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Anne Bennent

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Anne Bennent (2022)

Anne Bennent (* 13. Oktober 1963 in Lausanne) ist eine Schweizer Schauspielerin, Chanson-Sängerin und Rezitatorin.

Leben

Anne Bennent, ältere Schwester von David Bennent, ist die Tochter des deutschen Schauspielers Heinz Bennent und der Schweizer<ref>bor/dpa/dapd: Heinz Bennent ist tot. Trauer um einen bescheidenen Bühnengiganten. In: Spiegel online, 12. Oktober 2011.</ref> Tänzerin Paulette Renou (Künstlername Diane Mansart). Sie wuchs mehrsprachig auf (Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch).<ref name="Munzinger" /> Ihre erste Filmrolle hatte Anne Bennent 1973 im Alter von neun Jahren in dem Fernsehdrama Die Eltern von Hans W. Geißendörfer, in dem erstmals die gesamte Familie Bennent auftrat.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Eltern (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) bei geissendörfer film- und fernsehproduktion (gff).</ref> Die Künstlerfamilie hatte später noch öfter gemeinsame Auftritte auf der Bühne und vor der Kamera. 1977 debütierte sie am Berliner Schiller-Theater in Tschechows Der Kirschgarten. 1978 war sie als 15-jährige Lissa mit ihrem Vater Heinz Bennent in Derrick (4. Staffel, Episode 3), Lissas Vater zu sehen. 1979 spielte sie die teilweise freizügige zweite Hauptrolle neben Marius Müller-Westernhagen in Der Tote bin ich. Im Alter von 16 Jahren spielte sie 1980 die Titelrolle in Walerian Borowczyks Wedekind-Verfilmung Lulu, ihr Vater gab den Liebhaber Dr. Schön.<ref>Urs Jenny: Todesengelchen. In: Der Spiegel. Nr. 46, 10. November 1980, S. 276 (bei spiegel.de [abgerufen am 20. Oktober 2011]).</ref> Von 1981 bis 1982 besuchte sie das Theater beim Conservatoire de musique de Genève in der Schauspielklasse von Claude Stralz. Anschließend nahm sie bis 1984 Unterricht an der École du Théâtre des Amandiers in Nanterre bei Patrice Chéreau, dazwischen ging sie für drei Monate an das Eugene O’Neill Theater Center in Waterford (Connecticut), USA.

Von 1984 bis 1986 wurde sie vom Münchner Residenztheater engagiert. 1986 folgte ein Engagement am Staatstheater Stuttgart unter Ivan Nagel. Dort arbeitete sie mit Regisseuren wie Bob Wilson, Niels-Peter Rudolph und Axel Manthey und wurde 1986 mit dem O.-E.-Hasse-Preis als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet. In dieser Zeit spielte sie in Aufsehen erregenden Aufführungen des Regisseurs Thomas Langhoff. Von 1990 an trat sie bis 2003<ref name="Jorda">Thomas Jorda: Kirschbäume will sie noch pflanzen. In: Niederösterreichische Nachrichten vom 3. März 2008, Artikelanfang.</ref> regelmäßig am Wiener Burgtheater auf.<ref>Wolfgang Freitag: Bennent & Lechner: „Ich bin nicht jemand, der abschalten kann.“ 2007, Interview.</ref> Ferner hatte Bennent Auftritte bei den Salzburger Festspielen, im Hamburger Schauspielhaus und dem Théâtre des Bouffes du Nord in Paris unter Peter Brook.

