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G Data CyberDefense

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G DATA CyberDefense AG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | G DATA CyberDefense Logo.jpg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1985
Sitz Bochum, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
Mitarbeiterzahl über 500<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Über G DATA.] G DATA Software AG, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. Januar 2019.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Umsatz 36,9 Mio. Euro (2016)<ref name="Report2016">Konzernabschluss 2016 im elektronischen Bundesanzeiger.</ref>
Branche Software
Website www.gdata.de
Datei:Ribbon cuting G Data.jpg
Kai Figge, Andreas Pinkwart und Andreas Lüning bei der Eröffnung des G DATA Campus (2018)

Die G Data CyberDefense AG (Eigenschreibweise: G DATA CyberDefense AG; bis September 2019 G DATA Software AG) mit Sitz in Bochum ist ein deutsches Unternehmen aus der IT-Sicherheitsbranche mit Schwerpunkt auf Sicherheitslösungen.

Unternehmensgeschichte

Antivirenprogramme und Cybersicherheit (1985–2006)

Datei:G Data Software logo.svg
Altes Firmenlogo

Das Unternehmen wurde 1985 in Bochum von Kai Figge und Andreas Lüning nach einem Besuch der Hannover Messe als G-Data GbR gegründet.<ref>30 Jahre G DATA: Virenschutz wurde im Ruhrgebiet erfunden, G DATA CyberDefense AG, Pressemitteilung – PresseBox. 4. August 2015, abgerufen am 13. August 2021.</ref> Im zweiten Jahr nach der Gründung, 1987, stellte G Data das weltweit erste kommerzielle Antivirenprogramm vor, welches für den 1985 vorgestellten Atari ST entwickelt wurde.<ref>CyberDefense - Made in Germany G DATA ab sofort mit neuem Namen. 30. September 2019, abgerufen am 9. Juni 2023.</ref><ref>Andreas Lüning gründete weltweit aktive IT-Security Firma: Virenbekämpfer aus Wanne-Eickel. 27. Februar 2019, abgerufen am 9. Juni 2023.</ref><ref name=":4">Hubert Popiolek, Dany Dewitz: Virenschutz made in Germany: Das steht hinter G Data. In: Computer Bild. 22. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Mai 2014; abgerufen am 19. Mai 2021.</ref>

Aufgrund eines Rechtsstreits mit dem Unternehmen Galactic durchsuchte die Kriminalpolizei Herne am 19. April 1989 die Geschäftsräume von G-Data. Hintergrund war eine Anzeige von Galactic (Aktenzeichen 39 JS 170/89, Amtsgericht Bochum) wegen eines von ihr vermuteten unerlaubten Verkaufs eines Schachprogramms. Eine einstweilige Verfügung G-Datas gegen Galactic vom 8. Juni 1989 wurde am 20. Juni 1989 vom Landgericht Essen aufgehoben, demnach durfte Galactic weiterhin behaupten, G-Data fertige Raubkopien. In einer Stellungnahme im ST Magazin wies der laut Eigenaussage alleiniger Inhaber von G-Data, Kai Figge, alle Vorwürfe zurück und behauptete, 120 Kopien auf Basis einer mündlichen Absprache mit Galactic anfertigen zu dürfen als Kompensation für ein von G-Data bereits beworbenes, aber von Galactic nicht fertiggestelltes Produkt.<ref>STMagazin. 09/1989, S. 17.</ref>

Das Antiviren-Programm wurde währenddessen kontinuierlich weiterentwickelt: 1990 bekam dieses Programm zum ersten Mal eine grafische Benutzeroberfläche für MS-DOS. Im Jahr 1993 entwickelte G Data die Software GeoRoute. Sie war der erste Routenplaner mit intelligenter Karte. 1995 kam der erste Antiviren-Hardwareschutz hinzu, 1997 folgte Logox, ein Programm zur Sprachausgabe für Windows.<ref>c’t. 15/1997, S. 62.</ref> Im November 2000 wurde die im März 1990 gegründete GmbH gleichen Namens in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, das Unternehmen richtete sein Portfolio vollständig auf Computersicherheit aus.<ref>Unternehmensregister. In: unternehmensregister.de. Abgerufen am 13. August 2021.</ref>

