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Rudolf Riege

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Rudolf Riege (* 9. März 1892 in Hameln; † 22. November 1959 in Hameln) war ein deutscher Maler und Graphiker.

Leben

Rudolf Riege verlebte seine Kindheit in Hameln und begann im Jahr 1909 sein Studium an der Kunstschule in Weimar in der Absicht, Maler zu werden. In Weimar stand er unter den Einflüssen von Walther Klemm, dessen Holzschnittfolgen ihn inspirierten. 1913 gründeten Max Nehrling, Gottlieb Krippendorf und Riege in der Rhön die „Künstlerkolonie Föhlritz“.<ref>Bericht bei Start-Rhoen.de, Abruf am 18. Mai 2023</ref> Als er nach dem Ersten Weltkrieg 1919 seine Ausbildung am Bauhaus in Weimar als Meisterschüler fortsetzte, stand der Expressionismus im Höhepunkt seiner Entwicklung. Hier fand Riege zu seinem persönlichen Stil. Als Graphiker arbeitete er vor allem im Holzschnitt, wobei Buchillustrationen eine herausragende Rolle spielten.

Kurt Tucholsky zählte offenbar zu den prominenten Kulturschaffenden der Weimarer Republik, die die Kunst Rieges schätzten.<ref>Vgl. die Rezension, die Tucholsky unter dem Titel Rieges Holzschnitte in der Ausgabe vom 23. Februar 1922 der Zeitschrift Die Weltbühne veröffentlichte. (Digitalisat: [1])</ref>

Größere Verbreitung fanden Rieges graphische Werke, darunter etliche Militaria, über den nationalsozialistisch ausgerichteten Woensam-Ring der Schaffenden. Darüber hinaus arbeitete der Künstler im persönlichen Auftrag von Kunstsammlern.

Ein beachtlicher Teil von Rieges künstlerischem Nachlass befindet sich heute im Besitz des Museums Hameln.

Siehe auch

Literatur

  • Stephan Dahme: Rudolf Riege. Ein Bauhäusler der ersten Stunde als verdienter „Parteigenosse“, in: Anke Blümm, Elisabeth Otto, Patrick Rössler (Hrsg.): Bauhaus und Nationalsozialismus. Stuttgart: Hirmer, 2024, S. 218f.

Weblinks

Einzelnachweise

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