Anne Bennent trat von 1989 an auch als Sängerin französischer Chansons mit dem Liederabend Pour Maman in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich auf.<ref>Chanson. Pour Maman. In: Konau 25, Frohe Zukunft e. V., 24. April 2010.</ref> Während dieser Darbietungen war auch ihre Mutter – bis zu ihrem Tod Ende 2010 – auf der Bühne präsent.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Anne Bennent „Pour Maman“. (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) In: Berliner Zeitung vom 7. März 2001.</ref> Ihr Bruder David Bennent ist ebenfalls Schauspieler, er trat mit ihr mehrmals gemeinsam im Film und auf der Bühne auf. 1999 etwa waren sie zusammen in der Uraufführung von George Taboris Fegefeuer am Wiener Akademietheater zu sehen.<ref>Sibylle Fritsch: Aus dem Vorhof zum Himmel. Der 85-jährige George Tabori verabschiedet sich mit „Purgatorium“ von Wien. In: Die Welt vom 31. Mai 1999.</ref>

Anne Bennent lebt zusammen mit dem blinden Akkordeonisten Otto Lechner im niederösterreichischen Gars am Kamp<ref name="Jorda" /> und führt mit ihm literarisch-musikalische Produktionen auf. Sie haben einen gemeinsamen Sohn (* 2004<ref>Manfred Papst: Weltmusik aus der Quetschkommode. In: Neue Zürcher Zeitung vom 26. März 2005.</ref>). Einen weiteren Sohn (* 1999<ref>Cornelia Niedermeier: „Sobald es erstarrt, wird es gefährlich.“ In: Die Standard vom 16. April 2008, Interview.
  Maike Schiller: Anne Bennent spielt sich gesund. In: Hamburger Abendblatt vom 22. November 2001.
  Maria Gurmann: Anne Bennent: „Eigentlich wollte ich als Kind Bäuerin werden“. In: Kurier vom 21. Juli 2013.</ref>) hat sie aus einer früheren Beziehung mit Jewgenij Sitochin.

Auszeichnungen

Theater (Auswahl)

aus Munzinger-Archiv <ref name="Munzinger">Anne Bennent Internationales Biographisches Archiv 41/2005 vom 15. Oktober 2005, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> und ORF <ref>Anne Bennents Biografie beim ORF. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Juli 2012; abgerufen am 9. September 2016.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Serien (Auswahl)

  • Der Kommissar – Fährt der Zug nach Italien? (1975) als Ilse Kempe
  • Der Alte – Die Sträflingsfrau (1978) als Junges Mädchen
  • Derrick – Lissas Vater (1978) als Lissa
  • Derrick – Die Fahrt nach Lindau (1982) als Mona Gericke
  • Derrick – Geheimnisse einer Nacht (1983) als Erika
  • Derrick – Der Klassenbeste (1984) als Grit
  • Derrick – Wer erschoss Asmy? (1985) als Erni Weik
  • Derrick – Die Nacht, in der Ronda starb (1986) als Britta Stolze
  • TatortTod vor Scharhörn (2001)
  • Der Zürich-KrimiBorchert und die Stadt in Angst (2024)

Rezitation

  • Otto Lechner und Anne Bennent: gwundrig. Geschichten von Robert Walser. Extraplatte, Wien 2001, 62 Min., Audio-CD, ISBN 978-3-221-70172-7.
  • Otto Lechner und Anne Bennent: Der Gruftwächter. Nach einer Erzählung von Franz Kafka. Klangbuch (32 S.) mit 1 CD. mandelbaums bibliothek der töne, Wien 2008, ISBN 978-3-85476-249-2. (Besprechung: <ref>Besprechung von Der Gruftwächter – Cornelia Niedermeier: „Nächte dauern hier Jahre.“ In: Der Standard vom 8. Mai 2009.</ref>)
  • Otto Lechner und Anne Bennent: Die Stimmen von Marrakesch. Von Elias Canetti, Klangbuch (32 S.) in Halbleinen mit 2 CDs. Mandelbaum, Wien 2010, ISBN 978-3-85476-230-0.
  • Otto Lechner und Anne Bennent: Leila und Madschnun. Von Nizami, mit Ensemble. Klangbuch (32 S.) mit 2 CDs. Mandelbaum, Wien 2011, ISBN 978-3-85476-339-0. (Hörbuchrezension: <ref>Hörbuchrezension zu Nizami: „Leila und Madschnun“ bei sandammeer.at</ref>)

Hörspiele

Dokumentarfilm

Theaterdokumentationen

Literatur

Weblinks

Artikel

Einzelnachweise

<references />

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