In den 2000ern expandierte das Unternehmen stark, es folgte der Markteintritt in verschiedenen Ländern wie auch die Eröffnung einer japanischen Niederlassung in Tokio 2004. Im darauffolgenden Jahr wurde die CloudSecurity veröffentlicht.<ref name=":1">Von der Garage in die Welt. (PDF; 5,7 MB) In: Wirtschaft im Revier. Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet, Oktober 2015, S. 60 f., archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. September 2016; abgerufen am 13. August 2021 (Interview mit Kai Figge und Andreas Lüning).</ref><ref>Sicher ist nur die Unsicherheit. In: Brandeins.de. Abgerufen am 4. August 2021.</ref>

Cyber Security für Privatanwender und Unternehmen (2006–heute)

Datei:G DATA War Room.jpg
G DATA Innenräumlichkeiten

Im Jahr 2007 hatte G Data rund 100 Beschäftigte.<ref>Ulf Meinke: Die Virenjäger aus dem Revier. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 11. Juli 2010, abgerufen am 13. August 2021.</ref> In den Jahren 2008 und 2009 kamen Brasilien und Mexiko, sowie die USA, Kanada und Russland hinzu. Im Jahr 2009 machte G Data rund 25 Millionen Euro Umsatz, und im Sommer 2010 hatte das Unternehmen rund 300 Beschäftigte.<ref name=":4" /> Im Jahr 2010 eröffnete G Data eine Zweigstelle in Italien, 2011 folgten Zweigstellen in Frankreich, den Niederlanden und Belgien.

Im Jahr 2014 wurde G Data vom EU-Gemeinschaftsprojekt IPACSO die Auszeichnung als innovativstes IT-Sicherheits-Unternehmen des Jahres verliehen.<ref>Thorsten Urbanski: EU-Forschungsgruppe zeichnet G DATA als innovativstes Unternehmen aus. In: gdata.de. 16. Juli 2021, abgerufen am 13. August 2021.</ref>

2015 waren es zum 30-jährigen Bestehen des Unternehmens ungefähr 500 Mitarbeiter und die Sicherheitslösungen des Unternehmens waren in 90 Ländern weltweit erhältlich.<ref>G. DATA CyberDefense AG: IT-Security als Managed Service – Powered by Microsoft Azure. In: gdata.de. 17. Februar 2021, abgerufen am 13. August 2021.</ref> Zusätzlich wurde im gleichen Jahr G Data als AV-Hersteller exklusiver Launch-Partner der Microsoft-Cloud in Deutschland ausgewählt, die seit Mitte 2016 in Deutschland verfügbar ist.[6] Im Dezember 2015 gründete G Data die Tochtergesellschaft GDATA Advanced Analytics. Geschäftsfelder sind IT Security Consulting, Security Assessment, Penetration Test, Red Team Assessment, Incident Response und Malware-Analyse. Im Februar 2016 arbeitete G DATA Advanced Analytics mit den Ermittlungsbehörden bei der Cyberattacke auf das Lukaskrankenhaus Neuss zusammen.<ref name=":2">Lukaskrankenhaus in Neuss: Kein gezielter Angriff auf System. In: Westdeutsche Allgemeine. 21. März 2016, abgerufen am 19. März 2021.</ref> Im April 2020 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik das Unternehmen in die Liste der qualifizierten Dienstleister für die Abwehr und Analyse von APT-Angriffen auf Unternehmen und Behörden aufgenommen.<ref name=":3"> Qualifizierte APT-Response Dienstleister, Dokument des BSI. (PDF; 239 kB) In: bsi.bund.de, 20. August 2021, abgerufen am 19. März 2021.</ref>

2016 verlieh die AV-Test den „Innovation Award“ an G DATA Network Monitoring.

