe auch

Ähnliche Selbstladebüchsen des Zweiten Weltkriegs:

  • Simonow AWS-36 (Sowjetunion)
  • Gewehr 43 (Deutsches Reich). Das G43 wurde stark vom SWT beeinflusst, insbesondere das Gasdruckladesystem.<ref>Maxim Popenker: G.43 / K.43. In: Modern Firearms. modernfirearms.net, abgerufen am 14. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • M1 Garand (USA)

Literatur

  • Руслан Чумак (Ruslan Tschumak): СВТ Трудная судьба ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). In: Калашников. Оружие, Боеприпасы, Снаряжение (Kalaschnikow. Waffen, Munition, Ausrüstung). Juni 2001, S. 50–56 (Online [PDF; abgerufen am 4. Oktober 2016]).

Weblinks

Commons: SWT-40 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Infanteriewaffen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg Vorlage:Navigationsleiste Infanteriewaffen der finnischen Armee im Zweiten Weltkrieg