Zum Inhalt springen

Inversion (Genetik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. April 2018 um 21:27 Uhr durch imported>Dietzel65 (Änderung 176893168 von Geist666 rückgängig gemacht; Solche Aussagen bitte nur mit Quellenangabe.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Als Inversion (von lateinisch inversio, die Umkehrung) wird in der Genetik eine bestimmte Veränderung eines Chromosoms bezeichnet: Ein chromosomaler Abschnitt ist dabei um 180° gedreht, also „invertiert“. Inversionen finden statt, indem ein Chromosom an zwei Stellen bricht (DNA-Doppelstrangbruch) und wieder zusammengefügt wird, der Abschnitt zwischen den beiden Bruchstellen wird jedoch in umgekehrter Anordnung eingebaut. Dadurch wird die Reihenfolge der Gene auf diesem Chromosomenabschnitt umgekehrt. Inversionen gehören zu den Chromosomenmutationen.

Man unterscheidet zwischen perizentrischen Inversionen, bei denen der umgekehrte Abschnitt das Centromer einschließt, und parazentrischen Inversionen, bei denen dies nicht der Fall ist. Durch Inversionen können so genannte Balancer-Chromosomen entstehen, bei denen die Rekombination unterdrückt ist.

Quelle

  • R. Wehner, W. Gehring: Zoologie, 23. neu bearbeitete Auflage; Georg-Thieme-Verlag Stuttgart, New York 1995, ISBN 3-13-367423-4