Im September 2019 beschloss die Hauptversammlung<ref name=":4" /> eine Namensänderung von G DATA Software AG zu G DATA CyberDefense AG.<ref>G DATA Software AG. In: online-handelsregister.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Oktober 2019; abgerufen am 16. Oktober 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.online-handelsregister.de</ref>

Seit 2018 veranstaltet das Unternehmen Benefizveranstaltungen für das benachbarte Hospiz St. Hildegard. 2019 kamen 15.000 Euro zusammen.<ref name=":0">G. DATA: Benefizabend bei G DATA bringt 15.000 Euro für Hospiz St. Hildegard. In: gdata.de. 2. Juni 2020, abgerufen am 13. August 2021.</ref> Zusätzlich bekam die mobile Sicherheitslösung von G Data zum zehnten Mal in Folge die Höchstwertung von AV-Test.<ref>Test Antivirus-Programme – Windows 10 – Dezember 2018. In: av-test.org. Abgerufen am 13. August 2021.</ref>

Im Jahr 2021 erhielt G Data das European Cyber Security Organisation-Gütesiegel „Cybersecurity Made in Europe“. G Data ist Mitglied von Eurobits.[13]<ref>ECSO – European Cyber Security Organisation. In: ecs-org.eu. Abgerufen am 13. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Jahr 2022 wurde G Data mit den Comenius-EduMedia-Siegel<ref>27. Comenius-EduMedia-Award für digitale Bildungsmedien. Abgerufen am 30. Juli 2022.</ref> sowie dem eco://award ausgezeichnet.<ref>Unsere Gewinner 2021. Abgerufen am 30. Juli 2022.</ref>

Das Unternehmen ist Mitglied im Bundesverband IT-Sicherheit e. V. (TeleTrusT).

Produkte

Die Antiviren-Programmpaketen (Suites) für Heimanwender und Unternehmen gibt es für Microsoft Windows, Symbian OS, Mac OS X, Android und iOS. Ein Merkmal von G Data Antivirus ist die sogenannte „DoubleScan“-Engine, welche mit Hilfe von zwei unabhängigen Virenscanner-Engines (bis Version 2013 von den Unternehmen Avast und Bitdefender) eine hohe Virenerkennung erreichen soll.<ref>AV-Comparatives: On-demand Detection of Malicious Software. (PDF; 750 kB) In: av-comparatives.org, Februar 2010.</ref> Ab der Version 2014 wurde die Avast-Engine durch eine selbstentwickelte "CloseGap"-Engine ersetzt.<ref>Ingo Pakalski: G Data bringt Virenscanner mit eigener Scan-Engine. In: Golem.de. 7. März 2013.</ref>

Im Jahr 2010 wurde G DATA Endpoint Security als Business Netzwerk-Sicherheitslösung mit integriertem, individuell konfigurierbarem Policy Manager veröffentlicht. 2012 folgte G DATA BankGuard, das signaturunabhängig in Echtzeit vor bekannten und unbekannten Banking-Trojanern schützen soll.<ref>G. DATA CyberDefense AG: Unsere Unternehmensgeschichte – 35 Jahre Schutz. In: gdata.de. 18. August 2020, abgerufen am 13. August 2021.</ref>

Im Jahr 2016 brachte G Data den USB Keyboard Guard heraus<ref>Whitepaper USB KeyboardGuard. (PDF; 1,2 MB) In: gdatasoftware.com. Februar 2015, abgerufen am 30. Juni 2021.</ref> ein Programm, das schädliche Angriffe von USB-Sticks mit infizierter Firmware (oder anderen kompromittierten USB-Geräten) – die sich als USB-Tastatur ausgeben – verhindern soll.

Im Jahr 2017 folgte G DATA Network Monitoring, welche Verschlüsselungsversuche durch Ransomware frühzeitig erkennen soll. Gleichzeitig erhielten alle Security-Lösungen ein AntiSpam-Modul.

2019 wurde die DeepRay-Technologie veröffentlicht.<ref>G. DATA Service Team: Mit DeepRay ändern wir die Spielregeln. In: gdata.de. 28. Mai 2021, abgerufen am 13. August 2021.</ref> DeepRay soll mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning Malware-Kampagnen identifizieren. Im selben Jahr kam die neue BEAST-Technologie<ref>G. DATA Service Team: BEAST: Verhaltensanalyse auf dem nächsten Level. In: gdata.de. Abgerufen am 22. April 2024.</ref> dazu, die eine ganzheitliche Betrachtung des Systemverhaltens liefert.

Seit 2021 gibt es das Produkt G Data VPN für den anonymisierten Internetzugang per Virtual Private Network.

Weblinks

Einzelnachweise

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